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Wie geht Karriere im Handel? : E-Commerce: Karriere bei Online-Händlern wie Amazon und Ebay

Bianca Ebermayer, Amazon Bild: Amazon

Wie geht Karriere im Handel? Wir haben uns bei den beliebtesten Arbeitgebern umgehört. Der vierte und letzte Teil der Serie stellt zwei Jobs aus dem Online-Handel vor: Bianca Ebermayer ist als Category Managerin für die Schuhe und Handtaschen, die es bei Amazon zu kaufen gibt, verantwortlich und Florian Conrad arbeitet als Senior-Business-Manager bei Ebay.

          Job Nr. 1 - Karriere bei Ebay

          Interviewpartner: Florian Conrad, 34, Senior-Business-Manager – Product & Strategic Projects, Ebay

          Studium und Abschluss: Diplom Informationswirtschaft, Hochschule der Medien Stuttgart (2005)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Während meines Studiums habe ich bereits mehrere Praktika im Onlinebereich absolviert und bei DaimlerChrysler im Onlinemarketing als Werksstudent gearbeitet. Nach meinem Abschluss stieg ich bei der Internetsparte von Microsoft in London ein.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Entscheidend für meine Karriere bei Ebay waren meine Fachkenntnisse im Onlinemarketing sowie meine Praxiserfahrung. Auch meine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen Teams und meine Englischkenntnisse waren von Vorteil.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          Nach meinem Studienabschluss Ende 2005 absolvierte ich für vier Monate in München in einer Agentur für Onlinemarketing ein Praktikum. 2006 zog ich für meine Arbeitsstelle bei Microsoft nach London. Ende 2007 fing ich bei Ebay in Berlin als Manager im Onlinemarketing an. 2009 zog ich für Ebay zurück nach London, wo ich unter anderem die Möglichkeit hatte, ein neues Team innerhalb des Bereichs „Buyer Experience“ für Europa aufzubauen. Nach drei Jahren kam ich 2012 wieder zurück nach Berlin, um mich im Businessmanagement um Produktthemen und strategische Projekte zu kümmern.

          4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
          In der Regel beginne ich morgens gegen 9 Uhr. In meiner Position entwickle ich neue Projekte und Bereiche für Ebay Deutschland. So habe ich beispielsweise den Aufbau der Bereiche „Gold“ sowie „Reisen“ geleitet. Ich bin in meinem Job jederzeit offen für Innovationen und beschäftige mich immer wieder mit neuen Themen. Das macht den Reiz aus. Außerdem arbeite ich sehr eng mit internationalen Teams, beispielsweise in den USA, zusammen. Durch die Zeitverschiebung arbeite ich an manchen Tagen länger – normalerweise sitze ich aber abends um halb sieben in der S-Bahn. In meiner Arbeitszeitgestaltung bin ich sehr flexibel. Einen typischen Nine-to-Five-Job gibt es bei uns nicht.

          5. Was raten Sie Studierenden, die eine Karriere im Handel anstreben?
          Es ist wichtig, Berufserfahrung in unterschiedlichen Bereichen des E-Commerce zu sammeln. Dafür eignen sich Praktika und Werksstudententätigkeiten in kleinen Agenturen sowie großen Konzernen. Gleichzeitig ist es ratsam, sich schon früh über die unterschiedlichen Unternehmenskulturen zu informieren.

          Bianca Ebermayer, Amazon
          Bianca Ebermayer, Amazon : Bild: Amazon

          Interviewpartner: Bianca Ebermayer, 36, Category Managerin Shoes, Amazon

          Studium und Abschluss: BWL, Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München (2004)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          2008 habe ich bei Amazon als Projektmanagerin im Bereich „Print on demand“ angefangen. Dabei handelt es sich um ein digitales Druckverfahren, bei dem die Bücher erst direkt nach der Bestellung gedruckt werden. In meinem vorherigen Job in einer Unternehmensberatung habe ich gelernt, solche innovativen Prozesse zu strukturieren und strategisch anzugehen. Deswegen hat der Direkteinstieg bei Amazon für mich gepasst.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Im Bewerbungsgespräch wird auf drei Aspekte besonderen Wert gelegt. Erstens sollte man ein gutes Urteilsvermögen mitbringen. Zweitens benötigt man ein breites Interesse, denn man hat im beruflichen Alltag ständig mit neuen Produkten und Services zu tun. Und schließlich muss man gut ins Team passen.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          Nachdem ich 2008 als Projektmanagerin begonnen hatte, wechselte ich 2009 ins Vendor-Management im Bereich „English Books“ bei Amazon. In dieser Position kümmerte ich mich um die Lieferanten, sprich um die englischen Verlage. 2010 wechselte ich in die Produktsparte „Musik und mp3“ und hatte bereits erste Teamverantwortung. 2012 arbeitete ich als Demand Manager für Schuhe und Handtaschen. In dieser Position kümmerte ich mich um Aktionen für E-Mail- und Onsite-Marketing. Seit Januar diesen Jahres leite ich als Category Managerin das Demand- und Vendor-Management für die Produktsparte „Schuhe und Handtaschen“.

          4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
          Meist arbeite ich von 8:30 Uhr bis 18 Uhr. Jeden Morgen schaue ich mir auf unserer Website meinen Produktbereich an und überlege, wie ich das Einkaufserlebnis für die Kunden verbessern kann. Meine konkreten Aufgaben gestalten sich jedoch jeden Tag anders. Beispielsweise haben wir im letzten Jahr den Trachtenbereich ausgebaut. Hier kümmerte ich mich zusammen mit den Vendor-Managern in meinem Team um potentielle Lieferanten. Ich konzeptioniere aber auch Marketingaktionen zusammen mit den Demand-Managern meines Teams. Letztes Jahr haben wir so mit der Rockband „Kaiser Chiefs“ für eine Aktion zusammengearbeitet. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Trends. Neben meinen übergeordneten Aufgaben im Vendor- und Demand-Management habe ich aber auch Personalverantwortung. Von der Einstellung über die Weiterbildung kümmere ich mich um das Management meiner Teams.

          5. Was raten Sie Studierenden, die eine Karriere im Handel anstreben?
          Gerade bei einem E-Commerce-Unternehmen wie Amazon sollte man als Bewerber Freude daran haben, sich weiterzuentwickeln und neue Aufgaben zu übernehmen.

          Quelle: F.A.Z.

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