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Patentrecht für Nichtjuristen : „Wir vermitteln Grundlagen“

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Philipp Krahn koordiniert für das IGEWEM an der TU Dresden Kurse für Nichtjuristen in den Bereichen „Patentrecht“ und „Urheber-, Medien- und Internetrecht“. Bild: Jutta Lutter

Für wen ist es sinnvoll, sich mit Intellectual-Property-Rights zu beschäftigen? Ein Gespräch mit Philipp Krahn vom Institut für geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Medienrecht (IGEWEM).

          Herr Krahn, das IGEWEM bietet seit dem Wintersemester 2005/06 die Zertifikatskurse Intellectual-Property-Rights an. An wen richtet sich dieses Angebot?

          Die Kurse sollen vor allem Studenten dazu ermutigen, sich schon während ihrer Ausbildung mit dem Patent- und Markenrecht sowie den Rechten am geistigen Eigentum im Allgemeinen vertraut zu machen. Darüber hinaus steht das Angebot Mitarbeitern der TU Dresden und externen Interessierten offen. Für Geisteswissenschaftler und Architekten, die sich später oft selbständig betätigen, sind beispielsweise Grundkenntnisse im Urheberrecht von großem Vorteil. Ferner wird jeder Absolvent naturwissenschaftlicher und technischer Fächer höchstwahrscheinlich im Laufe seines Berufslebens mit verschiedenen Aspekten des Patent- und Gebrauchsmusterrechts in Berührung kommen, sei es durch eigene Erfindungen oder durch die Nutzung der Leistungen Dritter.

          Ist der Kurs damit auch die richtige Grundlage für Naturwissenschaftler, die mit einer Karriere in der Patentabteilung eines Industrieunternehmens liebäugeln?

          Wer eine solche Karriere anstrebt, dem rate ich mittelfristig zu einer vollwertigen Ausbildung zum Patentanwalt. Eine solche Ausbildung wollen und können wir natürlich nicht ersetzen. Allein der Umfang unseres Programms ist dafür mit drei Semestern à drei bis vier Wochenstunden zu gering. Für einen ersten Einblick sowie als Vorbereitung für eine spätere Ausbildung zum Patentanwalt ist der Kurs aber genau das Richtige.

          Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die die Teilnehmer aus dem Zertifikatskurs Intellectual-Property-Rights mitnehmen können?

          Aufgabe und Ziel des Zertifikatskurses ist es, die Teilnehmer für Rechte am geistigen Eigentum zu sensibilisieren. Ihnen werden die Grundlagen des Patent-, Gebrauchsmuster- und Markenrechts praxisbezogen vermittelt. Dabei wird den Teilnehmern gleichzeitig die juristische Denk- und Arbeitsweise nähergebracht, denn Juristen müssen häufig eine gewisse Struktur und eine hohe Sensibilität bei der Bearbeitung einer rechtlichen Frage an den Tag legen. Überdies arbeiten Juristen stark textgebunden und kaum experimentell. Das sind Naturwissenschaftler, die ja quasi vom Experiment leben, oft nicht gewöhnt.

          Welchen Vorteil bringt das den Nichtjuristen beim Einstieg in den Beruf?

          In der Privatwirtschaft herrscht eine große Nachfrage nach fertig ausgebildeten Patentanwälten, aber auch nach Intellectual-Property-Managern aus den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern. Ein entsprechendes Zertifikat kann für Bewerber ein Bonus sein.

          Das Interview führte Julia Bröder.

          Quelle: F.A.Z

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