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Campus-Check : Wie studiert es sich in Paderborn?

  • -Aktualisiert am

19.600 Studierende sind aktuell im Wintersemester 2015/2016 an der Uni Paderborn immatrikuliert Bild: Vanessa Dreibrodt

Nur 150.000 Einwohner – für die meisten klingt das nach Paderboring. Manche sprechen aber von Partyborn. Fünf Studierende berichten von ihren Erfahrungen in Ostwestfalen.

          Sofia Falkenberg, 21, Deutsch, Mathe und Sport auf Grundschullehramt

          Später wird sie noch häufiger an der Tafel stehen: Sofia Falkenberg studiert Grundschullehramt mit den Fächern Deutsch, Mathe und Sport.
          Später wird sie noch häufiger an der Tafel stehen: Sofia Falkenberg studiert Grundschullehramt mit den Fächern Deutsch, Mathe und Sport. : Bild: Benedikt Alberternst

          „Die Uni ist übersichtlich und dadurch viel persönlicher. Nach Paderborn kann man mit dem Zug auch sehr gut pendeln. Nur die Busse in der Stadt sind manchmal viel zu voll. Ein weiterer Nachteil ist das System für die Anmeldungen. Das stürzt oft ab, wenn es drauf ankommt.“

          Marius Dörner, 22, Maschinenbau

          Ein typischer Maschinenbau-Flur: Masterstudent Marius Dörner lehnt an einer Schließeinheit im Gebäude der Paderborner Universität.
          Ein typischer Maschinenbau-Flur: Masterstudent Marius Dörner lehnt an einer Schließeinheit im Gebäude der Paderborner Universität. : Bild: Benedikt Alberternst

          „Ein großer Pluspunkt sind die kurzen Wege in der Stadt und auf dem Campus. Genervt hat mich kürzlich allerdings die Umschreibung in den Master. Das war sehr kompliziert und man findet dazu einfach zu wenige Informationen. In der Stadt gibt es genügend Kneipen, um einen schönen Abend mit Freunden zu verbringen. Um zwölf ist allerdings Schluss mit dem Nahverkehr, und man muss sehen, wie man nach Hause kommt.“

          Nikolai Schirrmeister, 23, Populäre Musik und Medien

          Kaffeepause am Automaten: Nikolai Schirrmeister genießt seine freie Zeit während des Studiums der Populären Musik und Medien mit heißen Getränken.
          Kaffeepause am Automaten: Nikolai Schirrmeister genießt seine freie Zeit während des Studiums der Populären Musik und Medien mit heißen Getränken. : Bild: Benedikt Alberternst

          „Paderborner gehen nicht nur raus, wenn Libori-Kirmes ist. Beim Sommerfestival ist der Campus ein absolutes Tollhaus. Die Uni ist außerdem super, wenn man viel Zeit mit anderen Studenten verbringen will. Es gibt einfach viele schöne Ecken zum Hinsetzen. Manchmal nerven mich aber die Mensaschlangen, obwohl es schon eine zweite Mensa gibt.“

          Leah Berking, 22, International Business Studies

          Auf dem Campus: International-Business-Studentin Leah Berking steht vor dem Gebäude der Wirtschaftswissenschaften.
          Auf dem Campus: International-Business-Studentin Leah Berking steht vor dem Gebäude der Wirtschaftswissenschaften. : Bild: Benedikt Alberternst

          „Die Uni ist international gut ausgerichtet. In meinem Masterprogramm gibt es ein Projekt mit  Hochschulen aus Tschechien und Slowenien. Ein Kritikpunkt: Die alten Gebäude sind potthässlich. Die Stadt ist zwar klein, aber sobald das Semester losgeht, findet man immer etwas zum Rausgehen. Bars gibt es reichlich. Nur zum Shoppen könnten es noch mehr Läden sein.“

          Nicola Skupin, 21, Physik

          Die Mittagspause draußen verbringen: Für die freie Zeit gibt es laut Physikstudentin Nicola Skupin viele gemütliche Plätze.
          Die Mittagspause draußen verbringen: Für die freie Zeit gibt es laut Physikstudentin Nicola Skupin viele gemütliche Plätze. : Bild: Benedikt Alberternst

          „Die Betreuung an der Uni ist wirklich klasse, da wir in Physik immer in kleinen Gruppen sind. Im Studium gibt es keine Überschneidungen und auch keine überfüllten Hörsäle. Allerdings ist das Studentenleben etwas langweilig. Man kann in der Uni zwar gemütlich Kaffeetrinken gehen. Für Partys gibt es in der Stadt hingegen nur zwei richtige Clubs, in denen immer Mainstream-Musik läuft.“

          Studium in Paderborn: 10 Nice-to-know-Fakten über die 150.000-Einwohner-Stadt

          1. 19.600 Studierende sind im Wintersemester 2015/2016 an der Uni Paderborn immatrikuliert. Die Anzahl stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Viele kommen aus der Region Ostwestfalen-Lippe. Zuletzt waren es 46 Prozent aller Studierenden.
          2. Auch der Campus hat sich vergrößert. In den vergangenen zehn Jahren wurden zehn Gebäude erweitert beziehungsweise neu gebaut. Die Uni steckte allein 100 Millionen Euro in die bauliche Entwicklung. Zurzeit werden noch zwei neue Gebäude geplant.
          3. Ausgelagert vom Campus ist nur das Heinz Nixdorf Institut. Dort forschen die Informatiker und Ingenieurwissenschaftler. Das Institut wird mit der Stiftung des Paderborner Unternehmers Nixdorf finanziert.
          4. In Paderborn findet eines der größten Campus-Festivals in Deutschland statt. Bis zu 14.000 Menschen feiern jedes Jahr beim Asta-Sommerfestival mit Cro, Alligatoah oder Fettes Brot.
          5. Das Semesterticket für ganz Nordrhein-Westfalen kostet aktuell 182,18 Euro (WS 2015/2016). Außerdem ist ein Sozialbeitrag an das Studentenwerk von 81,43 Euro fällig.
          6. Mit 2300 Beschäftigten ist die Uni Paderborn einer der größten Arbeitgeber der Stadt.
          7. Für eine Studentenbude (bis 40 Quadratmeter) zahlen die Paderborner durchschnittlich 9,00 Euro pro Quadratmeter. Wer in eine WG zieht, muss mit 6,60 Euro rechnen.
          8. Für ein breites Essensangebot gibt es in Paderborn zwei Mensen. Dazu kommen ein Grillcafé, eine Cafeteria und ein One-Way-Snack.
          9. Neben der Universität gibt es in Paderborn noch drei weitere Hochschulen: die Fachhochschule der Wirtschaft, die Katholische Hochschule NRW und die Theologische Fakultät Paderborn. Letztere feierte kürzlich ihr 400-jähriges Bestehen und ist damit die älteste Hochschule Nordrhein-Westfalens.
          10. „Schwarz, schwärzer, Paderborn.“ Dass die Stadt immer schon sehr katholisch war, merkt man besonders beim Libori-Fest. Ende Juli verehren die Paderborner jedes Jahr die Gebeine des Heiligen Liborius – ob bei der Erhebung der Reliquien oder bei der 1,6 Kilometer langen Kirmesfront.

          Quelle: www.immowelt.de, Asta Uni Paderborn, Stadt Paderborn, Pressestelle Uni Paderborn

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