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Karriere als Ingenieur : 19 Fakten über Ingenieure

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Sind Ingenieure oder Kaufleute die besseren Auto-Manager?

Eine alte Streitfrage lautet: Sind Ingenieure oder Kaufleute die besseren Auto-Manager? Ferdinand Piëch (Porsche, VW, Maschinenbau an der ETH Zürich) sagt gern: Ingenieur ist Pflicht, der Rest ergibt sich von selbst. Norbert Reithofer (Maschinenbau und Fertigungstechnik an der TU München) sagt dazu: „Trotzdem bin ich froh, beispielsweise mit Friedrich Eichiner einen Kaufmann als Finanzvorstand neben mir zu haben. Alles können auch Ingenieure nicht.“

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ingenieuren?

Ingenieure bleiben gern, wo sie sind: Nur 4,3 Prozent haben in den letzten zwölf Monaten den Job gewechselt, gegenüber 5,1 Prozent aller Akademiker und 6 Prozent aller Erwerbstätigen.

Wer war der erste Ingenieur der Welt?

Als erster namentlich bekannter Ingenieur der Weltgeschichte (abgesehen von religiösen oder mythischen Erschaffer- Figuren) gilt Imhotep: Der Ägypter baute um 2700 v. Chr. die ersten Pyramiden und erwarb sich gottähnlichen Status.

Welches Bundesland hat die besten Ingenieure?

Um die Innovationsfähigkeit der Bundesländer vergleichen zu können, multiplizieren die Statistiker die Zahl der Ingenieure mit den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (jeweils bezogen auf die Bevölkerungszahl). In dieser Rangliste liegt Baden-Württemberg weit vorn (239 Prozent, auf den Bundesdurchschnitt 100 normiert), gefolgt von Hessen (157 Prozent). Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt (15 Prozent). Experten sehen besorgt einen „Braindrain“ der Ingenieure in den Süden Deutschlands .

Welche Ingenieure bekommen das beste Einstiegsgehalt?

Das höchste Einstiegseinkommen der Ingenieursfächer erzielen Elektrotechniker (Diplom FH): Sie bekommen rund ein Jahr nach dem Examen im Schnitt 42.650 Euro. Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Uni-Absolventen wird mit 25.600 Euro angegeben (darunter sind viele Teilzeitstellen, was bei Ingenieuren kaum vorkommt). Das standardisierte Brutto-Monatsgehalt aller Ingenieursfachrichtungen lag 2011 bei 4.380 Euro.

Wer sind die berühmtesten Ingenieure?

Der Grieche Archimedes („Heureka!“) hatte nicht nur bahnbrechende Erkenntnisse in der Badewanne, sondern war auch ein fähiger Ingenieur: Schraube, Winden, allerlei Kriegsgerät. Die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ trug auch das Universalgenie Leonardo da Vinci, jedenfalls bewarb er sich mit seinen Künsten beim Entwickeln von Waffen am Hof der Sforza in Mailand. Berühmt sind seine vor 1490 entstandenen Entwurfsskizzen für Hubschrauber.

Wo in Europa gibt es am meisten Ingenieure?

Die mit Abstand höchste „Ingenieurdichte“ in Europa hat Finnland: Dort kommen 63,4 Ingenieure auf 1.000 Erwerbstätige. Deutschland hat 33,7 (oberes Mittelfeld ), Italien nur 17,4.

Kann man als Ingenieur auch Chef werden?

140.000 (8,7 Prozent) der Ingenieure haben eine Position im Management. 40 Prozent der Vorstände in DAX-Unternehmen besitzen einen technisch-naturwissenschaftlichen Abschluss.

Wo kann man Ingenieurskunst aus Deutschland betrachten?

Man kann nur erahnen, wie viele künftige Ingenieurskarrieren seit 1903 durch einen Besuch des Deutschen Museums in München bei Kindern angestoßen wurden. Die Idee, dass auf Knopfdruck etwas Technisches ins Rollen, Surren und Rotieren kommt, geht auf den Gründer Oskar von Miller zurück, ebenso wie ein Kalauer, der jeden Besucher empfängt: „In diesem Haus darf jeder machen, was ich will.“

Wie werde ich Sportingenieur?

Magdeburg und Chemnitz haben als eigenen Studiengang den Sportingenieur erfunden: Hier lernt man, Bälle, Schläger und anderes Gerät sinnreich zu konstruieren. Falls nötig, kann der Sport-Ing. auch Schutzpanzer entwerfen.

Quelle: F.A.Z.

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