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Studie : Regelstudienzeit lässt sich kaum einhalten

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Die Studienzeit vergeht wie im Flug: Im Durchschnitt benötigen Bachelorstudenten 1,7 Semester länger als die Regelstudienzeit vorgibt. Bild: STUDIOGRANDOUEST/Thinkstock/GettyImages

Bachelorstudenten brauchen mehr Zeit als die Regelstudienzeit vorgibt. Zu diesem Ergebnis kommt die Online-Umfrage „Campus-Barometer“ 2015.

          Im Durchschnitt dauert es 7,7 Semester bis Bachelorstudenten den Abschluss in der Tasche haben. Das zeigen die Ergebnisse des Campus-Barometers 2015. Bei der Online-Befragung gaben nur 40 Prozent der rund 6.200 Teilnehmer an, die Regelstudienzeit von sechs Semestern einhalten zu können. Während Studenten aus Brandenburg mit 8,2 Semestern im Schnitt am längsten an der Hochschule sind, brauchen Studierende aus Schleswig-Holstein nur 6,7 Semester für ihr Bachelorstudium.

          Der Wunsch nach dem Bachelorabschluss ein Aufbaustudium anzuschließen ist zudem seit 2010 zurückgegangen. Etwa die Hälfte der Studenten möchte weiterhin an der Hochschule bleiben. 2010 waren es noch 66 Prozent. Am beliebtesten ist mit 93 Prozent das anschließende Masterstudium. Ein Zehntel der Studenten sieht ein weiteres Bachelorstudium als gute Möglichkeit, das Studium fortzuführen. Doch selbst nach dem Master ist für viele noch nicht Schluss: 45 Prozent möchten im Anschluss promovieren, 38 Prozent ziehen ein weiteres Masterstudium in Betracht.

          Zufriedenheit steigt

          Laut der Studie hat die Zufriedenheit der Studierenden in den vergangenen Jahren zugenommen: 64 Prozent der Befragten gaben an, mit ihrem Studium zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Allerdings zeigen sich Unterschiede zwischen den einzelnen Fachbereichen. Während unter den Lehramtsstudenten nur 54 Prozent zufrieden sind, waren es bei den Mathematikern und Naturwissenschaftlern 68 Prozent.

          Trotzdem sehen Studierende noch immer Bedarf zur Verbesserung. So sagen 42 Prozent der Befragten, es sollten mehr berufsrelevante Schlüsselqualifikationen vermittelt werden. Bei Studenten privater Hochschulen oder von Fachhochschulen wird dieser Verbesserungsvorschlag seltener genannt. Nach Meinung von 35 Prozent der Befragten sollte die Struktur und die Organisation des Studiums verbessert werden. Ungefähr jeder Dritte möchte, dass die Möglichkeiten zur Integration von Auslandserfahrung in das Studium verbessert werden.

          Zuversicht für die Zukunft

          Der Blick in die berufliche Zukunft fällt bei 66 Prozent positiv aus. Besonders angehende Ingenieure und Studenten, die im Ausland studiert haben, sind optimistisch. Sprach- und Geisteswissenschaftler dagegen sind eher besorgt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Gehaltsaussichten. Während Ingenieure mit einem hohen Einkommen rechnen, schätzen Geisteswissenschaftler ihr Einstiegsgehalt am niedrigsten ein.

          Am meisten Angst haben die befragten Studenten vor Arbeitslosigkeit, schlechten Jobchancen oder Perspektivlosigkeit (36 Prozent). 17 Prozent dagegen befürchten eine schlechte Work-Life-Balance und eine schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Schließlich will jeder zweite Studierende eine Familie gründen. 31 Prozent der Studienteilnehmer ist eine gute Work-Life-Balance wichtig. Geld spielt für 19 Prozent der Befragten eine herausragende Rolle, während weitere 19 Prozent sich am liebsten entfalten und verwirklichen möchten.

          Quelle: F.A.Z.

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