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Mein Start-up : Nightswapping: Zimmertausch für Studenten

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Wohl fühlen auf der ganzen Welt: Wenn Studenten Zimmer tauschen, können sie Geld sparen. Bild: James Woodsoon/Thinkstock/Getty Images

Reisen ist schön, aber teuer. Im Zuge der Shareconomy-Welle gibt es nun ein Angebot, mit dessen Hilfe Studenten Zimmer tageweise vermieten und dafür Punkte sammeln können. Einlösen können sie diese Punkte auf der ganzen Welt. Wie „Nightswapping“ genau funktioniert, berichtet Gründer und Geschäftsführer Serge Duriavig.

          Die Shareconomy wächst, Teilen statt Besitzen wird immer mehr zum Trend. Wo findet „Nightswapping“ seine Nische?

          Nightswapper verreisen auf Basis des Tauschens. Es gibt keinerlei Austausch von Geld zwischen Mitgliedern, sondern man tauscht Nächte. Anders als bei bisherigen Anbietern muss man sich jedoch nicht zeitaufwendig Tauschpartner suchen, sondern man besitzt ein Nächte-Konto, auf dem Nächte gut geschrieben werden, wenn Reisende in der eigenen Wohnung übernachten. Mit diesen Nächten kann man wiederum bei NightSwappern auf der ganzen Welt übernachten. Da bei Nightswapping nur private Zimmer oder ganze Unterkünfte angeboten werden, hat man beim Reisen mehr Privatsphäre, als wenn man einfach nur auf einer Couch übernachtet. So kann man also gut mit Freunden oder als Pärchen reisen.

          Wie und inwieweit wollen Sie damit die Reisebranche verändern?

          Das Wohnen auf Reisen bei Privatpersonen ist leider immer mehr in die Diskussion geraten, weil viele Mietwohnungen zweckentfremdet werden und der ohnehin schon knappe Wohnungsmarkt in Großstädten immer kleiner wird. In vielen Städten wurde sogar ein Verbot ausgesprochen. Nightswapping bietet nun eine Alternative, weiterhin komfortablen Urlaub bei Privatpersonen zu machen, und zwar ohne, dass dies kommerziell ausgenutzt werden kann. Da das Konzept auf einem Geben und Nehmen basiert, kann Nightswapping auch nicht von Reisenden ausgenutzt werden, die nur eine günstige Unterkunft suchen. Es ist also eine tolle Möglichkeit, um vor Ort Einheimische kennen zu lernen, Tipps für die Umgebung von seinen Gastgebern zu bekommen und sich auch im Urlaub wie Zuhause zu fühlen.

          Wie können ausgerechnet Studenten profitieren?

          Ein großer Vorteil für Studenten ist meiner Meinung nach, dass Nightswapping-Nächte sieben verschiedene Kategorien haben. Wenn Studenten ihr Zimmer in zentraler Lage zur Verfügung stellen, kann dieses Angebot beispielsweise gut in Kategorie 4 landen. Mit diesem Guthaben kann man sich nun entscheiden, ob man lieber eine Nacht in einer anderen Unterkunft der Kategorie 4 übernachten möchte oder man lieber vier Nächte in einer Unterkunft der Kategorie 1 übernachtet. Ein weiterer toller Vorteil ist, dass wirklich nur mit Nächten gehandelt wird, ganz unabhängig davon, wie viele Personen verreisen. Wenn die ausgewählte Unterkunft also Platz für drei bis fünf Personen bietet, kann man einen tollen Trip mit Freunden unternehmen, auch, wenn vorher nur eine Person bei einem übernachtet hat. 

          Was hat Sie als Student zur Gründung einer eigenen Firma bewegt – und wo liegen die zentralen Hürden, wenn Studenten gründen wollen?

          Ich habe Sport und Marketing studiert. Allerdings war mir früh bewusst, dass ich selber ein Unternehmen gründen wollte. Ich habe schon immer Herausforderungen gesucht und bin großer Fan von simplen Ideen, die unseren Alltag und unser Leben komplett verändern können. Gleichzeitig wollte ich mit Nightswapping Menschen bewegen und weiterentwickeln. Es liegt mir sehr am Herzen, dass sich jedes Mitglied unseres Teams als Teil des Konzeptes fühlt und wir gemeinsam an dem Projekt weiterarbeiten. (ds)

          Quelle: F.A.Z.

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