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Sommerakademie Seminare : Summer-School: Seminare & Praxiserfahrung machen sich gut im Lebenslauf

  • -Aktualisiert am

Sommer, Sonne, Seminar: Summer-Schools als Tuning für den Lebenslauf. Bild: Provadis Klimate KIC Summer School

Eine Summer-School in den Semesterferien ist zusätzlicher Aufwand, aber das Engagement macht sich im Lebenslauf bezahlt. In Deutschland muss man zwar etwas länger suchen – doch die Zahl der Angebote steigt stetig.

          Beine hochlegen, die Sonne genießen, Party machen – so verlockend Semesterferien im Sommer klingen können, Sven Breitwieser interessierte das zumindest im vergangenen Jahr überhaupt nicht. Schon Monate zuvor hatte er den Plan gefasst, die freie Uni-Zeit mit einem Intensivstudium zu verbringen. Eine Summer-School erschien dem Bachelorstudenten in International Business Administration an der Hochschule München dafür genau das Richtige. „Ich wollte mein wirtschaftliches und unternehmerisches Wissen ausbauen und einen neuen Schwerpunkt kennenlernen“, berichtet der 27-Jährige.

          Summer-School: In- oder Ausland?

          Wie viele Studenten, die an die Teilnahme an einer Summer-School denken, reizten ihn zunächst die zahlreichen Angebote im Ausland. Das Problem: die teilweise hohen Teilnahmekosten. Also entschied er sich für eine Summer-School in Deutschland – und stieß über Recherchen im Internet schließlich auf ein Angebot seiner eigenen Hochschule in München. Thema: „Supply Chain Management“, also Planung, Steuerung und Kontrolle von Lieferketten. „Die Teilnahme hat sich absolut ausgezahlt. Ich bin mit dem Gefühl rausgegangen, nicht nur theoretische Grundlagen erhalten zu haben, sondern auch das Wissen, wie man das Ganze in der Praxis anwendet.“

          In der Tat: Die Suche nach einer Summer-School in Deutschland lohnt sich. Aufgrund des Erfolgs im angelsächsischen Raum setzen auch hierzulande immer mehr Unis und sogar Unternehmen entsprechende Programme auf. Die meisten richten sich zwar im Ansatz primär an ausländische Studenten, stehen aber in der Regel auch deutschen Teilnehmern offen. So sind die Gruppen oft sehr international. „Es gibt einen wachsenden Trend zu Summer-Schools in Deutschland“, bestätigt Thomas Belker, Vorstandssprecher bei Talanx Service sowie Präsidiumsmitglied im Bundesverband der Personalmanager. Sprich: Wer in den Sommersemesterferien nichts anderes vorhabe, könne seine Vita damit anreichern. Ein weiteres Plus: Am Ende lassen sich in der Regel noch Creditpoints einsammeln.

          Summer-School: Schwierige Suche nach passenden Angeboten

          Doch die Suche nach dem richtigen Angebot ist nicht ganz einfach. Wie viele Summer-Schools es in Deutschland für deutsche Studierende heute schon gibt, ist nicht offiziell erfasst, und es gibt beispielsweise auch keine Internetseite, die alle Angebote auflistet. Wer also Interesse hat, muss selbst im Netz auf die Suche gehen, idealerweise direkt auf den Websites von Unis, Hochschulen und Unternehmen. Bei der Auswahl empfiehlt Experte Belker, genau auf den Inhalt zu achten, denn häufig finde man Angebote, die nur das Label „Summer-School“ tragen – in Wirklichkeit aber beispielsweise nur Repetitorien seien.

          „Das Wertvolle an einer echten Summer-School ist, dass die Teilnehmer interdisziplinär und im Austausch mit jungen Leuten aus der ganzen Welt an Themen arbeiten“, so Belker. Dadurch würden sie die Sichtweisen anderer Fachdisziplinen auf ein Thema kennenlernen und ihre interkulturellen Kompetenzen verbessern. „Das ist eine gute Vorbereitung auf die Arbeit in internationalen Teams“, so Belker. „Man muss nicht unbedingt für eine Summer-School ins Ausland gehen.“ Immerhin sei die Teilnahme an einer Summer-School im Lebenslauf ein Beweis für überdurchschnittliches Engagement über das normale Lernen hinaus. Auch die Themenauswahl könne bei späteren Bewerbungen Aufmerksamkeit wecken. Belker gibt aber zu bedenken: „Mehr als ein Mosaikstein ist so eine Teilnahme nicht, und sie wiegt auch keine insgesamt schlechten Uni-Noten auf.“

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