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Südostasien für Einsteiger : Abenteuer Fernost

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Der malaysische Teil Borneos bietet Naturliebhabern Dschungel, Strand und Meer und Reisenden, die einen Luxus-Zwischenstopp einlegen möchten, relativ günstige Fünf-Sterne-Hotels. Bild: Françoise Hauser

Auf in die Ferne: Das bedeutet für viele eine Reise nach Südostasien. Doch welche Regionen sind spannend?

          Weiße Strände, blaues Meer und jede Menge Palmen: So stellen sich viele Reisende Südostasien vor und liegen damit auch erst mal gar nicht so falsch. Und nicht nur das. Im Hinterland warten Dschungel und einsame Bergwelten. Günstig ist Südostasien auch: Kein Wunder, dass die Region zu den Lieblingszielen der Backpacker gehört. Bleibt die Frage: Wo genau soll es hingehen?

          Singapur: Der sanfte Einstieg

          Gäbe es so etwas wie ein „Asien für Einsteiger“ auszuloben, Singapur läge selbstverständlich auf dem ersten Platz. Sicherheit, Komfort, Sauberkeit, Lebensstandard – hier stimmt alles. Singapur ist wahrscheinlich die sicherste Großstadt der Welt, und eine richtig grüne dazu. Backpacker sind daher oft erst einmal skeptisch: Ist das denn authentisch? Und wie! Im Schnelldurchlauf, quasi auf einem einzigen Spaziergang, geht es durch die chinesische, indische und malaiische Kultur mit einer Portion Kolonialgeschichte obendrauf. Und mit der malaiisch-chinesischen Mischkultur der Peranakan, bekannt für ihre bunten Häuser und die exquisite Küche, hat Singapur sogar etwas nahezu Einzigartiges zu bieten. Für alle, die zum ersten Mal in Asien unterwegs sind, ist dies ein guter Ort, um sich zu akklimatisieren und die Weiterreise zu planen. Der Stadtstaat ist Heimat diverser Low-Budget-Fluglinien, per Fähre geht es nach Indonesien und per Zug oder Bus weiter nach Malaysia. Der einzige Malus: Preislich wird es hier auch im Backpacker-Segment nicht spottbillig.

          Malaysia: Multikulti im Dschungel

          Egal, ob man aus Singapur per Bus oder über den Flughafen Kuala Lumpur einreist: Malaysia zeigt sich gern von der modernen, urbanen Seite. Und doch ist der Dschungel nie weit: Der Taman-Negara-Urwald 100 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt ist der älteste der Welt, dank vieler Wege und guter Karten aber auch für Trekking-Novizen zu bewältigen. Wem das nicht abenteuerlich genug ist, der fliegt gleich weiter in die ostmalaysischen Provinzen Sabah und Sarawak auf Borneo – ein echtes Muss für Naturliebhaber. Wo sonst könnte man einen wilden Orang-Utan erleben? Den letzten Nasenaffen zusehen, wie sie durch die Bäume toben? Oder auf dem Weg zum Strand meterlangen Waranen begegnen? All dies an einem Tag, wohlgemerkt.

          Für welche Region man sich auch immer entscheidet, sprachlich ist Malaysia ebenfalls eine leichte Übung: Englisch ist die Verkehrssprache der Hunderten von Ethnien, und auch in puncto Sicherheit steht Malaysia sehr gut da. Für alle, die unterwegs ein wenig schummeln und einen kleinen Luxus-Zwischenstopp einlegen wollen, ist Malaysia eine gute Adresse: Zwar gehört es nicht unbedingt zu den billigen Ecken Südostasiens, Fünf-Sterne-Hotels sind jedoch nirgendwo auf dem Kontinent so günstig wie hier. Für alle, die es skurril lieben und auch ein paar Tage auf Bier und Wein verzichten können, bietet sich übrigens noch ein schönes Add-on: Brunei. Das kleine Sultanat an der Küste von Borneo ist eine Art Tausend-und-eine-Nacht – allerdings komplett ohne Nachtleben und Alkohol, denn hier gelten strenge islamische Regeln.

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