http://www.faz.net/-i7g-82j2r

Mein Start-up, Teil 4 : Start-up Karriere im E-Commerce | Im Portrait: Kisura

  • -Aktualisiert am

Tanja Bogumil und Linh Nguyen sind Gründerinnen der Personal-Shopping-Plattform Kisura. Bild: Kisura

Der HOCHSCHULANZEIGER portraitiert drei E-Commerce-Start-ups und ihre Gründer. Im ersten Teil stellt Gründerin Tanja Bogumil ihre Personal-Shopping-Plattform Kisura vor und erklärt, warum es bei Start-ups keine klassischen Nine-to-five-Jobs gibt.

          Tanja Bogumil hat eine Vision: „Wir wollen den Kundinnen einen Weg durch die überfüllten – digitalen wie physischen – Regale weisen“. Im Mai 2013 gründete sie deshalb mit Kommilitonin Linh Nguyen die Personal-Shopping-Plattform Kisura.

          Bei der Registrierung auf Kisura füllen die Kundinnen ein persönliches Shoppingprofil, mit Angaben zu Größe, Budget oder Lieblingsmarken, aus. Auch Fotos können hochgeladen werden. Anschließend führt eine professionelle Stylistin per Telefon oder Skype eine kostenlose Stilberatung durch und erteilt Ratschläge zu Kleidungsstücken und Accessoires. Als Ergebnis der Beratung kommt ein Päckchen mit auf die Kundin abgestimmten Kleidungsstücken nach Hause.

          Bogumil und Nguyen lernten sich während ihres Masterstudiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) kennen. Das Studium mit Schwerpunkt Entrepreneurship habe ihren Mut zu gründen gestärkt, erzählt Bogumil. „In dieser Zeit habe ich endgültig Start-up-Blut geleckt.“ Gemeinsam mit Linh Nguyen entwickelte sie nach dem Abschluss die Idee für eine Online-Stilberatung für Frauen.

          Finanziell setzten die beiden Absolventinnen auf Eigenkapital und die Unterstützung durch Business-Angels aus dem Tech- und Mediabereich. Dabei ging es ihnen auch um deren Erfahrung: „Wir wollten vom Wissen erfahrener Unternehmer profitieren.“ Bei einer Unternehmensgründung können weder Gründer noch Mitarbeiter klassische Nine-to-five-Jobs erwarten, sagt Bogumil. „Wer bei uns anfangen möchte, muss ins Team passen – und anpacken wollen.“ Die 40 Mitarbeiter profitierten im Gegenzug von einer Start-up-Mentalität mit flachen Hierarchien, kurzen Entscheidungswegen und schneller Verantwortungsübernahme.


          Karriere im E-Commerce - Interview mit Kisura

          Tanja Bogumil, 30, und Linh Nguyen, 29, sind die Gründerinnen von Kisura, Deutschlands erster Personal-Shopping-Plattform für Frauen. In Zeiten überfüllter digitaler Kleiderstangen setzen sie auf eine persönliche Online-Modeberatung. Tanja Bogumil über das Blut der Start-up-Szene und den neuen Online-Mode-Konsum.

          Frau Bogumil, wie ist die Idee zu Kisura entstanden?
          Linh und ich haben uns während unseres Studiums an der Handelshochschule Leipzig (HHL) kennengelernt. Bereits während des Studiums wussten wir, dass wir selbst gründen möchten – wenn möglich gemeinsam. Nach unserem Abschluss 2010 habe ich allerdings zunächst für ein Jahr bei Mister Spex im Business-Development gearbeitet. In dieser Zeit habe ich endgültig „Start-up-Blut“ geleckt. Ich habe meinen Job gekündigt und zuerst allein eine Shopping-Plattform für Männer gegründet. Zusammen mit Linh entwickelte sich daraus die Idee für eine Personal-Shopping-Plattform für Frauen. Bis dahin gab es das noch nicht. Im Sommer 2013 starteten wir mit der ersten Version von Kisura.

          Welches Konzept steckt hinter Kisura?
          Wir wollten den Kundinnen einen Weg durch die überfüllten – digitalen wie physischen – Regale weisen. Deswegen hatten wir die Idee einer Online-Modeberatung. Jede Kundin füllt bei der Registrierung zunächst ein persönliches Shopping-Profil aus. Hier macht sie beispielsweise Angaben zu ihrer Größe, ihrem Budget oder Wünschen zu ihrem Look. Auch Bilder können in das Profil geladen werden. Danach führt die Kundin ein kostenloses Telefon- oder Skype-Gespräch mit einer unserer Stylistinnen. Als Ergebnis der Beratung kommt ein Päckchen mit auf die Kundin abgestimmten Kleidungsstücken nach Hause.

          Topmeldungen

          Nach Aus für Jamaika : Ihr gelbes Wunder

          Auch die AfD hatte auf eine große Koalition gehofft. Sie versprach sich von Jamaika goldene Zeiten in der Opposition – nun muss sie jedoch die Liberalen fürchten.