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Als Rechtsanwalt bei Görg : „Der Abschluss bedeutet keinesfalls, dass man ausgelernt hat“

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Sören Rettig hat an der Universität zu Köln Jura studiert und sein Studium 2010 abgeschlossen. Bild: privat

Sören Rettig, 32, ist Rechtsanwalt/Associate bei der Görg Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB.

          Herr Rettig, wie sind Sie beruflich eingestiegen?

          Während des Referendariats habe ich bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter in ähnlichen Kanzleien Erfahrungen gesammelt. Dabei habe ich das Arbeitsumfeld immer als sehr herausfordernd, die Atmosphäre aber immer auch als angenehm wahrgenommen. Gerade der Stellenwert, den die teaminterne und -übergreifende Zusammenarbeit einnimmt, hat mir gut gefallen. Der Berufseinstieg bei einer großen Wirtschaftskanzlei war daher fast schon die logische Konsequenz.

          Welche Positionen haben Sie seitdem durchlaufen?

          Zunächst habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet. So konnte ich vor meinem endgültigen Berufseinstieg noch im Ausland studieren. Nach der Rückkehr habe ich dann in dem schon bekannten Team als angestellter Rechtsanwalt angefangen.

          Gibt es etwas, was Sie an Ihrer Tätigkeit überrascht hat?

          Überrascht hat mich kaum etwas. Ich hatte mir ja frühzeitig das Innenleben von Wirtschaftskanzleien angeschaut und wusste daher ziemlich gut, was auf mich zukommen würde. Das Arbeitsklima, das Team und die Arbeitsabläufe bei Görg kannte ich ebenfalls schon. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass der Abschluss keinesfalls bedeutet, dass man ausgelernt hat. Insofern würde ich es als positive Überraschung bezeichnen, wie viel man aus einzelnen Fällen noch lernen kann, auch wenn man glaubt, sich auf bekanntem Terrain zu bewegen.

          Welche Rolle spielt Ihr Studium für Sie als Anwalt?

          Das Studium hat einen großen Einfluss auf die tägliche Arbeit, wenn auch häufig nicht unmittelbar greifbar. Dass man tatsächlich mit rechtlichen schon aus der Uni bekannten Problemen konfrontiert wird, ist selten. Wichtiger ist das viel zitierte „juristische Handwerkszeug“. Das heißt die Fähigkeit, eine problembewusste und lösungsorientierte Herangehensweise zu erarbeiten und bewusst zwischen der abstrakten rechtlichen und der konkreten fallbezogenen Ebene wechseln zu können.

          Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus?

          Natürlich schwingt die Frage, ob es irgendwann vielleicht zum Aufstieg in die Partnerschaft reicht, immer mit, wenn man in einer Großkanzlei arbeitet. Das näherliegende Ziel ist allerdings, die nächste Karrierestufe zu erreichen und zum assoziierten Partner ernannt zu werden. Dann lässt sich seriöser beurteilen, in welche Richtung es einmal gehen soll.

          Quelle: F.A.Z

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