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Einstieg als Projekjurist : „Die große Chance liegt in der Vielseitigkeit“

  • Aktualisiert am

Bild: Hays

Dennis Groetzner, Abteilungsleiter Legal Temp bei Hays, spricht über den Markt der Projektjuristen.

          Herr Groetzner, welche Zukunftschancen sehen Sie für Projektjuristen?

          In Kanzleien besteht der Bedarf bereits seit einigen Jahren. Projektjuristen werden dort selbstverständlicher eingesetzt. Aber auch Unternehmen müssen zunehmend flexibler reagieren, weil sich die Art der Arbeit ändert und vermehrt Projekte abgearbeitet werden. Außerdem nehmen die Mitarbeiter häufiger Elternzeit oder Sabbaticals und müssen vertreten werden.

          Zeitarbeit und Jurastudium: Wie passt das zusammen?

          Der Begriff ist in Deutschland leider negativ behaftet. Blickt man auf andere Sektoren, wie den IT-Bereich, dann ist es dort schon lange üblich, hochspezialisierte und gut ausgebildete Fachleute projektweise zu beauftragen.

          Wie sind die Konditionen in dem Bereich?

          Je nach Qualifikation und Berufserfahrung reicht die Gehaltsspanne von 40.000 Euro bis zu einem sechsstelligen Betrag pro Jahr. Die Projektjuristen sind über uns angestellt und werden je nach Qualifikation und Interesse in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt. Das bedeutet für sie normale Arbeitnehmerkonditionen wie Urlaubs- und Krankengeld. Eine 40-Stunden-Woche gehört zum Standard.

          Wie verläuft die Jobsuche – von der Bewerbung bis zum Einstieg?

          Die Kandidaten und Kunden sprechen uns als Personaldienstleister an. Die Bewerbungsgespräche führen wir, da wir wissen, wen unsere Kunden suchen. Dabei treffen wir eine Vorauswahl nach bestimmten Kriterien. Tritt ein Kunde an uns heran, sind die Fristen meist sehr kurz. Von der Anfrage bis zum Arbeitsbeginn vergehen oft nur zwei Wochen.

          Muss man jeden Job annehmen, der angeboten wird?

          Nein, Kandidaten bewerben sich um die Jobs, die ihnen zusagen. Die große Chance in dem Berufsfeld liegt gerade in der Vielseitigkeit der Stellen. Daher ist es interessant für Juristen, die unterschiedliche Erfahrungen suchen und in andere Branchen schnuppern möchten.

          Das Interview führte Désirée Balthasar. 

          Quelle: F.A.Z

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