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Promotion am Uniklinikum : „Ich konnte meine Zeit vollständig der Promotion widmen“

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Stephan Skornitzke, 29, forscht in erster Linie zur funktionellen und quantitativen Computertomographie. Er hat Technomathematik an der TU München studiert und 2012 mit Diplom abgeschlossen. Bild: privat

Stephan Skornitzke, 29, hat seine Doktorarbeit im vergangenen Sommer abgegeben. Er arbeitet nun als akademischer Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg.

          Herr Skornitzke, warum haben Sie promoviert?

          Bei der Arbeit an meiner Diplomarbeit habe ich festgestellt, dass mir selbständiges wissenschaftliches Arbeiten sehr gefällt. Die Promotion war daher der nächste Schritt, um dieses Interesse weiterzuverfolgen.

          Wieso haben Sie sich für eine Promotion an der Uni entschieden?

          Durch persönliche Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis wusste ich, dass eine Promotion im Unternehmen oft eine Doppelbelastung bedeuten kann: die wissenschaftliche Arbeit einerseits, die regulären Aufgaben andererseits. Das wollte ich vermeiden. Da mein Hauptinteresse eindeutig der Forschung gilt, war es naheliegend, mich bei universitären und außeruniversitären Forschungsinstituten zu bewerben.

          Haben Sie sich etwas ganz anders vorgestellt?

          Ich war positiv überrascht, dass ich meine Zeit fast vollständig der Promotion widmen konnte und nicht von anderen Aufgaben abgehalten wurde. Auch das Interesse meiner Kooperationspartner, wenn ich mit einer Idee kam, war immer hoch. Ich musste aber natürlich auch lernen, damit umzugehen, dass sich die Ergebnisse nicht erzwingen lassen. Da muss man dann bereit sein, das Thema ruhenzulassen, und sich auf etwas anderes konzentrieren können.

          Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus?

          Ein konkretes Ziel, wie etwa eine Professur, habe ich aktuell nicht vor Augen. Aber durch die Promotion wurde mein Wunsch zu forschen weiter bestärkt. Jetzt bin ich zunächst einmal Postdoktorand. Einziger Wermutstropfen sind die ungewissen Zukunftsaussichten durch die befristeten Verträge.

          Was würden Sie Naturwissenschaftlern bei der Wahl einer Promotionsstelle raten?

          Zunächst sollte man sich natürlich über die eigene Motivation im Klaren sein. Wichtig ist, dass man an dem Thema persönlich interessiert ist. Wer bereits mit dem Thema vertraut ist, kann die Perspektiven besser beurteilen. Für die Praxis ist entscheidend, wie die Betreuung während der Promotion aussieht. Hier stellt sich die Frage, ob sich der Betreuungsstil des Doktorvaters mit der eigenen Arbeitsweise deckt.

          Quelle: F.A.Z

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