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Berufseinstieg: Goetzpartners : „Interessen und Stärken abwägen - und mutig sein“

  • Aktualisiert am

Benedikt Rickmers hat Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth studiert. Bild: Goetzpartners

Benedikt Rickmers, 35, ist bei Goetzpartners als Projektleiter im Management-Consulting tätig. Er hat Rechtswissenschaften an der Uni Bayreuth studiert.

          Herr Rickmers, welche Rolle spielt Ihr Studium für Ihre aktuelle Tätigkeit als Projektleiter im Management-Consulting?

          Das rechtswissenschaftliche Studium lehrt einen systematischen Umgang mit komplexen, oftmals unbekannten juristischen Fragestellungen. Das beinhaltet auch, am Ende eines Abwägungsprozesses Stellung zu beziehen. Diese Systematik hilft in der Managementberatung ungemein. Auch hier geht es darum, die Problemstellungen sauber zu analysieren und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Ein Vorteil ist auch die fachliche Breite der juristischen Ausbildung; es fällt leichter, sich innerhalb des komplexen Geflechtes aus Regulatorien und Rechtsverhältnissen zu bewegen.

          Wie sah Ihr Berufseinstieg aus?

          Ich habe mich bereits vor meinem Abschluss breit aufgestellt und hatte neben Praktika in einer Großkanzlei auch solche im Investmentbanking absolviert. Danach war es mein Anliegen, diesen Hintergrund in einer übergreifenden Struktur zu festigen, und ich bin in eine der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eingestiegen.

          Welche Positionen haben Sie seitdem durchlaufen?

          Ich war parallel zur Diplomierung als freier Mitarbeiter bei einer Big-Four-Gesellschaft tätig. Mit Abschluss bin ich dann als Senior Associate im Bereich strukturierte Finanzierung in die Wirtschaftsprüfung eingestiegen. Darauf folgte ein Wechsel in die Restrukturierung, im vergangenen Jahr dann der Wechsel zu Goetzpartners. Hier bin ich seit Mitte 2015 als Projektleiter tätig.

          An welchen Aufgaben arbeiten Sie aktuell?

          Derzeit leite ich die Restrukturierung zweier Konzerngesellschaften in den Emerging Markets und eine Post-Merger-Integration. Dabei verantworte ich den konkreten Projekterfolg. Das heißt, ich koordiniere die einzelnen Projektbereiche und richte diese inhaltlich auf die Mandantenbedürfnisse aus. Konkret werden dabei einzelne Projektergebnisse ausgewertet, ausgerichtet und in einem laufenden Prozess dem Management gespiegelt.

          Was würden Sie Jura-Studierenden für ihre Karriere raten?

          Interessen und Stärken sorgfältig abwägen – und mutig sein. Es empfiehlt sich, frühzeitig erste Erfahrungen auch außerhalb der klassischen juristischen Stationen zu sammeln und ein eigenes Netzwerk aufbauen. Ein guter Abschluss im Staatsexamen befähigt zu einer Vielzahl anderer attraktiver Möglichkeiten als dem Weg in die Großkanzlei oder in den Staatsdienst.

          Quelle: F.A.Z.

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