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Promotion: Hahn-Schickard : „Ein Start-up zu gründen wäre reizvoll“

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Benedikt Wigger, 25, hat an der Universität Konstanz Physik studiert und 2015 mit dem Master of Science abgeschlossen. Bild: Hahn-Schickard

Benedikt Wigger arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Mikromontage bei Hahn-Schickard in Stuttgart und leitet aktuell das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Track4Quality“.

          Herr Wigger, warum promovieren Sie?

          Spätestens seit meiner einjährigen Masterarbeit bei Carl Zeiss wusste ich, dass ich als Wissenschaftler in der Forschung tätig sein möchte. Ich verstehe die Promotion als zusätzliche Ausbildung im Anschluss an das Studium. Durch sie werde ich auf die zukünftige Arbeit als Wissenschaftler ideal vorbereitet.

          Wieso haben Sie sich für eine Promotion in der Wirtschaft entschieden?

          Dafür gibt es drei Gründe: einmal die Tatsache, dass ich eine persönliche Leidenschaft für angewandte Forschung habe und diese an der Universität nicht genügend ausleben konnte. Daneben hatte ich den Wunsch, nach vier Jahren an der Uni neue Wege zu gehen. Ein Unternehmen oder ein wissenschaftliches Institut bieten außerdem die Möglichkeit, bereits während der Promotion Berufserfahrung in einem Arbeitsfeld zu sammeln.

          Haben Sie sich etwas ganz anders vorgestellt?

          Als ich bei Hahn-Schickard begonnen habe, war mir natürlich bewusst, dass eine Arbeit in den Ingenieurwissenschaften für mich als Physiker Herausforderungen birgt. Meine Kollegen haben üblicherweise Maschinenbau oder ähnliche Fächer studiert oder sogar eine technische Ausbildung absolviert. Insofern verwenden sie Begriffe oder Methoden, die für mich oft gänzlich neu sind. Zugegebenermaßen hätte ich gedacht, diese Hürden schneller überwinden zu können.

          Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus?

          Das aktuelle Ziel ist selbstverständlich die Promotion. Im Anschluss könnte ich mir vorstellen, vorzugsweise in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen oder weiterhin in einem öffentlich geförderten Institut im Bereich F & E zu arbeiten. Langfristig will ich auf jeden Fall ein Experte auf meinem Gebiet werden. Eigene Ideen zu verfolgen und damit ein Start-up zu gründen hat auch einen Reiz.

          Was würden Sie Naturwissenschaftlern bei der Wahl einer Promotionsstelle raten?

          In meinen Augen ist es entscheidend, auf drei Fragen eine passende Antwort zu finden. Warum möchte ich promovieren, und was verspreche ich mir davon für meinen späteren Werdegang? Und am wichtigsten: Welches Thema interessiert mich, und wofür kann ich mich begeistern? 

          Quelle: F.A.Z

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