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Hochschulranking : Hochschulranking: LMU und RWTH am beliebtesten

Studenten der RWTH Aachen sind beliebt bei Unternehmen, gelten sie doch als besonders gut ausgebildet. Bild: Peter Winandy/RWTH Aachen

Die LMU München und die RWTH Aachen bilden ihre Studierenden am besten für die Anforderungen von Unternehmen aus. Das ist das Ergebnis des jüngsten Hochschulrankings.

          Münchener Hochschulen bilden ihre Studierenden besonders gut für die Bedürfnisse von Unternehmen aus. Das ist das Ergebnis des Hochschulrankings 2015, bei dem das Forschungs- und Beratungsunternehmen Universum jährlich über 500 Personalverantwortliche befragt. Bei der Auswahl eines Bewerbers spielten demnach seine Persönlichkeit, seine Praxiserfahrung sowie die Art des Abschlusses die größte Rolle. Zudem betonten die befragten Personaler, dass Absolventen staatlicher und privater Hochschulen in etwa gleich gut qualifiziert seien.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Besonders gut schneidet im Ranking der Universitäten die Ludwig-Maximilians-Universität München ab: Sie liegt in den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen Volks- und Betriebswirtschaftslehre sowie in der Fachrichtung Jura jeweils auf dem ersten Platz. Die zweite Münchner Uni, die Technische Universität München, liegt in den Fächern Wirtschaftsinformatik, Elektrotechnik und Informatik vorne. Führend in den Fachbereichen Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und in den Naturwissenschaften ist die RWTH Aachen.

          Was wollen Unternehmen? Persönlichkeit und Praxiserfahrung

          Doch welches sind die wichtigsten Kriterien, die Personaler bei der Auswahl von Bewerbern zugrunde legen? Die Umfrage zeigt: die Persönlichkeit des Bewerbers und seine Praxiserfahrung. Zudem wird die Art des akademischen Abschlusses (Bachelor, Master oder Diplom) von den Personalmanagern hochbewertet. Auch fließende Englischkenntnisse und die Examensnote werden als wichtig eingestuft. Eine Promotion, ein MBA-Abschluss und weitere Fremdsprachen werden dagegen nur von wenigen Personalmanagern als wichtig erachtet.

          Absolventen staatlicher und privater Hochschulen: Gleiches Qualifikationsniveau

          Ein weiteres Ergebnis: Die Absolventen staatlicher und privater Hochschulen sind in den meisten für eine Einstellung in Unternehmen relevanten Kriterien in etwa gleich gut qualifiziert. Lediglich bei der Auslandserfahrung sieht ein gutes Drittel der Personaler die Absolventen der privaten Hochschulen im Vorteil. Diese überzeugen auch beim Auftreten häufiger als die Absolventen staatlicher Hochschulen. Demgegenüber weisen Letztere beim Thema Kollegialität und Teamfähigkeit Vorteile auf, so die Befragung.

          Gute Jobaussichten vor allem für WiWis

          Die aktuelle Arbeitsmarktsituation für Absolventen wird positiv beurteilt. Sechs von zehn Personalverantwortlichen sagen, die Perspektiven von Absolventen wirtschaftsnaher Studienfächer, einen angemessenen Arbeitsplatz zu finden, seien gut oder sogar sehr gut. Und der Blick in die Zukunft offenbart sogar noch rosigere Aussichten, denn: Die Personaler schätzen, dass die Berufsperspektiven für Akademiker in drei Jahren sogar noch besser sind als heute. Dabei seien aber auch die Soft Skills ein wichtiges Kriterium, sagt Universum-Deutschland-Chef Stefan Lake und verweist darauf, dass in Unternehmen der Kampf um die besten Absolventen härter werde: „Die Unternehmen suchen in manchen Regionen bereits händeringend nach geeigneten Talenten. Insbesondere der Bedarf an Ingenieuren und Informatikern steigt.“ Längst würden sich nicht mehr die Absolventen bei den Unternehmen bewerben, sondern umgekehrt: „Die Unternehmen müssen sich bei diesen besonders gefragten Talenten bewerben“, so Lake.

          Quelle: F.A.Z.

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