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Wie geht Karriere im Handel? : Modebranche: Wie macht man Karriere in der Modeindustrie?

Janina Wenzel, Marc O’Polo Bild: Marc O’Polo

Wie geht Karriere im Handel? Wir haben uns bei den beliebtesten Arbeitgebern umgehört. Der dritte Teil der Serie dreht sich um die Modebranche. Leyla Samadi berichtet von ihrem Job als Leiterin Employer Branding bei Peek & Cloppenburg und Janina Wentzel steht als Storemanagerin bei Marc O’Polo auch selbst noch gern im Laden.

          Job Nr. 1 - Karriere bei Peek &  Cloppenburg

          Interviewpartner: Leyla Samadi, 33, Leiterin Employer-Branding

          Leyla Samadi, Peek &  Cloppenburg
          Leyla Samadi, Peek & Cloppenburg : Bild: Peek & Cloppenburg

          Studium und Abschluss: Diplom Psychologie, Universität Mainz (2008)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Ich habe mich für das Traineeprogramm bei Peek & Cloppenburg entschieden. Das dauert in der Regel nur sechs bis acht Monate. Zu Beginn lernt man den Kernbereich des Unternehmens, den Verkauf, im Detail kennen. Danach ist dann eine gezielte Entwicklung in einem vorher definierten Zentralbereich vorgesehen, in dem man später auch arbeiten möchte.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Besonders wichtig war, dass ich bereits praktische Erfahrung im Bereich Personal gesammelt hatte. Außerdem spielten persönliche Merkmale wie Authentizität und Offenheit eine wichtige Rolle.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          Nach Ende des Traineeprogramms startete ich 2009 als Junior-Projektmanager im Bereich Personalmarketing. 2012 wechselte ich in die P&C-Unternehmenszentrale nach Wien und war bis 2013 als Managerin für das Personalmarketings in Österreich und Osteuropa verantwortlich. Anschließend kehrte ich als Managerin für das Hochschulmarketing zu P&C nach Düsseldorf zurück. Seit 2014 verantworte ich als Leiterin das Employer-Branding für die Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf.

          4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? 
          In der Regel arbeite ich von 9 Uhr bis 18:30 Uhr. Meine täglichen Aufgaben sind jedoch selten die gleichen. Als Leiterin des Employer-Brandings arbeite ich daran, Peek & Cloppenburg als Arbeitgeber bekannter zu machen. Dafür überlege ich mir zusammen mit meinem Team beispielsweise, über welche Kanäle die junge Zielgruppe der Bewerber erreicht werden kann. Wir organisieren zum Beispiel Fotoshootings mit unseren Mitarbeitern oder produzieren Videos für Kanäle wie Facebook oder Youtube.

          5. Was raten Sie Studierenden, die eine Karriere im Handel anstreben?
          Die Studierenden sollten sich nicht vom Verkauf abschrecken lassen. Auch wenn sie eine Karriere in der Zentrale anstreben, ist der Verkauf in den Häusern das Herzstück des Unternehmens und macht viel Spaß.

          Janina Wenzel, Marc O’Polo
          Janina Wenzel, Marc O’Polo : Bild: Marc O’Polo

          Interviewpartner: Janina Wenzel, 33, Storemanagerin

          Studium und Abschluss: Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt visuelle Kommunikation, Diplom-Desi­gnerin FH, Merz-Akademie, Fachhochschule für Gestaltung, Stuttgart (2009)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Eigentlich war ich nach dem Studium freiberuflich als Designerin und Fotografin tätig und habe nebenbei in Teilzeit bei Marc O’Polo gearbeitet. Mein damaliger Storemanager hat mir immer gesagt, ich hätte Potential als Vollzeitkraft für den Handel. Also habe ich meinen anderen Job nach einem halben Jahr an den Nagel gehängt, weil ich mich hier weiterentwickeln kann.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Aufgrund der Empfehlung meines Storemanagers lief der Bewerbungsprozess viel persönlicher ab als gewöhnlich. Ich bin überzeugt davon, dass es im Handel eher um Engagement, eine hohe Identifikation mit Thema und Marke und Begeisterung für die Arbeit geht als um die besten Noten.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          Nachdem ich von der Teil- in die Vollzeitstelle gewechselt bin, habe ich direkt die Leitung der Abteilung „Damen“ unserer Filiale am Ku’Damm übernommen. Im Januar 2012 bin ich als stellvertretende Filialleiterin in die Friedrichstraße gewechselt und habe in dieser Zeit auch das interne Nachwuchsführungsprogramm durchlaufen. Dort habe ich ein Jahr lang an zwei bis drei Tagen pro Monat viel über Führung und betriebswirtschaftliche Themen gelernt. Direkt im Anschluss habe ich im Oktober 2013 eine eigene Filiale übernommen, am Potsdamer Platz. Seit August 2014 bin ich Filialleiterin unseres Flagship-Stores am Ku’Damm.

          4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
          Einen klassischen Arbeitstag gibt es nicht. Zu 80 Prozent meiner Zeit bin ich draußen im Laden tätig. Dort habe ich für alle Bereiche spezielle Mitarbeiter. Für mich geht es dabei darum, den Überblick zu behalten, Aufgaben zu verteilen, Mitarbeiter zu coachen und zu entwickeln und dort zu unterstützen, wo ich gebraucht werde. Das kann auch an der Kasse sein, da gibt es keine Tabus. Ich arbeite laut Vertrag 40 Stunden die Woche, aber natürlich gibt es Phasen, in denen mehr Engagement nötig ist, und dann auch wieder solche, in denen man die Zeit abbauen kann.

          5. Was raten Sie Studierenden, die eine Karriere im Handel anstreben?
          Wer gern mit Zeitgeist, Innovationen und Trends zu tun hat, ist im textilen Handel genau richtig – auch wer die Arbeit mit Menschen schätzt. Es ist ein spannender Job, der viele Möglichkeiten bietet, seine Karriere zu entwickeln. Sei es als Führungskraft im Store oder in einer Managerposition, zum Beispiel im Design- oder Produktionsbereich im Headquarter. Alles ist möglich.

          Quelle: F.A.Z.

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