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Ingenieurkarriere in Kürze : Ingenieurwesen: Die wichtigsten Fakten vom Studium bis zur Karriere

  • -Aktualisiert am

Ingenieure in Kürze: Eine Übersicht vom Studium bis zur Karriere Bild: Vanessa Wälzer

Was verdient ein Ingenieur? Welche Studiengänge werden gesucht? Die wichtigsten Daten und Fakten zur Ingenieurkarriere.

          Ingenieurkarriere | Das Studium

          Welche Ingenieure haben nach dem Studium am häufigsten ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis? Das Hochschulinformationssystem (HIS) ermittelte eine Antwort auf diese Frage im Rahmen einer repräsentativen Befragung von rund 8.000 Absolventen zu deren Übergang von der Hochschule in den Arbeitsmarkt. Das Ergebnis: Die meisten Absolventen der Ingenieurwissenschaften gehen bereits wenige Monate nach ihrem Abschluss ein reguläres und nicht selten unbefristetes Vollzeitverhältnis ein. Dabei bilden sowohl unter den Universitäts- als auch unter den Fachhochschulabsolventen die Absolventen des Wirtschaftsingenieurwesens die Spitzengruppe: Wirtschaftsingenieure erhalten demnach am häufigsten nach ihrem Abschluss ein unbefristetes Vollzeitbeschäftigungsverhältnis (Uni: 92 Prozent, Fachhochschule: 97 Prozent).

          Im Vergleich zu anderen Studienrichtungen fällt die Auslandsmobilität der angehenden Ingenieure während des Studiums gering aus. Gerade einmal 4 Prozent der Ingenieurstudenten wagen während ihrer Unizeit einen Auslandsaufenthalt. Im Vergleich: 13 Prozent der Studierenden der Sprach- und Kulturwissenschaften (in höheren Semestern sogar 26 Prozent) sammeln während des Studiums Erfahrungen im Ausland. Nach dem Studium steigt dafür die Mobilität der Ingenieure: Fast jeder Dritte Maschinenbauabsolvent sammelt seine Auslandserfahrungen während der ersten fünf Berufsjahre. Ein Anhaltspunkt für das oft globalisierte Arbeitsumfeld der Ingenieure.

          Ingenieurkarriere | Berufs- und Arbeitgeberwahl

          Nach dem Studium stehen die angehenden Ingenieure vor der Berufs- und Arbeitgeberwahl. Das Berliner Beratungsunternehmen Trendence wollte in seiner jüngsten Befragung von rund 15.000 abschlussnahen Studierenden aus ingenieurwissenschaftlichen Fächern wissen, welche für sie die wichtigsten Faktoren bei der Arbeitgeberwahl sind. Neben attraktiven Arbeitsaufgaben (95,7 Prozent) legen demnach auch immer mehr Ingenieurstudenten Wert auf weiche Faktoren, wie die persönliche Entwicklung (94,5 Prozent) und eine gesteigerte Wertschätzung der Mitarbeiter (93,9 Prozent). Am liebsten arbeiten die angehenden Ingenieure nach dieser Befragung noch immer in der Automobilbranche (31,3 Prozent). Dieses Ergebnis spiegelt sich auch im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure wieder.

          Die meisten der monatsdurchschnittlich 57.460 zu offenen Stellen für Ingenieure waren 2014 allerdings in der Baubranche (17.080) zu besetzen. Die Branche der Maschinen- und Fahrzeugtechnik verzeichnete mit 14.520 vakanten Stellen nur die zweithöchste Nachfrage der Ingenieurkategorien.

          Bei der Arbeitgeberwahl sind angehende Ingenieure heimatverbunden. Nach der Befragung des Trendence Instituts sucht im Schnitt jeder dritte Ingenieurabsolvent in der Heimatregion (32,3 Prozent) und immerhin 22,6 Prozent am Studienort nach dem Wunscharbeitgeber. Auch die Zahl der Absolventen, die deutschlandweit nach einer Arbeitsstelle suchen, ist mit 37,5 Prozent hoch. Im Ausland würden sich dagegen nur 7,6 Prozent der Ingenieurstudenten nach einem Arbeitsplatz umsehen.

          Bild: Marcel Salland/Trendence Graduate Barometer 2015 – German Engineering Edition

          Ingenieurwesen | Karriere

          Ein Blick auf die rund 1,66 Millionen erwerbstätigen Ingenieure in Deutschland verrät: Es herrscht Nachholbedarf hinsichtlich des Frauenanteils. 18,6 Prozent aller erwerbstätigen Ingenieure in Deutschland sind weiblich. Damit liegt Deutschland hinter den meisten europäischen Ländern. Spitzenreiter ist Bulgarien: Hier ist jeder dritte erwerbstätige Ingenieur eine Frau. Auf Platz 2 liegt im europäischen Vergleich des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln Portugal (27,5 Prozent), gefolgt von Schweden (25,1 Prozent).

          Quelle: F.A.Z.

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