http://www.faz.net/-i7b-88i2u

Semesterbeginn : Die 10 wichtigsten Tipps für Erstsemester

  • -Aktualisiert am

Fragen stellen, Ruhe bewahren, Spaß haben: 10 Tipps für Erstsemester. Bild: Uni Mainz/Thomas Hartmann

In Kürze beginnt das neue Semester. Für viele Studenten bedeutet das, dass sie zum ersten Mal Hochschulluft schnuppern. Doch gerade für Studienanfänger ist der Sprung von der Schulbank in den Hörsaal nicht immer leicht. Zehn Tipps, wie das erste Semester gelingt.

          In diesen Tagen beginnt das neue Semester - und damit strömen wieder tausende Erstsemester auf den Campus. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt, wie sie sich am besten verhalten sollen. Zehn Tipps für Erstsemester sollen dabei helfen.

          1. Informiert euch!

          Klingt banal, doch die fehlende Beschaffung von Informationen ist der größte Fehler, den Erstis häufig begehen. Das erste Semester ist voll von neuen Eindrücken – klar, dass man schnell mal den Überblick verliert. Umso wichtiger ist es, euch mit dem Hochschulleben vertraut zu machen – sei es mit dem neuen Vokabular wie Syllabus, ECTS oder SPO oder mit dem Intranet eurer eigenen Hochschulwebsite. Außerdem solltet ihr euch nicht immer auf die Informationen von Dritten verlassen. Gerade in Foren oder bei Facebook grassieren oft Informationen, die sich nicht immer als vertrauenswürdig herausstellen. Bei Unklarheiten oder Gerüchten über Prüfungstermine oder Ähnliches kontaktiert lieber direkt den verantwortlichen Professor, anstatt dem soliden Halbwissen zu vertrauen.

          2. Stellt (inhaltliche) Fragen!

          Wenn Profs die beliebte Frage stellen: „Haben Sie noch Fragen?", dann ist das nicht nur rhetorisch gemeint. Die meisten Professoren haben nämlich ein ehrliches Interesse daran. Also nur zu – traut euch! Falsch wäre es allerdings, hier nur formale Fragen zu stellen, die bei genauerem Hinsehen dem Seminarplan zu entnehmen sind. Die inhaltlichen Fragen sind das, was die Vorlesung interessant macht!

          3. Steht auf eigenen Beinen!

          Das Studium ist eine Zeit des Ausprobierens und Experimentierens. Dazu gehört es auch, von zu Hause auszuziehen und sein eigenes Leben zu führen: mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt. Vorausgesetzt, ihr könnt euch das finanziell leisten. Doch das Abenteuer lohnt sich – inklusive der Erfahrung, als Student von Nudeln mit Tomatensoße zu leben und über WG-Putzpläne zu streiten. Versprochen!

          4. Arbeitet an eurem Zeitmanagement!

          Ein Problem, das sich bis in die höheren Semester zieht, aber leicht zu vermeiden wäre: Last-Minute-Panik kurz vor der Prüfungsphase. Versucht, permanent an einem Thema dranzubleiben und nicht nur auf eine Prüfung hin zu lernen. Hier lohnt sich das Nacharbeiten nach den Prüfungen sowie das Fragenstellen während der Vorlesungen. Nur weil eine Deadline für eine E-Learning-Aufgabe auf 23:55 Uhr terminiert ist, heißt das nicht, dass ihr die Aufgabe auch erst um 23:50 Uhr abgeben müsst.

          5. Bewahrt Ruhe!

          Keine Panik, wenn in der Vorlesung Sachen besprochen werden, die ihr nicht kennt oder nicht versteht. Das bedeutet ganz einfach nur, dass ihr etwas Neues lernt. Manchmal habt ihr auch Vorlesungen, die nichts mit eurem Berufswunsch oder eurem Interesse zu tun haben. In der Regel haben sich die Studiengänge aber etwas bei dem Curriculum gedacht. Deshalb heißt es hier: Ruhe bewahren und durchbeißen!

