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Berufseinstieg bei Fraport : „Überraschungen erlebe ich jeden Tag“

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Rebecca Peckhaus hat ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim 2016 abgeschlossen. Bild: Fraport

Rebecca Peckhaus, 24, ist aktuell bei Fraport im Projektmanagement für Logistik- und IT-Projekte im Bereich der Bodenverkehrsdienste am Flughafen Frankfurt tätig.

          Frau Peckhaus, welche Rolle spielt Ihr Wirtschaftsingenieurstudium für Ihre heutige Tätigkeit?

          Während meines Studiums habe ich ein breites Wissen in den verschiedensten Bereichen erlangt – von Maschinenbau über Informatik bis hin zu Betriebswirtschaftslehre und Projektmanagement. Dabei habe ich vor allem gelernt, die verschiedenen Inhalte miteinander zu verknüpfen. Genau darauf kommt es in meinem Berufsalltag an.

          Welchen Berufseinstieg haben Sie gewählt und warum?

          Durch mein duales Studium hatte ich die Möglichkeit, nach dem Abschluss direkt bei Fraport übernommen zu werden. Dieses Angebot habe ich dankend angenommen, da ich endlich das im Studium Erlernte anwenden wollte – idealerweise bei dem Arbeitgeber, den ich bis dato drei Jahre lang kennenlernen durfte.

          Warum haben Sie sich für die Logistikbranche entschieden?

          Logistik insgesamt fand ich schon immer interessant. Beim Zusammenspiel von Planung, Durchführung und Optimierung wird zum einen ein gutes theoretisches Handwerkszeug im Sinne von Methoden oder Managementsystemen gefordert und zum anderen die Fähigkeit, dieses im Arbeitsalltag auch anzuwenden. Spannend wird es, wenn das Gelernte nicht 1:1 angewendet werden kann, sondern auf die jeweilige Situation angepasst werden muss.

          Welche Qualifikationen waren Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?

          Das Bewerbungsverfahren zum dualen Studium bei Fraport läuft in verschiedenen Phasen ab. Zunächst habe ich meine Bewerbungsunterlagen über das Onlineportal hochgeladen. Im Anschluss musste ich einen schriftlichen Test absolvieren, bei dem vor allem mathematische und sprachliche Kenntnisse – Deutsch und Englisch – abgefragt wurden. Nach Bestehen des Tests fand eine Gruppenübung statt, in der es um Teamfähigkeit ging. Im letzten Teil des Verfahrens folgte dann das persönliche Bewerbungsgespräch. Nach dem dualen Studium wurde ich dann in die jetzige Position übernommen.

          Welche Jobpositionen haben Sie seitdem durchlaufen?

          Bisher war ich an verschiedenen Projekten beteiligt – entweder in der Funktion einer Projektleiterin oder auch als Projektassistenz oder Aufgabenleiterin.

          Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

          Im Durchschnitt arbeite ich von 7 Uhr bis 15:30 Uhr. Etwa die Hälfte meines Arbeitstages benötige ich für Arbeiten am PC. In der restlichen Zeit habe ich Termine mit Kollegen und Projektpartnern, um aktuelle Sachstände und Aufgaben abzustimmen. Bei Projekten im operativen Bereich finden diese Termine oftmals „draußen“, auf dem Vorfeld, statt. Sich die Prozesse vor Ort anzuschauen ist eine wichtige Ergänzung zur eher theoretischen Arbeit im Rahmen des Projektmanagements.

          Was haben Sie sich anders vorgestellt, was hat Sie überrascht?

          Überraschungen erlebe ich jeden Tag – es kommt oft so, wie man es nicht geplant hat. Bedingt durch die Tatsache, dass wir innerhalb eines Projekts meist eine Schnittstellenfunktion abbilden, sind so viele Parameter zu bedenken, dass es kaum möglich ist, alle Vorkommnisse einzuschätzen und einzuplanen. Dann gilt es, spontan zu reagieren und Lösungen zu finden. Dabei ist ein großes Netzwerk an Ansprechpartnern das A und O. Ich habe das Glück, tolle Kollegen zu haben, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und mich unterstützen.

          Was würden Sie Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens raten?

          Als Berufseinsteiger ist es ganz normal, Fehler zu machen. Wichtig ist, aus diesen Fehlern zu lernen und beim nächsten Mal zu versuchen, es besser zu machen. Mir hat es geholfen, mich mit Kollegen auszutauschen. Denn meist kann man vom Erfahrungsschatz anderer profitieren und sich gegenseitig bei der Lösung von Problemen unterstützen. Wenn ich hier eines wirklich gelernt habe, dann wie wichtig ein großes Netzwerk ist und wie gute Zusammenarbeit gelingen kann.

          Rebecca Peckhaus, 24, hat ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim 2016 abgeschlossen. Sie ist aktuell bei Fraport im Projektmanagement für Logistik- und IT-Projekte im Bereich der Bodenverkehrsdienste am Flughafen Frankfurt tätig. Ihre Aufgaben sind sehr
          vielseitig. Derzeit dreht sich bei ihr alles um die Ablösung des bisherigen Dispositionssystems für den Bereich der Flugzeugschlepper. In der finalen Phase starten nun die Mitarbeiterschulungen. Ihre Aufgabe ist dabei nicht nur die Konzeption der Schulungsunterlagen, sondern auch die Planung und Durchführung der Schulungen.

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