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Mein Start-up, Teil 6 : Start-up Karriere im E-Commerce | Im Portrait: Naschlabor

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Die Geschäftsidee des Naschlabors: Die Fruchtgummis können stückweise verpackt werden. Bild: Naschlabor

Der HOCHSCHULANZEIGER portraitiert drei Start-ups und ihre Gründer. Im dritten und letzten Teil der Serie gibt es Süßes aus Dosen: Der Gründer Denis Machado Ferreira erzählt über die Idee des „Naschlabors“.

          Die richtige Mischung macht’s. Das hat Naschlabor-Gründer Denis Machado Ferreira gelernt. Als der Wirtschaftsstudent 2011 das Start-up Naschlabor mit drei Kommilitonen gründete, stellte er nach gut eineinhalb Jahren fest, dass ein zu homogenes Gründerteam nicht funktioniert. „Keiner fühlte sich für Themen wie Finanzen oder Steuern verantwortlich“, erinnert sich der 26-Jährige heute. Machado Ferreira bezahlte seine damaligen Mitgründer aus und startete den Online-Süßigkeitenshop Naschlabor 2013 mit Freundin Laura Bastillo und Kumpel Hendrik Stoffel noch einmal neu. Seitdem stimmt die Mischung. „Jeder hat seinen eigenen Aufgabenbereich, für den er verantwortlich ist.“

          Das Naschlabor ist für Machado Ferreira vor allem ein Hobby, „kombiniert mit einem großen Traum“. Hauptberuflich arbeiten er und seine Miteigentümer noch als Angestellte in anderen Berufen. Obwohl das Start-up 2014 bereits 2.000 Kilogramm Fruchtgummis verkaufte, ist es finanziell noch nicht rentabel. Die Gründer verzichten auf die Finanzierung durch Investoren und stecken neben ihrer Freizeit auch viel Geld in ihren Traum. „Bis zum Jahresende wollen wir eine schwarze Zahl schreiben. Irgendwann sollte sich der Aufwand auch auszahlen.“

          Karriere im E-Commerce - Interview mit Naschlabor

          Denis Machado Ferreira, Laura Bastillo und Hendrik Stoffel gründeten 2013 das Start-up Naschlabor, einen Online-Süßigkeiten-Shop, der Fruchtgummis anbietet. 2014 verkauften sie bereits zwei Tonnen der Süßigkeiten. Doch irgendwann müssen sich junge Gründer entscheiden, ob sie alles auf eine Karte setzen.

          Herr Machado Ferreira, wie entstand die Idee des Naschlabors?
          Die Idee kam mir während eines Auslandssemesters in Barcelona. Es gab dort einen kleinen Laden, in dem man Fruchtgummis stückweise kaufen konnte. Von der Verpackung über die Füllung bis hin zum Etikett konnte alles individuell gestaltet werden. Zurück in Deutschland habe ich den Laden nie ganz vergessen. Eines Tages entdeckte ich beim Einkaufen in der Stadt einen Fruchtgummi-Laden. Zuvor hatte ich eine Reportage über MyMuesli gesehen. Da dachte ich mir: Warum nicht einen Onlineshop für Fruchtgummi gründen? Das war die Geburtsstunde des Naschlabors im November 2011.

          Wie funktioniert diese Idee?
          Auf unserer Website können sich Privatpersonen und Firmen ihre individuelle Mischung an Fruchtgummis zusammenstellen. Der Kunde wählt seine Verpackung, beispielsweise ein Bügelglas oder eine Candytüte, und kann diese stückweise mit Lieblingsfruchtgummis aus unserem Shop füllen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Etikett nach eigenen Wünschen zu gestalten. Das eignet sich zum Beispiel für Gastgeschenke bei einer Hochzeit, für Firmengeschenke oder einfach nur für den eigenen Süßigkeiten-Schrank. Beliebt sind auch unsere Candybars, Naschtische mit ausgewählten Süßigkeiten, die wir bei Hochzeiten oder Firmenevents aufbauen.

          Besteht das Gründerteam von 2011 noch?
          Nein. Ich habe das Naschlabor zunächst mit drei Studienkollegen in Stuttgart gegründet. Damals hatten wir keine Aufgabenteilung. Das bedeutet, wir alle wollten uns um die Vermarktung des Start-ups kümmern. Keiner fühlte sich für Themen wie Finanzen oder Steuern verantwortlich. Ich habe meine damaligen Mitgründer 2013 ausbezahlt und daraufhin meinen besten Freund Hendrik Stoffel und meine Freundin Laura Bastillo ins Boot geholt.

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