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Consulting : Karriere als Consultant bei Roland Berger

  • -Aktualisiert am

Philipp Panizza arbeitet als Consultant bei Roland Berger. Bild: Privat

Wie läuft eine Karriere als Consultant in den unterschiedlichen Beratungshäusern ab? Der HOCHSCHULANZEIGER hat nachgefragt: Philipp Panizza erzählt von seinem Job bei Roland Berger.

          Warum haben Sie sich für eine Karriere in der Beratung entschieden?

          Die Beratung bietet die einzigartige Chance, schon als Berufseinsteiger ein hohes Maß an Verantwortung zu übernehmen. Innerhalb kürzester Zeit gewinnt man eine umfassende Expertise und viel Erfahrung in betriebswirtschaftlichen Themenfeldern. Gerade für mich als Volkswirt und Politikwissenschaftler – und damit als Nicht-BWLer – waren die ersten beiden Beratungsjahre eine Art praxisorientiertes MBA-Studium.

          Welchen Berufseinstieg ins Consulting haben Sie gewählt und warum?

          Nach meinem Masterstudium bin ich direkt als Junior Consultant bei Roland Berger eingestiegen. Ausschlaggebend waren für mich die guten Erfahrungen, die ich zuvor in meinem Praktikum bei Roland Berger gemacht hatte, insbesondere mit Blick auf die Projektarbeit und die gute Teamatmosphäre.

          Wie haben Sie sich auf die Auswahlverfahren im Bewerbungsgespräch vorbereitet?

          Für das Auswahlverfahren habe ich mich intensiv mit der verfügbaren Literatur zu Case-Interviews auseinandergesetzt. Die Literaturtipps von Roland Berger haben mir hier sehr geholfen – diese wurden mir im Rahmen der Intervieweinladung zur Verfügung gestellt. Beim Üben der Cases und ihrer Präsentation standen mir meine Freunde und Studienkollegen tatkräftig zur Seite.

          Welche Qualifikationen waren Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig? Wie ist der Bewerbertag abgelaufen?

          Für mich ist der wichtigste Faktor für ein Berater-Bewerbungsgespräch die Fähigkeit zu strukturieren: Es gibt bei Cases keine „richtigen“ und keine „falschen“ Lösungen – es kommt vor allem darauf an, innerhalb der vorgegebenen Zeit einen strukturierten und nachvollziehbaren Lösungsansatz zu präsentieren. Neben den zwei eigentlichen Case-Interviews wird ein persönliches Gespräch geführt. Dabei stehen die eigene Motivation sowie die persönlichen Stärken und Schwächen im Vordergrund.

          Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Wie lange arbeiten Sie?

          Montags morgens geht es zunächst mit dem Taxi zum Münchener Flughafen und von dort zu meinem Kunden nach Frankfurt. In Frankfurt arbeite ich direkt in den Büros des Kunden, zusammen mit meinen Teamkollegen. Unter der Woche übernachten wir im Hotel. Donnerstagabends geht es zurück nach Hause, um am Freitag von zu Hause oder in unserem Roland-Berger-Büro in München zu arbeiten.

          Was sind Ihre hauptsächlichen Aufgaben?

          Aktuell arbeite ich als Projektleiter in einem Digitalisierungsprojekt für ein großes deutsches Finanzinstitut. Unsere Aufgabe ist es, die Kreditabwicklung für die Kunden einfacher, schneller und komfortabler zu machen. Dabei steuere ich als Projektleiter ein Team von ca. zehn Personen und verantworte die Einhaltung von Projektmeilensteinen und das Budget.

          Was haben Sie sich anders vorgestellt, was hat Sie überrascht?

          Die Beziehung zwischen Unternehmen und externen Beratern wird in der Öffentlichkeit oft kritisch wahrgenommen – nach meiner Erfahrung ist das eine Fehleinschätzung: Ich habe für meine Arbeit bereits sehr viel positives Feedback von unseren Kunden erhalten. Das schmeichelt mir natürlich und motiviert mich, noch bessere Lösungen für noch komplexere Probleme zu erarbeiten – eine klare Win-win-Situation, wie man als Berater sagen würde.

          Was sind Ihre beruflichen Ziele?

          Aktuell macht es mir sehr viel Spaß, die übergreifende Unternehmensstrategie des Kunden mitzugestalten und diese dann im Anschluss mit meinem Team umzusetzen. Den Handlungsspielraum und die damit verbundene Verantwortung, die man bei Roland Berger erhalten kann, möchte ich für mich weiter ausbauen.

          Was würden Sie Studierenden raten, die eine Karriere im Consulting anstreben?

          Auf jeden Fall ausprobieren! Ein Einstieg ins Consulting öffnet viele Türen für die Zukunft, sowohl persönlich als auch beruflich. Am besten sucht man den direkten Kontakt zu Beratern im Bekanntenkreis oder auf Hochschulmessen, um sich über den Bewerbungsprozess zu informieren und mehr über den beruflichen Alltag zu erfahren.

          Steckbrief

          Position: Consultant

          Alter: 29

          Studium: Johns Hopkins University – School of Advanved International Studies (SAIS), International Economics and International Development, Master of Arts (2013)

          Quelle: F.A.Z.

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