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Das erste Kennenlernen : Der erste Eindruck zählt

  • -Aktualisiert am

Gutes Benehmen hilft für ein entspanntes Verhältnis mit den Kollegen. Bild: stocksnap.io

Tipps fürs Kennenlernen von neuen Kollegen: Von A wie Anfangsrunde bis Z wie Zuhören.

          Anfangsrunde

          Entweder stellt der Chef im Kreis der Kollegen den Neuen vor, oder es gibt eine Begrüßungsrunde durchs Büro. Im ersten Fall kann der Neue ruhig etwas mehr erzählen, als nur seinen Namen und seine Jobposition zu nennen. Bei einem Rundgang stellt der begleitende Kollege den Neuankömmling vor. Hier kann man noch ein, zwei unverfängliche Sätze ergänzen – zum Beispiel zum schönen Büroausblick.

          Benehmen, gutes

          Gutes Benehmen ist die Grundlage für ein entspanntes Verhältnis zu den Kollegen – idealerweise bedeutet das: pünktlich (aber auch: nicht mehr als zehn Minuten zu früh), ausgeschlafen und gepflegt zur Arbeit zu kommen.

          Dresscode

          Wenn es eine Kleiderordnung gibt, sollte man sich daran halten. Am besten schon beim Vorstellungsgespräch beobachten, was die Mitarbeiter tragen. Modische Zurückhaltung schadet in den ersten Tagen im neuen Job generell nicht.

          Einstand

          Der Einstand ist in fast allen Unternehmen üblich und praktisch, um auch Kollegen aus anderen Bereichen besser kennenzulernen. Wer damit ein paar Tage abwartet, kann besser einschätzen, ob etwa ein Glas Sekt am Freitagnachmittag oder ein selbstgebackener Kuchen die bessere Variante für den Einstand ist. Ist man unsicher, kann man auch die Kollegen fragen.

          Freundschaften

          Im Büroalltag entstehen oft Freundschaften. In der Anfangszeit sollte man trotzdem erst mal „breiten“ Anschluss suchen, statt sich zu schnell auf eine Gruppe einzuschießen. Denn ist das Team noch unbekannt, sind es die etwaigen Bündnisse und Hintergründe ebenfalls.

          Helfen

          Wenn die übertragenen Aufgaben sorgfältig erledigt sind und gerade nichts zu tun ist, dann kann man einem Kollegen, der ähnliche Aufgaben bearbeitet, Hilfe anbieten.

          Lächeln

          Beim Kennenlernen gilt: freundlich und interessiert sein – und lächeln. Eher introvertiert? Das ist völlig in Ordnung, auch für Unbeholfenheit in der ersten Zeit muss sich niemand schämen. Ein nettes Gespräch, das gar nicht ewig dauern muss, hilft aber sehr beim Ankommen.

          Mittagessen

          Das Mittagessen ist die perfekte Gelegenheit, die Kollegen besser kennenzulernen – meist werden Neue gefragt, ob sie mitkommen möchten. Andernfalls kann man sich ruhig trauen, selbst zu fragen, ob man sich anschließen darf. Am Mittagstisch sollte man dann erst mal zuhören, um welche Themen die Gespräche sich drehen und sich entsprechend anpassen.

          Netzwerken

          Eine gute Sache, um die Namen schnell parat zu haben, ist es, bei Xing oder Linkedin den eigenen Jobtitel zu aktualisieren und sich mit den neuen Kollegen zu vernetzen, die praktischerweise von den Netzwerken angezeigt werden. Auch gut: dem Unternehmen auf den Social-Media-Kanälen folgen, um auf dem Laufenden zu sein.

          Privat

          In der ersten Zeit sollte man unverfänglich bleiben, nicht ungefragt Persönliches erzählen und sich nicht eigenmächtig in private Kollegenunterhaltungen einklinken. Am besten generell herausfinden, wie viel Privates die Kollegen miteinander teilen.

          Siezen

          Im Zweifelsfall so lange beim Sie bleiben, bis einem das Du angeboten wird – auch wenn die anderen Kollegen sich untereinander duzen. Dazu gehört auch, beim Vorstellen den vollständigen Namen zu nennen. Ausnahme: wenn von Beginn an feststeht, dass sich alle duzen.

          Tempo

          Gleich in der ersten Woche zum gemeinsamen Feierabendbier oder zur Joggingrunde? Die Entscheidung darüber sollte man den Kollegen überlassen – sie bestimmen, wie schnell man sich abseits der Arbeit kennenlernt. Das Normalste auf der Welt ist außerdem, mit manchen Kollegen eher warm zu werden als mit anderen. Professionell zusammenarbeiten muss man aber mit allen.

          Zuhören

          Das ist in den ersten Tagen die wichtigste Aufgabe – und beobachten. So lernt man am meisten über das ganz eigene Ökosystem, das jedes Team ist – und die dort geltenden Regeln und Rituale.

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