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Karriere als Ingenieur : Die Visionäre: Arbeiten am Auto der Zukunft

Hagen Bröhl, 29, arbeitet daran, das Autofahren noch sparsamer und komfortabler zu machen. Bild: Privat

Viele junge Studenten träumen von einer Karriere als Ingenieur. Der HOCHSCHULANZEIGER stellt junge Berufseinsteiger vor, die an Zukunftsprojekten mitwirken. Hagen Bröhl, 29, arbeitet daran, das Autofahren noch sparsamer und komfortabler zu machen.

          Ich wollte schon immer Ingenieur werden, weil …

          … ich gern mit anderen Personen technische Probleme löse, damit andere Menschen begeistere und die Zukunft ein Stückchen besser mache.

          Meinen Karriereeinstieg bei Salt and Pepper als Technologie-Consultant habe ich gewählt, weil …

          … mir das Projekt gefiel und ich ein sehr gutes Gefühl bei den Gesprächen hatte.

          Karriere bei Getrag: Kühlsystem für ein neues Automatikgetriebe

           

          Heute arbeite ich an …

          … einem Kühlsystem für ein neues Automatikgetriebe. Konkret arbeite ich an einem optimalen Design bezüglich der Kosten, Herstellbarkeit und Wärmeleitung. Dazu gehört es auch, Simulationen zu koordinieren und Bauteiltests durchzuführen. Mit unserem Kunden, einem Fahrzeughersteller, bespreche ich regelmäßig die Anforderungen an unser System und alle Schnittstellen zum Fahrzeug. In ständigen Terminen mit internationalen Lieferanten versuchen wir, unsere Bauteile stetig zu verbessern. Auf Versuchsfahrten verifiziere ich unser Kühlsystem, um es mit den Kundenanforderungen abzugleichen.

          Mit diesem Projekt trage ich dazu bei, dass …

          … wir in Zukunft noch sparsamer und komfortabler mit dem Auto unterwegs sind und das Ziel, dass Autos pro gefahrenem Kilometer maximal 95 Gramm Kohlendioxid ausstoßen, bis 2020 erreichen können. Unser aktuell entwickeltes Getriebe wird ein wichtiger Baustein für das „Fahrerlose Fahren“ sein. Durch das geringe Gewicht, die kleine Baugröße und die hohe Effizienz zu einem niedrigen Preis werden wir in allen Nationen mit wachsendem Automobilmarkt einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

          Karriere als Ingenieur: Praktische Erfahrungen wichtig

           

          Bei meinen Bewerbungen habe ich gemerkt, dass …

          … vor allem praktische Erfahrungen und ein gutes technisches Allgemeinwissen wichtig sind. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt sind die Erfahrungen, die man neben dem Hochschulalltag macht. Hierzu zählt zum Beispiel persönliches Engagement im Verein Deutscher Ingenieure, der Formula Student, aber auch in nicht fachlichen Projekten.

          Die Herausforderung meiner Arbeit ist für mich…

          ... die richtige Priorisierung der anstehenden Aufgaben. Durch den Kontakt zu den vielen Schnittstellen ergeben sich täglich neue Aufgaben, welche ich einschätzen und entweder lösen, delegieren oder wieder verwerfen muss. Zudem ist die Kommunikation mit internationalen Partnern manchmal fordernd, da je nach Kultur ein anderes Verständnis von Verbindlichkeit herrscht.

          Arbeiten als Ingenieur: Nicht zu sehr auf Studiendauer schauen

           

          Studenten, die Ingenieur werden wollen, empfehle ich, …

          … nicht so sehr auf die Studiendauer zu schauen, wenn die Zeit in fachliche Praktika, Engagement in der Formula Student oder Auslandsaufenthalte investiert wird. Mindestens sehr gute Englischkenntnisse sind heute die Grundvoraussetzungen in der Projektarbeit.

          Wenn ich könnte, würde ich …

          … ein CO2-neutrales und regeneratives Kraftstoffkonzept entwickeln, um allen zukünftigen Generationen unbegrenzte Mobilität mit leistungsstarken Fahrzeugen zu ermöglich.

          Hagen Bröhl

          Hagen Bröhl, 29, Thermo & Cooling Engineer bei Salt and Pepper (in Arbeitnehmerüberlassung bei Getrag)

          Studium: Maschinenbau, Universität Rostock

          Abschluss: Diplom-Ingenieur, 2013

          Quelle: F.A.Z.

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