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Karriere als Ingenieur : 19 Fakten über Ingenieure

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Eine große Karriere als Ingenieur: Das Motto von Daniel Düsentrieb lautet „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ Bild: © Disney

Karriere als Ingenieur? Aber gerne. Denn Ingenieure sind sehr begehrt. Der HOCHSCHULANZEIGER liefert Fakten über Ingenieure.

          Wie werden aus Ingenieuren Unternehmer?

          Wie aus dem Gefrickel neugieriger Ingenieure Weltkonzerne werden, verrät diese Liste: Bauknecht, Bosch, Braun, Linde, Sachs, Siemens – die Gründer waren allesamt Ingenieure, die aus ihren Erfindungen Unternehmen gemacht haben. Eine beispielhafte Biografie: Carl von Linde war eines von neun Kindern aus einem Pfarrhaus in Kempten/Allgäu. Der Pionier der Kältetechnik verdankte seinen Durchbruch dem Brauereiwesen, das dringend Kühlung brauchte. Heute ist die Linde AG ein Weltkonzern. (Auch bei Automarken steckt fast hinter jedem Namen der Ingenieur, mit dem es begann.)

          Wie hoch ist der Frauenanteil bei Ingenieuren?

          Es klingt auf Anhieb beeindruckend: Im Vergleich zu 2005 sind 30 Prozent mehr Frauen von Beruf Ingenieurin. Die Steigerung beruht aber auf einer niedrigen Basis, der Frauenanteil liegt inzwischen bei 16,5 Prozent. Da es unter den Absolventen schon seit Jahren mehr als 20 Prozent sind, wird der weibliche Anteil weiter – jedoch langsam – steigen.

          Woher kommt der Spruch „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“?

          Der Spruch „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ geht auf das „Ingenieurlied“ (1871) von Heinrich Seidel zurück, einem dichtenden Maschinenbauer. Dort heißt es: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwere / Er lacht und spricht: Wenn dieses nicht, so geht doch das!“ Die leicht spöttische Abwandlung „schwör“ stammt von der Micky-Maus-Übersetzerin Erika Fuchs, die es zum Motto von Daniel Düsentrieb machte.

          Wie viele Ingenieure gibt es in Deutschland?

          Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI ) rechnet mit 1,62 Millionen ausgebildeten und beschäftigten Ingenieuren in Deutschland. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind es nur 700.000. Der wichtigste Grund, für den Berufsstand erfreulich: Viele Ingenieure steigen ins Management auf und werden vom VDI weiter gezählt, bei der BA aber anders verbucht.

          Wie viele Studenten brechen ihr Ingenieursstudium ab?

          Fast die Hälfte aller Studienanfänger der Ingenieurwissenschaften an den Universitäten und ein Drittel der FH-Studienanfänger brechen ihr Studium ab. Häufigster Grund: Scheitern an der Mathematik.

          Wie viele Studiengänge für Ingenieure gibt es?

          Die Ausbreitung und Verzweigung des Faches schreitet enorm voran. Das Statistische Bundesamt führt in den Ingenieurwissenschaften allein 50 Fächer; niemand hat sich bisher getraut, die Unterverästelungen zu zählen. Bekannt ist aber die Zahl der Studiengänge: Beim Bachelor hat sie sich seit 2005 verfünffacht. Im Sommersemester 2012 gab es 1.678 Bachelor- und 1.264 Master-Studiengänge (Kompass der Hochschulrektorenkonferenz).

          Woher kommt der Begriff „Ingenieur“?

          Das lateinische „ingenium“ bezeichnet zugleich natürliche Begabung und Erfindungskraft. Die Ableitung „Ingenieur“ bezog sich vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert ausschließlich auf die Kriegstechnik, Ingenieure bauten Kanonen und Festungen. Die erste Ingenieurschule entstand 1736 in Wien.

          Welcher Ingenieur hat den Everest vermessen?

          Der britische Offizier und Geodät (Vermessungsingenieur) George Everest verdankt die Unsterblichkeit seines Namens der charmanten Idee seines Nachfolgers als Leiter der „Großen Trigonometrischen Vermessung“ Indiens. Andrew Scott Waugh schlug vor, dem wackeren Everest zu Ehren den höchsten Berg der Welt nach ihm zu benennen. Beim zweithöchsten Berg waren die Briten weniger sentimental, er heißt bis heute – einfach nach Liste – „K2“.

          Wir alarmierend ist der vermeintliche Ingenieurmangel?

          Beim heißen Thema Ingenieurmangel heißt es: aufgepasst mit Lesegewohnheiten. Der erste Satz der zur Hannover-Messe aktualisierten Branchen- Studie des VDI lautet 2013 so: „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure hat sich im letzten Jahr erstmals seit Jahren entspannt.“ Gemeint ist nicht etwa – wie es bei nahezu jeder anderen Berufsgruppe selbstverständlich wäre –, dass es genug Arbeitsplätze gibt. Sondern, dass der Fachkräftemangel sich endlich abgeschwächt habe. Das ist ein beliebtes Streitthema. VDI und Wirtschaft warnen Jahr für Jahr, das Fehlen von Fachkräften würde den einstigen „Exportweltmeister“ Deutschland weiter schwächen. Der VDI beruft sich auf die Arbeitsmarktstatistik: Im Februar 2013 gab es in den Ingenieurberufen 69.600 offene Stellen gegenüber 26.045 Arbeitslosen. Kritiker entgegnen, der industrienahe VDI wolle Unternehmen eine komfortable Position mit viel Auswahl und wenig Gehaltsdruck verschaffen. Eine heftig umstrittene Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) zog 2011 einen Mangel in Zweifel und beschwor sogar eine Ingenieurschwemme herauf. Tatsache ist, dass ein Run auf Ingenieurfächer eingesetzt hat. Nach dem Tiefpunkt mit rund 33.000 Studienabschlüssen 2004 werden derzeit jährlich rund 50.000 Abschlüsse gefeiert. 2011 gab es mit knapp 116.000 Studienanfängern einen absoluten Rekordwert, 2012 waren es gut 106.000.

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