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Karriere als Ingenieur : Die Visionäre: Leukämie schneller erkennen

Dominique Bouwes, 35, ist Geschäftsführerin der iX-factory GmbH und arbeitet daran, Leukämie schneller erkennen zu können. Bild: Privat

Viele junge Studenten träumen von einer Karriere als Ingenieur. Der HOCHSCHULANZEIGER stellt junge Berufseinsteiger vor, die an Zukunftsprojekten mitwirken. Dominique Bouwes, 35, Geschäftsführerin bei der iX-factory GmbH, arbeitet daran, Leukämie zukünftig schneller erkennen zu können.

          Meinen Karriereeinstieg bei iX-factory als Geschäftsführerin habe ich gewählt, weil …

          … ich aus meiner Universitätstätigkeit heraus das Unternehmen in allen Einzelschritten aufbauen wollte. Es fing mit der technischen Einrichtung für den Reinraum an, in dem wir unsere Mikrochips entwickeln und fertigen, ging mit Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und Marketing weiter und endet bei der Akquise neuer innovativer Projekte in den Bereichen Biotechnologie, Medizin, Pharmazie, Optik oder Mikromechanik. Mein Karriereeinstieg war somit von Beginn an sehr abwechslungsreich und spannend.

          Heute arbeite ich an …

          … verschiedenen faszinierenden Projekten, denn die Mikrotechnik wird in vielen Bereichen unseres Lebens eingesetzt und erleichtert uns oft unbemerkt den Alltag. Mikrosysteme sind im Schrittzähler, im Handy, im Auto oder auch in der Medizin zu finden. Zusammen mit der Fachhochschule Hamm-Lippstadt haben wir einen Chip entwickelt, der Leukämie schon innerhalb von wenigen Stunden statt mehreren Tagen feststellen kann.

           

          Karriere als Ingenieur: Mit neuen Behandlungen Leben retten

           

          Mit diesem Projekt trage ich dazu bei, dass ...

          … Leukämie deutlich schneller erkannt wird. Mit der „Lab on a Chip“-Technologie reichen wenige Bluttropfen für eine schnelle Diagnose aus. Der Vorteil dieser Diagnose gegenüber zeitaufwendigen Laboranalysen liegt darin, dass umgehend mit der Behandlung der aggressiven Krebserkrankung begonnen und somit Leben gerettet werden kann.

           

          Arbeiten als Ingenieur: Strukturierter Karriereplan

           

          Bei meinen Bewerbungen habe ich gemerkt, dass …

          … praktische Erfahrung in Form von Praktika und guten Abschlussarbeiten mit interessanten Themen einen großen Vorteil bieten kann. Wichtig ist, sich zu überlegen, ob man sich lieber in einem großen Unternehmen sehr strukturiert und gezielt durch einen Karriereplan arbeiten will oder ob man sich in einem kleinen Unternehmen flexibel einbringen und unkompliziert die Entwicklung selber vorantreiben will.

          Die Herausforderung meiner Arbeit ist für mich …

          … geduldig zu sein und Schritt für Schritt vorzugehen sowie Rückschläge hinzunehmen und dennoch immer weiter an der Lösung zu arbeiten.

          Studenten, die Ingenieur werden wollen, empfehle ich …

          … neugierig zu sein und offen durch die Welt zu gehen. Sie sollten nur in Lösungen denken, nicht in Problemen. Es ist wichtig flexibel zu sein, genau wie Sherlock Holmes und Watson.

          Dominique Bouwes

          Dominique Bouwes, 35, Geschäftsführerin, iX-factory GmbH

          Studium: Mikrosystemtechnik, FH Kaiserslautern

          Abschluss: Dipl.-Ing. mit Schwerpunkt Fertigungsverfahren, 2002,; Master of Engineering mit Schwerpunkt Mikrotechnologie, 2006.

          Quelle: F.A.Z.

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