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Berufseinstieg bei Heraeus : „Seht kritische Fragen eurer Dozenten als Herausforderung“

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Alexander Schmidt hat sein Studium 2012 an der University of Applied Science in Frankfurt am Main abgeschlossen. Bild: Heraeus Holding

Alexander Schmidt, 28, ist Head of Technical Customer Support bei Heraeus. Er hat Bioverfahrenstechnik studiert.

          Herr Schmidt, welchen Berufseinstieg haben Sie gewählt und warum?

          Nach meinem Praktikum und der Abschlussarbeit im Bereich Probenahme habe ich mich direkt im Bereich Edelmetallrecycling beworben. Hier hatte ich schon in der Praktikumszeit sehr viele Kenntnisse gewinnen können.

          Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig? Wie ist das Bewerbungsgespräch abgelaufen?

          In meinem Bewerbungsgespräch waren meine Chemiekenntnisse und mein Wissen über mechanische und thermische Verfahrenstechnik gefragt. Natürlich spielten auch meine Leistungen im Praktikum und in der Abschlussarbeit eine Rolle. Mein Arbeitgeber hat außerdem auf meine sozialen Fähigkeiten geachtet, da eine gute Teamarbeit in diesem Bereich sehr wichtig ist.

          Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

          An einem normalen Arbeitstag arbeite ich zwischen siebeneinhalb und neun Stunden. Typischerweise beantworte ich viele technische Fragen von Kunden- und Vertriebsseite – alles per E-Mail. Sofern Kundenmuster ankommen, begutachte ich diese und stimme die Verarbeitung mit meinen Kollegen aus der Produktion ab. Natürlich nehme ich auch regelmäßig an Besprechungen zur Verbesserung von Prozessen oder an Projektbesprechungen mit Kollegen teil.

          Was sind Ihre Hauptaufgaben?

          Ich betreue Kunden, die in Reststoffen und Metallschrott enthaltene Edelmetalle zurückgewinnen möchten, das ist das sogenannte Edelmetallrecycling. Ich prüfe die Anfragen der Kunden technisch, entwickle den Aufarbeitungsprozess und errechne den Preis für die Aufarbeitung. Weiter betreue ich unsere Kunden bei technischen Fragen auch vor Ort und überwache externe Probenahmen. Außerdem soll ich Prozesse in meinem Bereich weiterentwickeln und stetig verbessern.

          Was würden Sie Studierenden der Ingenieurwissenschaften für ihre Karriere raten?

          Nutzt alle Möglichkeiten, euch über die Grenzen eures Studiums hinaus weiterzubilden. Das hilft ungemein. Seht kritische Fragen eurer Dozenten als Herausforderung. Die gleichen Fragen werden später auch von Kunden oder Vorgesetzten gestellt, und dann habt ihr schon die Erfahrung, damit umzugehen.

          Quelle: F.A.Z.

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