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Als Trainee im Ausland : Auf in die Welt

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Der Maschinenbauer Thomas Kec durchläuft derzeit das internationaleTraineeprogramm bei Roche Diagnostics. Bild: Roche Diagnostics

Internationale Traineeships werden für Ingenieure immer interessanter. Im Rahmen solcher Programme bekommen sie einen fundierten Unternehmenseinblick und können sich in verschiedenen Aufgaben ausprobieren.

          Fünf Monate Praktikum in Nigeria, ein Semester an der Universität von Istanbul, sechs Monate Australien, ein weiteres Praktikum in den USA und schließlich die Masterarbeit in Tschechien: Bereits während des Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens zog es Johannes Laskawy (29) oft ins Ausland. Kein Wunder, dass er sich nach dem Master of Engineering für ein internationales Traineeprogramm entschied: „Ich interessiere mich einfach für unterschiedliche Kulturen und Arbeitsweisen“ erklärt Laskawy. Dass er sich für das Programm der Getriebebau Nord GmbH & Co. KG, einem Unternehmen der Nord Drivesystems Gruppe, entschied, hat viele Gründe: „Zum einen wollte ich gern im internationalen Vertrieb oder Projektmanagement arbeiten. Zum anderen schien mir ein mittelgroßes Unternehmen weniger anonym. Und mit Tochterfirmen in 36 Ländern ist die Chance auf eine internationale Tätigkeit hoch. Nicht zuletzt hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl, im Unternehmen schien ein nettes Miteinander zu herrschen.“

          Trainee im Vertrieb

          Mit 18 Monaten ist sein Traineeprogramm als Vertriebsingenieur eher kurz ausgelegt, aber mit viel Praxisbezug: Nachdem er von der Produktion bis zum Verkauf zahlreiche Abteilungen durchlaufen hat, ist er nun „mit einem eigenen Vertriebsprojekt beschäftigt, das fast alle Abteilungen umfasst“. Kurz vor Ende des Traineeprogramms steht nun sein Aufenthalt im chinesischen Suzhou nahe Schanghai bevor. „Das Ziel habe ich in Absprache mit den Vorgesetzten ausgesucht. Ich hatte großes Interesse, Asien kennenzulernen, und China ist noch immer ein wichtiger Markt mit großem Potential.“

          Auch Eric Brehm (30) konnte vor dem Eintritt bei dem Spezialglashersteller Schott Erfahrungen im Ausland sammeln: Er ging während des Studiums ein halbes Jahr nach Indonesien, wo er für den japanischen Maschinenhersteller Komatsu tätig war, später für ein Erasmussemester nach Warschau. Nach dem Master in Maschinenbau absolvierte Brehm das 18-monatige „International Graduate Program“ im Bereich Process-Engineering der Schott AG in Müllheim nahe Freiburg, einer Produktionsstätte für Glasfläschchen als Primärverpackungen für die Pharmabranche. Nach dem Ende des Traineeprogramms 2016 war er als Process-Engineer tätig. Seit Anfang des Jahres ist er als Manager Quality-Control beschäftigt. Die Entscheidung für ein internationales Traineeprogramm war für ihn die richtige Wahl: „Durch die Jobrotation bekommt man ein sehr breites Bild von der Firma. Ich war beispielsweise mit den Maschineneinrichtern in der Produktion unterwegs, war im Reinraum tätig. Gleichzeitig konnte ich verantwortungsvolle Aufgaben bearbeiten.“

          Während des dreimonatigen Aufenthalts in Lebanon in den USA widmete sich Brehm zudem einem internationalen Standardisierungsprojekt. „Dass ich ausgerechnet in Pennsylvania gelandet bin, hat mit der engen Zusammenarbeit mit dem Werk in Lebanon zu tun. Die Aufgaben und Maschinen sind sich recht ähnlich, da gibt es auch im Tagesgeschäft viel Austausch mit diesem Standort.“ Aber auch jenseits der technischen Fragen profitierte Brehm: „Vom sprichwörtlichen American Spirit kann man sich etwas abschauen: mutiger sein, mal etwas wagen, auch am Arbeitsplatz; später kann man sich immer noch entschuldigen.“

          Traineeprogramme im Trend

          Mit der Entscheidung für ein internationales Traineeprogramm liegen die beiden Ingenieure voll im Trend: „Viele Ingenieure steigen heute als Trainees ein“, erklärt Thomas Friedenberger vom Staufenbiel Institut. „Wer ein solches Programm durchlaufen hat, ist fest im Unternehmen verankert, kann sich besser mit der Unternehmenskultur identifizieren und verfügt über ein gutes Netzwerk in vielen Abteilungen.“

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