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BAföG : BAföG: Das ist neu 2015!

  • -Aktualisiert am

Viel Papierkram: Die neuen BAföG-Regelungen sollen Erleichterung bringen. Bild: Creatas/Thinkstock/Getty Images

Seit August gibt es neue Regelungen beim BAföG. Erleichterungen gibt es in unterschiedlichen Bereichen.

          Ein Studium kostet – und nicht gerade wenig. Zur Studienfinanzierung griffen 2014 rund 650.000 Studierende auf BAföG zurück.

          Seit dem 1. August 2015 können sich Studierende nun über Änderungen und damit einhergehende Erleichterungen beim BAföG freuen.

          Höhere Vorschusszahlungen

          Bisher war es so: Wurde der Erstantrag für BAföG nicht rechtzeitig bearbeitet, erhielten die betroffenen Studierenden einen maximalen Betrag von 360 Euro monatlich, um die Zeit bis zur eigentlichen BAföG-Zahlung zu überbrücken. Seit dem 1. August orientiert sich der Betrag der Vorschusszahlung nun an der Höhe der voraussichtlichen BAföG-Zahlung – und damit am Bedarf der Studierenden. Das Amt muss die Vorschusszahlung gewähren, sobald klar ist, dass ein BAföG-Bescheid nicht innerhalb von sechs Wochen erteilt werden kann bzw. die erste BAföG-Zahlung nicht nach spätestens zehn Wochen erfolgen kann.

          Erleichterter Übergang zwischen Bachelor und Master

          Wer nach dem Bachelor- ein Masterstudium anstrebt, erhält nun auch mit einer vorläufigen Master-Zulassung die BAföG-Förderung. Bisher war eine endgültige Zusage zum Masterstudium notwendig. Steht beispielsweise der Bachelorabschluss noch aus, kann über Vorlage der vorläufigen Zusage zum Masterstudium nun weiterhin BAföG bezogen werden. Die endgültige Zusage muss innerhalb eines Jahres nachgereicht werden. Wer sich nicht sicher ist, ob für das geplante Masterstudium überhaupt BAföG bezogen werden kann, kann das außerdem seit dem 1. August vorab prüfen lassen.

          Kein früher Leistungsnachweis mehr

          Nach den neuen Regelungen ist nur noch der reguläre Leistungsnachweis im Zuge der Zwischenprüfung nach dem vierten Semester notwendig, um weiterhin BAföG zu beziehen. Diese Änderung berücksichtigt Studierende, in deren Prüfungsordnungen ein früher Leistungsnachweis beispielsweise bereits nach dem dritten Semester vorgesehen ist. Wurde diese Prüfung verschoben oder nicht bestanden, stand dem Studierenden nach der alten Regelung kein BAföG mehr zu.

          BAföG-Änderungen im Überblick

          Höhere Vorschusszahlungen: Der Betrag der monatlichen Vorschusszahlung orientiert sich nun an der Höhe der voraussichtlichen BAföG-Zahlung und beträgt nicht mehr – wie bislang – maximal 360 Euro.
           

          Erleichterter Übergang zwischen Bachelor und Master: BAföG-Förderung gibt es nun auch mit Nachweis einer vorläufigen Zulassung zum Masterstudium.
           

          Kein früher Leistungsnachweis mehr: Leistungsnachweise im Zuge von Zwischenprüfungen müssen regulär erst nach dem vierten Semester erbracht werden.

          Quelle: F.A.Z.

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