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Karriere als Ingenieur : Die Visionäre: Karriere als Ingenieur bei Rohde und Schwarz

René Wolf, 28, Softwareentwickler im Bereich Mobilfunk Messtechnik, Rohde & Schwarz Bild: Privat

Viele junge Studenten träumen von einer Karriere als Ingenieur. Der HOCHSCHULANZEIGER stellt junge Berufseinsteiger vor, die an Zukunftsprojekten mitwirken. René Wolf, 28, arbeitet daran, den Kraftverkehr in der EU sicherer zu machen.

          Ich wollte schon immer Ingenieur werden, weil …

          … ich verstehen wollte, wie Technik funktioniert. Darüber hinaus fand ich es im Bereich Elektrotechnik und angewandte Informatik spannend, dass man Technologien entwickelt, die die Gesellschaft voranbringen.

          Meinen Karriereeinstieg bei Rohde & Schwarz als Softwareentwickler habe ich gewählt, weil …

          … das Unternehmen an Technologien von morgen arbeitet und viele Geschäftsbereiche mit unterschiedlichsten Projekten hat, in denen man sich entfalten kann – von der reinen Hardwareentwicklung über Mathematik bis hin zur Softwareentwicklung. Daraus ergeben sich sehr viele Vernetzungsmöglichkeiten, so dass man immer wieder neue Dinge aus anderen Welten sieht. Diese Möglichkeit, sich ständig weiterentwickeln zu können, hat mich besonders gereizt. 

          Karriere bei Rohde und Schwarz: Notruf für Fahrzeuge

           

          Heute arbeite ich an …

          … der Entwicklung der E-Call-Technologie, die ab 2018 in allen neuen europäischen Fahrzeugen Pflicht wird. Ich entwickle einen Simulator für die Notrufzentrale, mit dem man die Geräte, die in die Autos verbaut werden, auf ihre Funktionsweise, Qualität und Schnelligkeit testet. Eine sichere und einwandfrei funktionierende Lösung ist gerade bei diesem System überlebenswichtig. Ich designe die Softwarearchitektur für die Testlösung und gebe damit vor, in welche Richtung sich die Software für ihre optimale Funktionsweise hin entwickeln muss. Das Herausfordernde dabei: Solch ein System muss überall in der EU gleichermaßen zuverlässig funktionieren. Die Mobilfunktechnologie hat sich in der EU jedoch in den vergangenen 20 bis 25 Jahren unterschiedlich entwickelt. Dementsprechend sind viele Partner aus anderen Ländern beteiligt. Spannend finde ich darüber hinaus, dass ich mit den unterschiedlichsten Abteilungen zusammenarbeite: Handy-Messtechnik, Audiosignalverarbeitung oder Positionierungssysteme (GPS). Dieses Projekt begleite ich bereits seit meinem Einstieg bei Rohde & Schwarz, wir arbeiten an dieser Technologie bereits seit einigen Jahren.

          Mit diesem Projekt trage ich dazu bei, dass …

          … der Kraftverkehr in der EU immer sicherer wird. Die EU schätzt, dass mit der E-Call-Technologie die Zahl der Verkehrstoten um 5 Prozent reduziert werden kann. Es ist ein gutes Gefühl, eine Technologie zu entwickeln, die Leben retten kann.

          Karriere als Ingenieur: Soft Skills werden wichtiger

           

          Bei meinen Bewerbungen habe ich gemerkt, dass …

          … neben der Fachkompetenz auch Soft Skills immer wichtiger werden. Rohde & Schwarz achtet beispielsweise bei Bewerbern auf ein breites Allgemeinwissen, die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln, Neugier, eine schnelle Auffassungsgabe und eine gute Kommunikationsfähigkeit.

          Die Herausforderung meiner Arbeit ist für mich …

          … die Informationsbeschaffung, wie Recherche oder Besprechungen mit anderen Entwicklern und die Lösungsfindung. Während des Studiums erfährt man nicht, dass dieser Teil der Arbeit mindestens die Hälfte der Zeit in Anspruch nimmt. Im Mobilfunkbereich sind die Technologien mittlerweile so komplex, dass das ein Mensch allein nicht mehr verstehen kann. Dieses Detailwissen steht jedoch nicht auf Papier, sondern liegt bei den unterschiedlichen Experten. Mit diesen spreche ich also, um meiner individuellen Problemlösung näher zu kommen. Natürlich gehört es auch für mich dazu, erworbenes Wissen zu teilen.

          Arbeiten als Ingenieur: Gutes Englisch obligatorisch

           

          Studenten, die Ingenieur werden wollen, empfehle ich …

          … proaktiv zu sein und über das Studium hinaus an ihren Kenntnissen im Bereich Softwareentwicklung aktiv und kontinuierlich zu arbeiten – sei es über Projekte, Werkstudententätigkeit oder Ähnliches. Darüber hinaus ist ein sehr gutes technisches Englisch neben den genannten Soft Skills und Fachkompetenzen Grundvoraussetzung.

          Wenn ich könnte, dann …

          ... würde ich gern ein sicheres Handy entwickeln, dass einfach für jeden zu bedienen ist und über das die Nutzer immer die volle Kontrolle haben.

          René Wolf

          René Wolf, 28, Softwareentwickler im Bereich Mobilfunk Messtechnik, Rohde & Schwarz

          Studium: Computer Science, Hochschule für angewandte Wissenschaften München

          Abschluss: Diplom in Elektrotechnik und Informationstechnologie, 2009

          Quelle: F.A.Z.

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