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Jobs mit Zukunft: Gamedesigner : „Die Computerspielebranche ist ein starker Wachstumsmarkt“

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Sebastian Gethke arbeitet derzeit an der Weiterentwicklung des Computerspiels „Tom Clancy’s Rainbow Six: Siege“. Bild: Ubisoft Blue Byte

Sebastian Gethke, 34, hat Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaften studiert. Er ist Junior Gamedesigner bei Ubisoft Blue Byte. Sein aktuelles Projekt: die Weiterentwicklung von „Tom Clancy’s Rainbow Six: Siege“.

          Was muss ich tun?

          Als Gamedesigner bist du dafür verantwortlich, dir spannende und mitreißende Regeln für Spiele auszudenken und sie dann gemeinsam mit deinem Team zu entwickeln. Von der Konzeption bis zur finalen Umsetzung bist du an allen Schritten beteiligt. Dabei darfst du die Vision für dein Spiel nie aus den Augen verlieren. Dein Ziel ist es, den Spielern einzigartige Spielerfahrungen zu liefern.

          Was muss ich können?

          Von allem ein bisschen! Kommunikation – sowohl Reden als auch Zuhören – spielt dabei eine Schlüsselrolle. Du bist im ständigen Austausch mit deinem Team aus Programmierern, Grafikern, Producern und Testern – und sozusagen das Bindeglied. Du musst deine Ideen klar und strukturiert dokumentieren und wiedergeben können. Fundierte Mathematik- und Excel-Kenntnisse sind unumgänglich, um im Spiel für Balance zu sorgen. Das heißt, ein Spiel so anzupassen, dass es für den Spieler fair ist. Ein bestimmter Charakter sollte beispielsweise in einer Kampfhandlung nicht zu stark oder zu schwach sein. Wer programmieren kann und Grafikbearbeitung beherrscht, hat zusätzlich Vorteile. Wichtig sind sehr gute Englischkenntnisse, da auch hierzulande komplett in Englisch dokumentiert und entwickelt wird.

          Wo kann ich arbeiten?

          Vor allem in der Spielebranche. Egal, ob kleine Independent-Schmiede oder etabliertes Studio mit vielen Mitarbeitern – Gamedesigner werden überall benötigt. Der Themenfokus ist je nach Arbeitgeber breit gefächert: von großen Unterhaltungsspielen für PCs und Konsolen über Apps für Mobile bis hin zu „Serious Games“, die zu Lehr- und Lernzwecken eingesetzt werden.

          Warum hat der Job Zukunft?

          Die Computerspielebranche ist ein starker Wachstumsmarkt. Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Tatsächlich gibt es kaum jemanden, der in der Bahn nicht mal schnell eine Runde am Smartphone zockt. Immer neue technische Trends, wie aktuell Augmented oder Virtual Reality, finden oft in Computerspielen ihren Anfang. Als Gamedesigner ist man Innovationstreiber.

          Was mag ich an meinem Job?

          Die kollaborative Arbeit in internationalen Teams mit Kollegen unterschiedlicher Kulturen macht großen Spaß. Sich jeden Tag neuen Herausforderungen zu stellen und kreative Lösungen zu finden macht den Job spannend. Und dann kann es auch vorkommen, dass man im Pausenraum gelegentlich auf einen als Assassine oder als Wikinger verkleideten Kollegen trifft, der gerade zu Gast ist. Niemand zuckt dabei mit der Wimper.

          Quelle: F.A.Z

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