          6. Seid selbständig!

          Erwartet nicht, dass euch die Profs alles vorkauen oder an die Tafel schreiben. Die Hochschule unterscheidet sich zu Recht von der Schulbank in der Oberstufe. Niemand wird euch sagen, wann ihr was mitzuschreiben habt, und niemand wird euch Hausaufgaben geben. Das kann Vor- und Nachteile haben. Jetzt seid ihr dran, euch gut zu organisieren. Das kann zu Beginn eine kleine Umstellung sein, aber da rutscht ihr schnell rein – solange ihr begreift, dass das Studium von Selbstorganisation lebt.

          7. Unterschätzt nicht Gruppenarbeiten!

          Gruppenarbeiten sind besonders bei Studienanfängern beliebt, da man seine Kommilitonen kennenlernt, erst einmal nur einen Teil der Verantwortung übernimmt und sich die Arbeit teilen kann. Im Idealfall trifft das alles zu. In der Realität führen Gruppenarbeiten aber oft zu Frust und hitzigen Diskussionen. Gruppenarbeiten sind zwar wichtig und in vielen Fällen auch sinnvoll, aber unterschätzt nicht die Arbeit, die dahintersteckt. Traut euch, auch in Gruppenarbeiten Verbindlichkeiten herzustellen und von euren Mitgliedern einzufordern.

          8. Findet euren eigenen Lernstil!

          Manch einer schreibt während der Vorlesung ganze Blöcke voll, während andere sich voll und ganz auf die Vorlesung konzentrieren und später in die Folien schauen. Auch wenn Profs oft sagen, dass man lieber zuhören sollte als mitzuschreiben – letztendlich kommt es auf euren individuellen Lernstil an. Manche müssen sich uneingeschränkt auf die Vorlesung konzentrieren, um den Stoff zu behalten, während andere ihre Notizen brauchen, um die Inhalte später nachzuvollziehen. Der Mittelweg wäre es, sich die Folien aus dem Internet zu laden oder auszudrucken und Ergänzungen direkt am Laptop vorzunehmen bzw. auf den Folien Notizen dazuzuschreiben. Sinnlos ist es natürlich, die kompletten Folien abzuschreiben.

          9. Nehmt am Hochschulleben teil!

          Gerade im ersten Semester prasseln viele neue Eindrücke auf die Studienanfänger ein – neue Profs, neue Kommilitonen, neue Stadt. Dabei vergessen die meisten auch mal, nach rechts und links zu schauen und zu entdecken, was die Hochschule sonst noch zu bieten hat. Und meistens hat sie einiges zu bieten! Sei es der Hochschulsport oder das hochschuleigene Radio. Gerade im ersten Semester sind die Stundenpläne noch nicht so vollgepackt, und ihr habt die Möglichkeit, an den Hochschulaktivitäten teilzunehmen. Also nutzt die Angebote!

          10. Habt Spaß!

          Die erste Prüfung verhauen? Die Vorlesung verschlafen? Alles nur halb so schlimm! Es ist toll, im ersten Semester hochmotiviert zu sein, aber auch Misserfolge gehören zum Studium dazu und sind kein Weltuntergang. Das Studium soll die spannendste Zeit in eurem Leben sein, also genießt es – mit allem, was dazu gehört: neue Freunde, Unipartys und WG-Leben.

          Unterstützt durch: Prof. Dr. Katarina Bader, Prof. Dr. Lars Rinsdorf, Marcella Rosenberger, Prof. Dr. Swaran Sandhu und Prof. Dr. Oliver Zöllner.

          Quelle: F.A.Z.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          CSU-Parteitag : Eine Art von Normalität

          Auf dem Parteitag in Nürnberg will die CSU unbedingt Geschlossenheit demonstrieren, auch im Verhältnis zwischen der neuen Doppelspitze. Notfalls auch mit einem Kniff.
          Union und SPD sitzen bald wieder in einer Wanne

          Fraktur : Bätschi, bätschi

          Die SPD badet gerne lau. Doch wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.

          Neue Hinweise : Frische Spur von RAF-Trio führt in den Osten

          Bei der Fahndung nach den ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette wurde der Blick bisher vor allem Richtung Westen gelenkt. Offenbar zu Unrecht.