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Forschung und Entwicklung : „Von Anbeginn verantwortungsvolle Aufgaben“

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Bild: Knauer Wissenschaftliche Geräte

Alexandra Knauer, Inhaberin der Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH, im Gespräch über den Berufseinstieg bei einem mittelständischen Unternehmen.

          Frau Knauer, warum sollte sich ein Hochschulabsolvent für ein mittelständisches Familienunternehmen mit 127 Beschäftigten entscheiden statt für die Karriere in einem Großkonzern?

          Weil wir als Mittelständler ebenso im Bereich der Forschung und Entwicklung gefordert sind wie ein Konzern. Dafür sind bei uns die Entscheidungswege gerade im Bereich Forschung und Entwicklung kürzer. Und der Absolvent erhält bei uns gleich von Anbeginn verantwortungsvolle Aufgaben.

          Welche Qualifikationen und Zusatzqualifikation braucht ein Berufseinsteiger in Ihrem Unternehmen?

          Zunächst einmal will ich erfahren, ob derjenige, der bei uns anfangen will, auch für das Unternehmen brennt. Da unsere Labormessgeräte in den verschiedensten Branchen Anwendung finden, sind Elektronikstudenten ebenso wie Lebensmitteltechnologen gefragt. Wir müssen unsere Geräte sehr oft auf spezielle Kundenwünsche modifizieren, daher müssen wir die Projekte interdisziplinär, mit verschiedenen Fachrichtungen, in gemischten Teams mit Berufseinsteigern und erfahrenen Ingenieuren ausrichten. Nicht selten werden auch die Facharbeiter wie Mechatroniker miteinbezogen, hier kommt es darauf an, dass sich der Ingenieur auch in das Denken eines Facharbeiters hineinversetzen kann. Schlussendlich: Wir liefern in 60 Länder der Welt, da ist Englisch eine unabdingbare Zusatzqualifikation.

          Wie ist die interne Vernetzung organisiert?

          Bei uns gibt es neben den üblichen Teamsitzungen jeden Montag ein sogenanntes Mehrwertfrühstück, wo wir alle Mitarbeiter unseres Unternehmens abteilungsübergreifend zusammenbringen. Damit haben wir die Garantie, dass jeder unserer Mitarbeiter darüber informiert ist, welche Projekte und Geräte wir gerade entwickeln.

          Das Interview führte Torsten Holler.

           

          Quelle: F.A.Z.

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