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Redakteurin im Verlag : „Es würde mich reizen, eigene Beiträge zu publizieren“

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Katharina Joachim hat Jura an der Universität Konstanz mit dem Schwerpunkt rechtliche Grundlagen internationaler Wirtschaftstätigkeit mit Vertiefungsmodul Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht studiert. Bild: privat

Katharina Joachim, 33, arbeitet als Fachredakteurin der Zeitschriftenredaktionen MMR und ZD im juristischen Verlag C.H.Beck.

          Frau Joachim, wie sind Sie beruflich eingestiegen?

          Nach dem Referendariat habe ich in einer Kanzlei angefangen. Parallel dazu konnte ich einen Fachanwaltskurs im gewerblichen Rechtsschutz besuchen und Vorlesungen für Wirtschaftsjuristen und Hochschulstudenten im Bereich Wettbewerbs-/Multimediarecht halten. Einen Wechsel in die Verlagsbranche habe ich mir von Anfang an gut vorstellen können. Als sich dann tatsächlich die Gelegenheit bot, habe ich sie beim Schopf gepackt und mich auf eine ausgeschriebene Volontariatsstelle im Zeitschriftenbereich des Verlags beworben.

          Welche Positionen haben Sie seitdem durchlaufen?

          Nach acht Monaten Volontariat in der Zeitschriftenredaktion bin ich schrittweise in das Lektorat Wirtschaftsrecht gewechselt. Nach insgesamt zehn Monaten konnte ich eine befristete Stelle als Lektorin und, daran anschließend, eine frei gewordene Stelle als Fachredakteurin in der Zeitschriftenredaktion übernehmen.

          Gibt es etwas, was Sie an Ihrer Tätigkeit überrascht hat?

          Außenstehenden fehlt der Einblick in den Entstehungsprozess einer Zeitschrift oder eines Buchs. Insbesondere nach dem Wechsel aus der schnelllebigen Zeitschriftenredaktion ins Buchlektorat war es für mich überraschend, wie oft monate- oder sogar teilweise jahrelang an einem Printwerk gearbeitet wird. Das geht von der Themenfindung und der Gründung eines Autorenteams bis hin zum Satzbeginn und der entsprechenden Bewerbung. Spannend bleibt für mich auch die Entwicklung der Online-Angebote im multimedialen Bereich.

          Welche Rolle spielt Ihr Studium für Sie als Redakteurin?

          Neben dem allgemeinen juristischen Grundwissen, das für die inhaltliche und redaktionelle Bearbeitung der Werke unbedingt erforderlich ist, muss sich eine Redakteurin auch in ihrem jeweiligen Spezialgebiet auskennen. Nur so kann man die thematische Ausrichtung der Beiträge und der zu besprechenden Entscheidungen mit der Redaktion abstimmen. Gerade in der Kommunikation und der Themenabsprache mit den Autoren ist juristisches Knowhow gefragt.

          Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus?

          Ich möchte meine fachlichen Kompetenzen, besonders im Bereich des Mulitimedia und Datenschutzrechts, weiter ausbauen. Außerdem würde es mich reizen, eigene Beiträge zu publizieren. Derzeit stecke ich in den Anfängen einer Dissertation. Mit dem Abschluss dieser Arbeit eröffnen sich weitere Möglichkeiten. 

          Quelle: F.A.Z.

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