http://www.faz.net/-i7b-8cdmt

Jobs mit Zukunft : Jobs mit Zukunft: GIS Developer

  • -Aktualisiert am

Uli Strötz, 26, ist Geoinformatiker und arbeitet als GIS Developer bei Ally, einem Anbieter einer Transport-App, die die Daten des öffentlichen Nahverkehrs bündelt und dem Nutzer die beste Route anzeigt. Bild: Espen Eichhöfer

Die Arbeitswelt bringt immer wieder neue Berufsbilder hervor. Wir stellen deshalb regelmäßig Jobs mit Zukunft vor. Heute: Der GIS Developer.

          Was muss ich tun?

          Als GIS Developer (Geoinformatiker) ist es deine Aufgabe, Daten zu sammeln und anhand deren digitale Karten zu erstellen. Zuletzt sollte ich Daten über Mexiko-Stadt erheben. Dazu musste ich mir zunächst ein Konzept überlegen, wie ich an diese Daten rankommen könnte. Schließlich habe ich sie durch Crowdsourcing gesammelt und anschließend verarbeitet. Im letzten Schritt werden die Daten so formatiert, dass sie in der App angeboten werden können.
           

          Was muss ich können?

          Ich habe einen Bachelor in International Forest Ecosystem Management und einen Master in Geoinformatik draufgesetzt. Mein Bachelor hat kaum etwas mit meiner jetzigen Arbeit zu tun. Wichtiger ist es, Erfahrung im Programmieren mitzubringen. Außerdem ist es von Vorteil, räumliches Vorstellungsvermögen zu besitzen und logisch denken zu können. In manchen Ländern kann es schwerer sein, an die Daten zu kommen – da hilft es, kreativ zu sein und innovative Ideen zu haben.

          Wo kann ich arbeiten?

          Du kannst bei staatlichen Behörden arbeiten und natürlich bei allen App-Anbietern, die etwas mit Karten zu tun haben. Ich habe meinen Job bei Ally damals über Twitter gefunden.

          Warum hat der Job Zukunft?

          Viele Städte wollen ihre Verkehrsnetze digitalisieren und ihre Stadt „schlauer“ machen. Hier kommen GIS Developer ins Spiel. Da Smartphones und die dadurch generierten Daten in vielerlei Hinsicht interessant sind, wird die Verarbeitung dieser Daten immer wichtiger. Dass diese Daten beispielsweise über Apps einer stetig wachsenden Community zur Verfügung gestellt werden, macht das Leben von vielen Menschen kontinuierlich leichter.

          Was mag ich an meinem Job?

          Ich liebe es, in einem internationalen Team zu arbeiten. Ich habe bereits Karten von der ganzen Welt erstellt – ob Berlin, Mexiko-Stadt oder Dar es Salaam in Tansania. Ich mag es, mich in ein Thema reinzudenken, ähnlich wie eine Matheaufgabe zu lösen – obwohl ich nicht unbedingt eine Leuchte in Mathe war. Als GIS Developer programmierst du nicht nur stur vor dich hin, sondern siehst am Ende auch ein konkretes Ergebnis.

          Topmeldungen

          Missbrauchsskandal : Entzieht der Kirche das Geld!

          Die Immunisierung der Amtskirche beruht auf der Sicherheit ihrer Repräsentanten, die Finanzierung sei nachhaltig gesichert. Dreht man ihnen den Geldhahn zu, würde dies eine positive Erschütterung auslösen.
          Mahner im Erfolg: Lucien Favre warnt vor Übermut beim BVB.

          Borussia Dortmund: : Favre mahnt nach Torgala

          Die Torfabrik von Borussia Dortmund produzierte auch nach der Länderspielpause sofort wieder reichlich Treffer. Nach dem 4:0 in Stuttgart sind es schon 27. Trainer Favre findet dennoch Kritikpunkte.
          Innere Artenkrise: Unser Mikrobiom verarmt.

          Artenschwund im Darm : Eine Arche für unsere Gesundheit

          Die Natur verarmt, sogar die im Bauch. Eintönigkeit aber ist gefährlich, die Darmflora hält uns gesund. Deshalb würden Forscher gerne die Mikroben der Ureinwohner anzapfen. Eine Glosse über den Plünderethos.