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A bis Z : Von A wie Abgrenzen bis Z wie Zufriedenheit

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Vom Mitarbeiter zum Chef: Wie dieser Karriereschritt funktionieren kann.

          Abgrenzen

          Als Chef sollte man nicht zu kumpelhaft auftreten, sondern sich eher ein Stück weit von seinen bisherigen Kollegen abgrenzen. Man nimmt jetzt schließlich eine neue Rolle ein und kennt vertrauliche Informationen wie das Gehalt der Mitarbeiter oder die künftigen Personalplanungen der Geschäftsführung. Bei guten Freundschaften, die man bewahren will, sollte man auf die strikte Trennung zwischen Arbeit und Privatleben achten. Sonst ist man womöglich nicht in der Lage, faire Entscheidungen zu treffen.

          Delegieren

          In der Chefposition ändern sich die Aufgaben. Wer aus dem Team heraus aufsteigt, muss daher auch loslassen können. Was man bisher gemacht hat, übernimmt jetzt ein anderer Kollege, während man selbst delegiert, organisiert, Budgets verwaltet und Personalverantwortung trägt. Man kann sich nicht mehr um das Alltagsgeschäft kümmern, nicht alles kontrollieren, sich nicht überall einmischen, sondern muss seinen Mitarbeitern auch zutrauen, dass sie ihre Arbeit allein und gut erledigen können.

          Einfühlungsvermögen

          Wer neu im Chefsessel sitzt, sollte sich bewusst sein, dass gerade am Anfang Neugier und Unsicherheit im Team vorherrschen. Hier gilt es, sich in die Mitarbeiter hineinzuversetzen. Auch wenn das Team einen bereits kennt, werden alle auf die Kleinigkeiten achten: Lässt man die Tür zu seinem Büro offen? Schafft man sich gleich den größtmöglichen Dienstwagen an? Tritt man großspuriger auf?

          Führen

          Als Chef muss man führen können. Die Mitarbeiter können zwar Ideen einbringen, doch am Ende entscheidet der Vorgesetzte. Gerade wenn man zuvor Teil des Teams war und jeden kennt, fällt es womöglich schwer, unangenehme Entscheidungen zu fällen: Verantwortlichkeiten neu aufzuteilen, unbeliebte Routineaufgaben zu vergeben oder auch mal einen Urlaubsantrag abzulehnen. Man sollte keine Angst vor Konflikten haben und Probleme nicht aussitzen.

          Geduld

          Gerade am Anfang sollte man nicht zu viel von sich selbst verlangen. Wichtig ist es, Geduld mit sich zu haben und nicht gleich alles perfekt machen zu wollen. Stattdessen sollte man die neuen Aufgaben mit der Überzeugung angehen, dass man noch lernen und sich einarbeiten darf. Wer sich zu sehr unter Druck setzt, ist sonst womöglich schon bald ausgebrannt. Mitarbeiter schätzen es außerdem, wenn man erst einmal Fragen stellt und zuhört.

          Mitarbeitergespräche

          Eine wichtige Aufgabe von Vorgesetzten ist es, die Mitarbeiter zu motivieren. Hier helfen regelmäßige Mitarbeitergespräche, bei denen es um individuelle Leistungen, Stärken und Ziele gehen sollte. Wer als Chef Wertschätzung und Interesse vermittelt, kann verhindern, dass Arbeitnehmer die Motivation verlieren und vielleicht sogar innerlich kündigen. Gleich am Anfang sollte man zudem in Erfahrung bringen, was die Mitarbeiter künftig von einem erwarten.

          Probleme lösen

          Als neuer Chef sollte man nicht versprechen, alle Unzufriedenheiten anzugehen, die das Team schon immer gestört haben – bloß um sich beliebt zu machen. Schließlich kann man nicht einschätzen, woran genau es hapert und ob zum Beispiel die Geschäftsführung überhaupt offen gegenüber Veränderungen ist. Manche Probleme sind auch einfach keine Sache des Chefs, sondern sollten unter den Mitarbeitern gelöst werden.

          Standortbestimmung

          Bevor man seine neue Position antritt, sollte man eine Standortbestimmung vornehmen: Was will ich erreichen? Was sind meine Schwächen, was meine Stärken? Wo liegen mögliche Hindernisse für meine neue Arbeit? Welchen Führungsstil möchte ich praktizieren – was hat mich an früheren Chefs gestört, was hat mir gefallen? Was erwarte ich von Mitarbeitern? Was wünschen sich wiederum die Mitarbeiter? Wo sind Veränderungen im Team nötig?

          Veränderungen

          Wer zum Vorgesetzten aufgestiegen ist, sollte zunächst einmal kleinere Veränderungen angehen. Schließlich müssen sich alle erst an die neue Rollenverteilung gewöhnen und Vertrauen gewinnen. Wenn man zudem alles über den Haufen wirft, was der bisherige Vorgesetzte gemacht hat, vermittelt man leicht das Gefühl, dass man die Arbeit der vergangenen Jahre nicht wertschätzt.

          Zufriedenheit

          Ein angemessenes Gehalt ist wichtig, um die Zufriedenheit von Mitarbeitern sicherzustellen. Aber das allein reicht nicht. Leistungen – sowohl von Einzelnen als auch vom Team – sollten im Alltag angemessen gewürdigt werden: mit lobenden Worten im Teammeeting, einer Weiter-so-Mail oder mit einem Kuchenbuffet zum gelungenen Projektabschluss. Wichtig ist auch, dass man als Chef eigentlich selbstverständliche Werte wie Respekt und Fairness vorlebt und durchsetzt. Es sollte zum Beispiel offen und transparent kommuniziert werden.

          Quelle: F.A.Z

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