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Karriere als Ingenieur : Die Visionäre: Bessere Röntgensysteme

Karriere als Ingenieur: Christoph Materne, 32, Requirements-Ingenieur bei Philips Healthcare Bild: privat

Viele junge Studenten träumen von einer Karriere als Ingenieur. Der HOCHSCHULANZEIGER stellt junge Berufseinsteiger vor, die an Zukunftsprojekten mitwirken. Christoph Materne, 32, arbeitet als Ingenieur bei Philipps an besseren Röntgensystemen.

          Ich wollte schon immer Ingenieur werden, weil …

          … es mich schon immer begeistert hat, wenn sich Maschinen von selbst bewegen und eigenständig Aufgaben erledigen. Ich bin von diesem Beruf begeistert, seitdem ich die ersten Lego-Zahnräder aufeinandergesteckt habe. Ich bin auch immer gern mit dem Schraubenzieher auf Entdeckungsreise gegangen, um herauszufinden, was den Wecker zum Ticken bringt, auch wenn anschließend meist ein paar Schrauben übrig blieben.

          Meinen Karriereeinstieg bei Philips Healthcare als Requirements-Ingenieur habe ich gewählt, weil 

          … mir dort ermöglicht wird, die Lebensweise der Menschen zu verbessern und an Dienstleistungen und technischen Lösungen zu arbeiten, um gesünder zu leben, das persönliche Wohlbefinden zu steigern, Gesundheitsvorsorge zu betreiben und Krankheiten zu diagnostizieren. Die Bedeutung der Medizintechnik für unsere Gesellschaft wurde mir schon vor meinem Studium während meines Zivildienstes als Rettungssanitäter bewusst. Das hat mir gezeigt, wie sehr der Mensch bereits auf technische Lösungen und deren Zuverlässigkeit angewiesen ist.

           

          Karriere als Ingenieur: Röntgensysteme der neusten Generation

           

          Heute arbeite ich an …

          … der Spezifikation digitaler Radiographiesysteme der neusten Generation. Im Fokus stehen dabei mobile und stationäre Röntgensysteme, wie sie auf Intensivstationen und in Notaufnahmen zum Einsatz kommen. Dabei geht es vor allem um das Management und die Definition neuer Anforderungen an diese komplexen Systeme. 

          Mit diesem Projekt trage ich dazu bei, dass …

          … sich das medizinische Fachpersonal bei Röntgenuntersuchungen bestmöglich auf den Patienten konzentrieren kann und durch geschickte Automation und intuitive Benutzbarkeit der Systeme in der täglichen Arbeit entlastet wird. Aufgrund des hohen Arbeits- und Zeitdrucks in vielen radiologischen Abteilungen stellt das medizinische Fachpersonal stets wachsende Ansprüche an die Qualität der diagnostisch relevanten Bilder, aber auch an die Arbeitseffizienz, die Zuverlässigkeit und die Benutzerfreundlichkeit der Systeme. Darüber hinaus kann das fordernde Arbeitsumfeld in einer Klinik zu erheblichen körperlichen Belastungen und zu psychischem Stress für den Anwender eines Röntgensystems führen. Hier geht es darum, dass sich die Systeme den Arbeitsabläufen optimal anpassen oder sogar neue, effizientere und schonendere Arbeitsweisen ermöglichen.

          Arbeiten als Ingenieur: Auch der Charakter zählt

           

          Bei meinen Bewerbungen habe ich gemerkt, dass …

          … es neben den fachlichen Kompetenzen auch stark auf die Soft Skills und die charakterliche Eignung ankommt. Ich beobachte immer wieder, dass in meinem Umfeld vor allem interdisziplinäres Denken und ausgeprägte Sozialkompetenzen gefragt sind. Es geht jedoch nicht nur um den Besuch eines Präsentationsseminars. Wenn, wie in unserer Branche, unterschiedlichste Fachdisziplinen aufeinandertreffen und unter hohem Zeitdruck an komplexen Projekten arbeiten, sind zwischenmenschliche Kompetenzen sehr wichtig.

          Die Herausforderung meiner Arbeit ist für mich …

          … die Bürokratie eines großen Unternehmens. Trotz hohen Innovationscharakters und der interdisziplinären Arbeit ist es natürlich immer notwendig, prozess- und auditkonform zu bleiben. All die regulatorischen Aspekte in einer Branche wie der Medizintechnik bringen im Alltag leider hin und wieder eine Dokumentenflut mit sich, die erst einmal gemeistert werden will. Ich musste lernen, wie man sich dabei Kreativität und einen gesunden Pragmatismus bewahrt.

          Studenten, die Ingenieur werden wollen, empfehle ich, …

          … sich an der Hochschule nicht nur auf Theorie zu versteifen, sondern früh praktische Erfahrungen zu sammeln und das persönliche Netzwerk für den späteren Berufseinstieg zu pflegen. Wer sich von den Mitbewerbern absetzen will, sollte auch in das ein oder andere Soft-Skill-Seminar investieren und hin und wieder über den Tellerrand schauen. Möglichkeiten dazu gibt es an den Universitäten genug, zum Beispiel über eine Hochschulgruppe des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

          Wenn ich könnte, dann …

          … würde ich ein Implantat entwickeln, das für jeden Menschen eine individuelle und ganzheitliche Gesundheitsüberwachung realisiert und Alarm schlägt, bevor dauerhafte Schäden und Volkskrankheiten wie zum Beispiel Arteriosklerose oder Diabetes in Erscheinung treten.

          Christoph Materne

          Christoph Materne, 32, Requirements-Ingenieur bei Philips Healthcare

          Studium: Mediziningenieurwesen, Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH); Master of Business Administration, Northern Institute of Technology Management (NIT)

          Abschluss: Dipl.-Ing. Mediziningenieurwesen; Master of Business Administration in Technology Management

          Quelle: F.A.Z.

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