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Jobs mit Zukunft : Virtual- und Augmented-Reality-Entwickler

  • Aktualisiert am

Bild: DB Systel GmbH

Johannes Hillebrenner, 29, Product-Owner bei DB Systel, dem IT-Dienstleister der Deutschen Bahn, entwickelt virtuelle Welten.

          Was muss ich tun?

          Virtual und Augmented Reality kennt man bislang vor allem aus den Bereichen Gaming und Produktmarketing. Jetzt erobern sie auch die Arbeitswelt. Ich kümmere mich bei der Deutschen Bahn unter anderem darum, dass diese Technologie bei Mitarbeiterschulungen eingesetzt werden kann. Als sogenannter Product-Owner ist es meine Aufgabe, die Informationen und Anforderungen dafür aus allen Bereichen des Unternehmens zu sammeln und so virtuelle 3D-Anwendungen zu entwickeln, die exakt zu den Bedürfnissen der Nutzer passen. Zum Beispiel haben wir für Mitarbeiter im Bordservice gerade eine Anwendung entwickelt. Mit dieser können sie die Bedienung des im ICE4 eingebauten Hublifts, der Rollstuhlfahrer sicher in den Zug hebt, trainieren. Außerdem gebe ich den Budgetrahmen vor, sichere die Produkt-Compliance und habe immer die Strategie und die Geschäftsentwicklung sowie das Marketing und das Monitoring unseres noch jungen Bereichs im Blick. Am Ende geht es darum, dass Virtual Reality Produkte, Abläufe und komplexe Zusammenhänge erlebbarer und verständlicher macht und davon sowohl die Mitarbeiter als auch die Kunden der DB profitieren.

          Was muss ich können?

          Wer sich für Softwareentwicklung interessiert, sollte auf jeden Fall ein sehr gutes Verständnis für 3D-Grafiken mitbringen und sich mit Entwicklungsumgebungen wie Unity auskennen. Ich habe Digitale Medien und Visual-Communication-Design studiert. Das ist ein interdisziplinärer Studiengang, bei dem Informatik und Gestaltung verbunden werden und der die fachübergreifende Zusammenarbeit systematisch fördert. Eine ideale Voraussetzung für meine Schnittstellenfunktion. Denn wir kreieren neben virtuellen Schulungen auch 3D-Modelle für viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten bei der DB – zum Beispiel bei der Planung komplexer Bauprojekte für bessere Planungsentscheidungen.

          Wo kann ich arbeiten?

          Virtual und Augmented Reality werden noch immer maßgeblich von der Spielebranche getrieben. Mittlerweile erkennen aber auch viele andere Industrien, dass diese Technologie Geschäftsprozesse nachhaltig verbessern wird. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Es bietet sich in jedem Fall an, seine Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen zu schreiben. So bekommt man einen praxisnahen Einstieg.

          Warum hat der Job Zukunft?

          „Virtuelle Realitäten“ werden in Zukunft immer wichtiger. Insbesondere geht man davon aus, dass Mixed Reality als eine intelligentere Form von Augmented Reality das Potential besitzt, die Welt nachhaltig zu verändern. Bereiche dafür könnten etwa der grundsätzlich neue Zugang zu Informationen oder neue Arten der Recherchemöglichkeiten sein. Dafür werden Ansätze aus der Künstlichen Intelligenz, der Robotik und der Vernetzung mit der Cloud kombiniert.

          Was mag ich an meinem Job?

          Besonders gefällt mir das Arbeitsklima: Die Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite, und die phantastischen Welten, die wir gemeinsam schaffen, motivieren mich jeden Tag aufs Neue.

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