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Arbeiten im Ausland : Wo sich der internationale Einstieg finanziell lohnt

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Begehrt, aber teuer: London bietet Berufseinsteigern, relativ gesehen, nur ein mittleres Einkommen. Bild: QQ7/iStock/Thinkstock

Viele Unternehmen locken Berufseinsteiger mit attraktiven Gehältern ins Ausland. Doch wann lohnt sich solch ein Job finanziell tatsächlich?

          Studenten finden sie auf jeder Jobmesse: die Stände internationaler Großkonzerne und deren Angebote, in der ganzen Welt für sie arbeiten zu können. Besonders Betriebswirte haben in Großunternehmen zunehmend die Möglichkeit, Einstiegsjobs in ganz Europa anzutreten – oder ein Traineeprogramm zu absolvieren, das Ausbildungsstationen in mehreren Ländern miteinander kombiniert. Ein verlockendes Angebot: Im Ausland zu arbeiten heißt schließlich, ganz neue Erfahrungen zu sammeln. Auch im Lebenslauf können sich mehrere Auslandsstationen sehen lassen, zeugen sie doch von Flexibilität und Tatendrang.

          Kein Wunder, dass bei vielen Studenten Fernweh aufkommt, wenn sie über eine Jobmesse an ihrer Uni schlendern. Doch es lohnt sich, genau hinzuschauen, bevor man sich ins Ausland verabschiedet. Denn längst nicht immer ist klar, ob sich der Auslandsjob auch finanziell lohnt, selbst wenn das Bruttogehalt im Ausland deutlich über einem vergleichbaren deutschen Gehalt liegt. Denn einem höheren Einkommen stehen oft höhere Ausgaben für Miete und Supermarkteinkäufe gegenüber.

          Der Frankfurter Allgemeine Hochschulanzeiger hat aktuelle Daten der international tätigen Personalberatung Hay Group ausgewertet: In den Rankings können Studenten vergleichen, wie viel Geld sie in 31 europäischen Städten in verschiedenen Jobs verdienen können – und wie hoch die Kaufkraft ihres Gehalts, gemessen an den Lebenshaltungskosten, ist. Grundlage ist immer das durchschnittliche Jahresbruttogehalt – ohne Boni und weitere Arbeitgeberleistungen – für Einstiegspositionen als Sachbearbeiter, Kundendienst- und Personalmanager sowie in den Bereichen Finanzen, IT, Marketing und Vertrieb (siehe Tabelle).

          Ein wichtiger Hinweis vorab: Weil der Einkommensteuersatz in vielen Ländern von verschiedenen Faktoren abhängt, etwa davon, ob man verheiratet ist oder in welcher Gemeinde man lebt, kann sich ein Land für manche Berufseinsteiger mehr lohnen als für andere. Dennoch zeigt sich ein klares Ergebnis in den Rankings: Ein höheres Bruttogehalt kann täuschen. Zwar verdienen Berufseinsteiger zum Beispiel in Genf oder Zürich in vielen Einstiegsjobs rund 30000 Euro mehr als in Frankfurt am Main – der Referenzort der Berechnung (siehe Kasten). Doch müssen sie dort fast das 1,7-fache für ihren Lebensunterhalt berappen.

          Teures Leben in der Schweiz

          Nicht nur in Schweizer Großstädten ist das Leben teurer als in deutschen. In Oslo, London, Kopenhagen und Luxemburg muss man ebenfalls deutlich mehr für den Lebensunterhalt aufbringen als in Frankfurt. Der Grund: Viele Menschen wollen in diesen Städten leben und arbeiten. Wohnraum ist daher knapp. Das treibt die Mieten in die Höhe. Deshalb müssen Bewohner deutlich mehr ausgeben, um einen vergleichbaren Lebensstandard wie in weniger begehrten Orten Europas finanzieren zu können.

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