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Berufseinstieg:Deutsche Bank : „Ich wollte unbedingt noch andere Bereiche kennenlernen“

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Julia Vetter, 30, hat VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert und 2010 mit Diplom abgeschlossen. Bild: Deutsche Bank

Julia Vetter, 30, ist im Bereich Wealth-Management/Global Pricing der Deutschen Bank tätig. Sie hat VWL an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert.

          Frau Vetter, welche Rolle spielt Ihr Studium für Ihre aktuelle Tätigkeit im Bereich Wealth-Management/Global Pricing?

          Mein VWL-Studium ist die Grundlage für meine heutige Tätigkeit. Inbegriffen sind dabei natürlich ein gutes Verständnis für Zahlen und eine rasche Auffassungsgabe. Wichtig war auch das CEMS-Master-Programm, bei dem ich mir anhand von Gruppenarbeiten und Case-Studys ein breites Wissen, vor allem im strategischen Denken und in Teamwork, aneignen konnte.

          Wie sah Ihr Berufseinstieg aus?

          Ich bin über das „Summer Internship Program“ im Jahr 2009 bei der Deutschen Bank eingestiegen. Das Programm sagte mir sofort zu, weil dabei nicht nur das Kennenlernen der eigenen Abteilung im Vordergrund stand, sondern Einblicke in andere Geschäftsbereiche möglich waren. Danach habe ich das Graduate Program im Wealth-Management absolviert. Neben Stationen in Frankfurt zählten dazu Aufenthalte in Hamburg und London.

          Welche Positionen haben Sie seitdem durchlaufen?

          Nach dem Traineeship war ich drei Jahre in der Geschäftssteuerung von Wealth-Management Deutschland tätig. Vor rund eineinhalb Jahren habe ich mich für das „One Bank Leadership“-Programm beworben, weil ich unbedingt noch andere Bankbereiche kennenlernen wollte. In diesem 18-monatigen Programm durchläuft man drei Divisionen der Deutschen Bank und arbeitet an strategischen Projekten. Zusätzlich erhält man individuelle Coachings, Führungstrainings und bekommt einen Mentor aus dem Senior Management zur Seite gestellt. Vor kurzem habe ich das Programm beendet und mich entschieden, zurück ins Wealth-Management zu gehen. Hier arbeite ich nun an globalen Themen und werde im Laufe des Jahres nach New York wechseln, um dort das Thema Pricing umzusetzen.

          An welchen Aufgaben arbeiten Sie aktuell?

          Vor allem unterstütze ich unsere Berater und auch zentrale Einheiten, wie die Produktentwicklung, beim Pricing und bin dabei, unsere Pricing-Strategie global zu etablieren. Dazu gehören etwa die Verbesserung der Pricing-Erfahrung unserer Kundenberater, die Einführung und Verbesserung von IT-Systemen oder auch die Unterstützung des Senior Managements bei der Profitabilitätssteuerung.

          Was würden Sie WiWi-Studenten für ihre Karriere raten?

          Ich rate Studenten, bereits früh Arbeitserfahrung zu sammeln. Praktika sind eine großartige Möglichkeit, verschiedene Unternehmen, Branchen und Kulturen kennenzulernen. Im Studium hat man die einzigartige Chance, sich viel anzuschauen und auszuprobieren. Dabei lernt man fachlich und persönlich enorm viel.

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