http://www.faz.net/-i7g-874wi

Karriere als Ingenieur : Die Visionäre: Karriere als Ingenieur bei Daimler

Bernhard Bitzer, 30, Entwicklungsingenieur im Bereich Charakterisierung Hochvolt-Batteriesysteme, Daimler AG Bild: privat

Viele junge Studenten träumen von einer Karriere als Ingenieur. Der HOCHSCHULANZEIGER stellt junge Berufseinsteiger vor, die an Zukunftsprojekten mitwirken. Bernhard Bitzer, 30, Entwicklungsingenieur bei der Daimler AG, arbeitet daran, dass zukünftig Elektroautos um Stadtbild gehören.

          Ich wollte schon immer Ingenieur werden, weil …

          … für mich nie etwas anderes in Frage kam! Bereits als kleines Kind bekam ich meinen ersten Experimentierkasten, mit dem ich viel Spaß hatte und alles Mögliche ausprobierte. Nachdem mich ein sehr engagierter Lehrer auf „Jugend forscht“ aufmerksam gemacht hatte, beschäftigte ich mich dort mit nachhaltiger Mobilität. Damit war schon zu Schulzeiten klar: Ich werde eine Ingenieurwissenschaft studieren.

          Meinen Karriereeinstieg bei der Daimler AG als Doktorand habe ich gewählt, weil …

          … ich in technologische Fragestellungen komplett eintauchen will. Besonders spannend finde ich die inhaltliche Vielfalt der Lithium-Ionen-Batterien im Bereich Elektromobilität: Von den elektrochemischen Vorgängen innerhalb der einzelnen Batteriezellen bis zur Auslegung und Konstruktion von kompletten Antriebsträngen für Elektro- und Hybridfahrzeuge sind alle Teile des Systems wichtig für meine Arbeit.

           

          Karriere als Ingenieur bei Daimler: Batterien für Elektrofahrzeuge

           

          Heute arbeite ich an …

          ... einem Verfahren, dass sich mit dem Laden von Batterien bei niedrigen Temperaturen beschäftigt. Das macht Spaß und Sinn: Elektrofahrzeuge werden schließlich nicht von Schönwetterfahrern gekauft, sondern sollen im Alltag überzeugen.

          Mit diesem Projekt trage ich dazu bei, dass ...

          …  Elektrofahrzeuge eines Tages der Platzhirsch auf den Straßen weltweit sind.

           

          Arbeiten als Ingenieur bei Daimler: Freude an der Arbeit im Team

           

          Bei meinen Bewerbungen habe ich gemerkt, dass …

          … fachliche Kompetenz und ein ausgeprägter Sinn für Technik zwar die Eintrittskarte für einen Ingenieur sind. Aber Tatsache ist: Die besten Ideen entstehen im Gespräch mit Kollegen, gern auch mal beim Kaffee. Jemand, der bei Daimler einsteigen will, sollte also unbedingt Freude an der Arbeit im Team und Offenheit für zielorientierte Diskussionen mitbringen.

          Die Herausforderung meiner Arbeit ist für mich, …

          … täglich „das Beste“ für jede technische Herausforderung zu erreichen. Beim Erfinder des Automobils zu arbeiten ist Ansporn und Herausforderung zugleich.

           

          Tipp für Ingenieursstudenten: Im Studium viel ausprobieren

           

          Studenten, die Ingenieur werden wollen, empfehle ich, …

          … schon während des Studiums viel auszuprobieren. Vom Praktikum bis hin zum Einsatz bei der Formula Student lohnt es sich, Erfahrungen zu sammeln. Das rate ich jedem, der die Automobilindustrie spannend findet.

          Wenn ich könnte, dann …

          … würde ich eine Batterie entwickeln, die ausreichend Leistung für einen Sportwagen bietet, bei Größe und Gewicht spielend in einen Kleinwagen passt, dabei die Lebensdauer von einem soliden Dieselmotor übersteigt und im Preis fürs Fahrzeug nicht weiter ins Gewicht fällt – wir arbeiten daran!

          Bernhard Bitzer

          Bernhard Bitzer, 30, Entwicklungsingenieur im Bereich Charakterisierung Hochvolt-Batteriesysteme, Daimler AG

          Studium:               Elektrotechnik, Universität Ulm

          Abschluss:            Diplom, 2011

          Quelle: F.A.Z.

          Topmeldungen

          Mögliche Bedingungen der SPD : Der Preis des Einknickens

          Das Nein der SPD zu einer großen Koalition bröckelt. Für den Gang in ein schwarz-rotes Kabinett dürfte sie mehr als nur einen roten Teppich verlangen. Das steht auf dem Wunschzettel der SPD.
          Hat sie die richtigen Gäste und Themen? Die Moderatorin Sandra Maischberger beherrscht ihr Metier eigentlich aus dem Effeff.

          WDR-Rundfunkrat rügt Talkshows : Populistisch und zugespitzt?

          Der Rundfunkrat des WDR kritisiert die Talkshows von Sandra Maischberger und Frank Plasberg mit harten Worten. Der Sender weist die Vorwürfe zurück. An manchen könnte aber etwas dran sein. Wobei der wichtigste Punkt fehlt.