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Mathe- und Informatiker-Check : Gern gesehen im Consulting

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Bild: F.A.Z.

Drei Praktiker erklären, wie Mathematiker und Informatiker im Consulting erfolgreich sein können.

          Wer als Informatiker lieber allein vor sich hin arbeitet, findet bei uns nur eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten.

          Consulting ist ein People-Business: Es sind nicht die Produkte, sondern unsere Mitarbeiter, auf die es in erster Linie ankommt. Unser Anforderungsprofil umfasst deswegen nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch weiche Faktoren. Wenn man zum Beispiel das Management eines Unternehmens bei der Digitalisierung beraten will, muss man sich nicht nur in der IT gut auskennen. Als Consultant muss man auf Menschen zugehen, mit ihnen kommunizieren und gemeinsam Lösungen entwickeln. Informatiker, die lieber allein im stillen Kämmerlein vor sich hin arbeiten, haben bei Accenture nur eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten.

          Viele unserer Kunden sind internationale Großunternehmen, und unsere Berater arbeiten für diese Unternehmen meist in international zusammengesetzten Teams. Das heißt nicht, dass man häufig im Ausland arbeiten muss. Dennoch erwarten wir gute Englischkenntnisse, Offenheit gegenüber einer Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Ländern und eine Sensibilität für das Arbeiten in interkulturellen Teams.

          Accenture ist breit aufgestellt. Bei uns haben Informatiker nicht nur die Möglichkeit, ihr Wissen im Rahmen des sogenannten Jump-Start-Programms zu erweitern, etwa in Richtung klassischer SAP-Beratung, Java-Entwicklung, Cloud-Anwendungen oder Big Data. Wer sich für unternehmerische Dinge interessiert, ist bei Accenture Strategy oder Accenture Consulting gut aufgehoben. Die Consultants dieser Abteilung beraten ihre Kunden bei strategischen Fragen, etwa wenn es um das Wachstum von Unternehmen, um globale Betriebsmodelle oder Unternehmenstransformationen geht.

          Dagmar Zippel, Recruiting-Director DACH, Accenture

          Wer den Kontakt zum Topmanagement nicht scheut und international arbeiten will, ist bei uns richtig.

          Zu unseren Kunden zählen große deutsche und internationale Konzerne, mittelständische Unternehmen aus den verschiedensten Branchen sowie Pensionskassen und Pensionsfonds. Wer das Management dieser Unternehmen und Institutionen beraten will, muss mehr bieten als analytischen Scharfsinn, insbesondere über das Fach Mathematik hinausdenken können, gern eigenverantwortlich handeln und Kommunikationstalent mitbringen.

          Unsere Consultants sind hochqualifizierte Mathematiker, Juristen und Betriebswirte, die sich weitergehendes fachspezifisches Knowhow, etwa in der Versicherungsmathematik oder der betrieblichen Altersvorsorge, angeeignet haben. Auf Mathematiker warten vielfältige, auch interdisziplinäre Aufgaben: von der versicherungsmathematischen Gutachtenerstellung über die Beratung unserer Kunden in allen aktuariellen Fragestellungen, betriebswirtschaftliche Analysen und Prognosen bis hin zu innovativen Projektarbeiten. Wer den Kontakt zum Topmanagement nicht scheut, Kundenwünsche verstehen und umsetzen möchte und gern im internationalen Umfeld arbeitet, ist bei uns richtig.

          Wir wünschen uns Bewerber, die bereits neben ihrem Studium praktische Erfahrungen gesammelt haben – idealerweise bei einem Beratungsunternehmen oder bei einer Lebensversicherung – und Auslandserfahrung mitbringen. Wir legen großen Wert auf eine kontinuierliche persönliche und fachliche Weiterbildung und bieten unseren Mitarbeitern ein großes Portfolio an entsprechenden Möglichkeiten an. Bei Aon Hewitt gibt es die für ein Beratungsunternehmen typischen Karrierelevel. Bei entsprechender Leistung kann man bis zum Partner aufsteigen.

          Simone Glasow, Senior-HR-Business-Partner, Aon Hewitt Human Resources

          Wir schätzen es, wenn man zügig und pragmatisch an Probleme herangeht und dabei frische Ideen entwickelt.

          Rund die Hälfte unserer Berater hat einen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund. Wir wollen aber möglichst gemischt zusammengesetzte Teams. Allein schon deswegen sind wir stark an Informatikern und Mathematikern interessiert. Und bei den Informatikern kommt hinzu, dass deren Fachwissen wegen des Trends zur Digitalisierung der Wirtschaft äußerst nützlich ist.

          Wir suchen nicht nur nach Absolventen mit guten Abschlussnoten, sondern nach Persönlichkeiten, die neben ihrem Studium auch andere Erfahrungen gemacht haben – in einem Praktikum, bei einem Auslandsaufenthalt oder bei einem ehrenamtlichen Engagement. Bewerber sollten in ihren Unterlagen auch erkennen lassen, dass sie ein echtes Interesse an praktischen, wirtschaftlichen Fragen haben. Auch Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit anderen Menschen sind wichtig. Schließlich arbeitet man als Consultant tagtäglich mit anderen Menschen zusammen.

          Unsere Bewerbungsgespräche haben die Form von strukturierten Interviews. Dabei sprechen wir konkrete Fallstudien durch. Es geht stets um Fragen, mit denen wir als Consultants bei unseren Projekten konfrontiert werden. Wissenschaftliche Methoden helfen da nur zum Teil. Methodenkompetenz und analytische Fähigkeiten sind weitaus wichtiger. Wir schätzen es, wenn man zügig und pragmatisch an diese Probleme herangeht, Hypothesen bildet und frische Ideen entwickelt. Außerdem müssen wir Berater in der Praxis meist sehr schnell Lösungswege finden. Jemand, der beispielsweise Schwierigkeiten mit einem klassischen Dreisatz oder dem Überschlagsrechnen hat, kommt dabei nicht weit.

          Dr. Carsten Baumgärtner, Managing-Director und für das Recruiting zuständiger Partner, The Boston Consulting Group

          Quelle: F.A.Z

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