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Berufseinstieg Notarin : „Die Tätigkeit des Notars ist abwechslungsreich“

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Lisa Sönnichsen hat Jura mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung und fachspezifischer Fremdsprachenausbildung an der Universität Bayreuth studiert. 2014 legte sie das Steuerberaterexamen ab. Bild: Hamburgische Notarkammer

Lisa Sönnichsen, 34, ist Notarassessorin und Geschäftsführerin der Hamburgischen Notarkammer.

          Frau Sönnichsen, wie sind Sie beruflich eingestiegen?

          Ich habe nach meinem zweiten Staatsexamen angefangen, als Anwältin in einer amerikanischen Großkanzlei zu arbeiten und war dort vier Jahre tätig. Ich habe diesen Job als Berufseinstieg gewählt, weil ich schon während des Studiums und des Referendariats in Großkanzleien gearbeitet habe und mir die Arbeit viel Spaß gebracht hat. Reizvoll fand ich die Vielseitigkeit der Arbeit, die Möglichkeit, in großen, häufig auch internationalen Teams zu arbeiten und die Chance, an bedeutenden Transaktionen mitzuwirken. Über einen direkten Einstieg ins Notariat habe ich mir damals keine Gedanken gemacht. Erst während der Berufstätigkeit als Anwältin habe ich eine Vorstellung davon bekommen, was für ein toller Beruf der des Notars ist.

          Welche Positionen haben Sie im Notariat seitdem durchlaufen?

          Seit meiner Ernennung zur Notarassessorin im Oktober 2014 habe ich die ersten fünfzehn Monate des Anwärterdienstes in verschiedenen Hamburger Notariaten verbracht. Seit Anfang dieses Jahres bin ich Geschäftsführerin der Hamburgischen Notarkammer.

          Gibt es etwas, dass Sie an Ihrer Tätigkeit überrascht hat?

          Ohne Berührungspunkte mit dem Notariat bin ich früher davon ausgegangen, dass der Beruf des Notars zwar juristisch anspruchsvoll, aber gleichzeitig fürchterlich monoton und trocken sei. Erst als ich als Anwältin bei großen Unternehmenstransaktionen die Gelegenheit hatte, mit Notaren zusammenzuarbeiten, habe ich erkannt, wie abwechslungsreich und spannend die Tätigkeit ist.

          Welche Rolle spielt Ihr Studium für Sie als Notarassessorin?

          Die Studieninhalte sind weiterhin von großer Bedeutung für meinen Arbeitsalltag, da gerade die im Studium vermittelten Kenntnisse des Zivilrechts das Rüstzeug für die Gestaltung notarieller Verträge bieten. Das Wissen aus dem Studium, wie beispielsweise Schuldrecht, Familien- und Erbrecht oder Handels- und Gesellschaftsrecht, bildet also die Basis. Natürlich besteht aber auch während des Anwärterdienstes und später ausreichend Zeit, sich in die notarspezifischen Themen einzuarbeiten und fortzubilden.

          Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus?

          Als Notarassessorin ist das berufliche Ziel klar: Ich möchte möglichst bald Notarin werden.

          Quelle: F.A.Z.

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