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Wie geht Karriere im Handel? : Konsumgüterbranche: Karriere bei OTTO, Douglas und Tchibo

Kathrin Ewen, Tchibo Bild: Tchibo

Wie geht Karriere im Handel? Wir haben uns bei den beliebtesten Arbeitgebern umgehört. Der zweite Teil der Serie dreht sich um Jobs aus der Konsumgüterbranche. Drei Ein- und Aufsteiger stellen ihre Positionen und ihren Arbeitsalltag bei den Firmen OTTO, Douglas und Tchibo vor.

          Job Nr. 1 - Karriere bei OTTO

          Interviewpartner: Stefan Melzer, 24, Manager Kundenselektion, OTTO

          Studium und Abschluss: Duales Bachelor-Studium Wirtschaftsinformatik, Nordakademie (2013), Master of Arts in Marketing & Sales Management, Hochschule (2015)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Ich habe mich für ein Duales Bachelor-Studium in Wirtschaftsinformatik bei OTTO in Kooperation mit der Nordakademie entschieden. Die Kombination aus Theorie und Praxis war für mich optimal. Außerdem war ich so schon früh finanziell unabhängig.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Neben der fachlichen Affinität ist es besonders wichtig, belastbar zu sein. Denn es ist eine starke Doppelbelastung, neben der Arbeit noch zu studieren. Außerdem sollte man selbständig arbeiten können und neugierig sein.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          2009 habe ich das Duale Studium bei OTTO begonnen. Nach meinem Bachelor-Abschluss 2013 war ich zunächst sieben Monate Junior-Data-Base-Manager. Seitdem bin ich als Manager Kundenselektion tätig. Außerdem habe ich nach meinem Bachelor ein berufsbegleitendes Master-Studium begonnen. Zurzeit schreibe ich an meiner Master-Arbeit.

          4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
          Durch die betriebliche Gleitzeitregelung kann ich am Morgen früh kommen und abends auch früh Feierabend machen. Meistens beginne ich um 7:30 Uhr und arbeite bis 16:30 Uhr. In meinem Job selektiere ich aus unseren Datenbanken bestimmte Zielgruppen, die beispielsweise vom Marketing angesprochen werden sollen. Wird also unser wöchentlicher Newsletter verschickt, wähle ich aus dem Kundenstamm genau diejenigen Kundengruppen aus, für die der Newsletter interessant ist. Auf diese Weise können zum Beispiel auch zielgruppengerichtete Maßnahmen angelegt werden. Außerdem bin ich neben dem Tagesgeschäft in verschiedenen Projekten tätig. Zurzeit arbeiten wir daran, wie OTTO auf der bestehenden Datengrundlage kundenspezifische Produktempfehlungen geben kann.

          5. Was raten Sie Studierenden, die eine Karriere im Handel anstreben?
          Bewerber sollten sich die einzelnen Sparten des Handels bewusst machen und überlegen, welche die richtige für sie ist. Ob Fashion, Lebensmittel oder Universalhandel – je nach Branche unterscheiden sich auch die Jobprofile.

          Victoria Giese, Douglas

          Interviewpartner: Victoria Giese, 34, Category-Managerin, Douglas

          Studium und Abschluss: Diplom Betriebswirtschaftslehre, Berufsakademie Berlin (2003)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Ich habe schon während der Schulzeit in einer Douglas-Filiale als Aushilfe gearbeitet. Nach der Schule habe ich mich für ein Duales Studium zur Diplom-Betriebswirtin im Vertrieb bei Douglas entschieden. In dieser Zeit habe ich in der Filiale alle Stationen durchlaufen – vom Kassieren über den direkten Kundenservice bis hin zu den Bestellvorgängen.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Besonders wichtig sind Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, freundliches Auftreten und eine Begeisterungsfähigkeit für Produkte und Marken.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          Nach meinem Abschluss als Diplom-Betriebswirtin 2003 war ich ein Jahr lang stellvertretende Filialleiterin. 2004 habe ich die Leitung einer Filiale in Berlin übernommen. Innerhalb von 18 Monaten hatte ich schon die Verantwortung für drei Filialen, unter anderem am Potsdamer Platz – dort mit 25 Mitarbeitern. 2009 wurde ich schließlich in die Bereichsleitung befördert und habe fortan 90 Filialen organisatorisch betreut. Seit diesem Jahr bin ich in der Zentrale in Hagen im Einkauf als Bereichsleitung für das Category-Management im Bereich Pflege zuständig.

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