http://www.faz.net/-i7g-8725s

Studentenumfrage : Joberwartungen: Mediziner optimistisch, Geisteswissenschaftler ängstlich

  • Aktualisiert am

Workaholic? Jeder fünfte Student erwartet, zukünftig über 45 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen. Bild: Aleutie/Thinkstock/Getty Images

Die meisten Studenten haben positive Joberwartungen. Sie glauben, zügig einen passenden Job zu finden. Den größten Optimismus zeigen Mediziner, Geisteswissenschaftler hingegen sind zurückhaltender.

          Die meisten Studenten sind optimistisch, nach dem Ende ihres Studiums einen Job zu finden. Einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY unter 4.300 Studenten zufolge erwarten 83 Prozent der Studenten, im Anschluss an ihr Studium zügig einen Job zu finden, der ihren Erwartungen und Qualifikationen entspricht. Nur 17 Prozent sind weniger optimistisch.

          Dabei zeigt sich, dass Männer optimistischer in die Zukunft schauen als Frauen: Während 86 Prozent der Männer die Frage, ob sie schnell einen passenden Job zu finden glaubten, mit Ja beantworteten, waren es bei den Frauen nur 79 Prozent. Zudem zeigte sich, dass die Joberwartungen mit steigendem Alter geringer werden: Während unter den Studenten bis 20 Jahre 89 Prozent davon ausgehen, schnell fündig zu werden, sind es bei den Studenten über 26 Jahre nur noch 76 Prozent.

          Joberwartungen: Geisteswissenschaftler pessimistisch

          Am optimistischsten sind Mediziner, hier antworteten 97 Prozent der Befragten auf die Frage, ob sie davon ausgingen, nach dem Studium zügig einen angemessenen Job zu finden, mit Ja. Dahinter folgen die Fächer Ingenieurswissenschaften/Informatik (92 Prozent), Wirtschaftswissenschaften (86 Prozent), Jura (85 Prozent) und Naturwissenschaften (82 Prozent). Auch Sozialwissenschaftler sind noch positiv gestimmt (78 Prozent). Hingegen sind Literaturwissenschaftler (67 Prozent) und Kulturwissenschaftler (64 Prozent) weniger optimistisch. Das Schlusslicht bilden in der Umfrage die Geisteswissenschaftler, von denen nur etwa jeder Zweite davon ausgeht, nach dem Examen schnell etwas Passendes in der Arbeitswelt zu finden.

          Moderate Wochenarbeitszeit erwartet

          Mit Blick auf ihr Arbeitspensum geht die überwiegende Zahl von Studenten (79 Prozent) davon aus, dass sich zukünftig ihre Arbeitszeit im Rahmen der üblichen Arbeitsverträge entwickeln wird und demnach zwischen 35 und 40 Stunden (38 Prozent) oder zwischen 41 und 45 Stunden und somit leicht darüber (41 Prozent) bewegen wird. Immerhin 15 Prozent rechnen mit einer Wochenarbeitszeit von 45 bis 50 Stunden, 6 Prozent gehen sogar von einer Arbeitswoche mit über 50 Stunden aus. (ds)

          Topmeldungen

          Omarosa vs. Trump : Job gegen Schweigen?

          Das Trump-Team habe ihr einen hoch dotierten Job angeboten, um sie zum Schweigen zu bringen, behauptet Trumps frühere Mitarbeiterin Manigault Newman in einem Buch. Jetzt hat sie einen Mitschnitt veröffentlicht, der das zu belegen scheint.