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Karriere als Wirtschaftsprüfer : Klischee: Wirtschaftsprüfer arbeiten im stillen Kämmerlein

Klischee: „Wirtschaftsprüfer arbeiten meistens für sich im stillen Kämmerlein und haben wenig Abwechslung“ Bild: Ulf K./Sepia

„Wirtschaftsprüfer arbeiten meistens für sich im stillen Kämmerlein und haben wenig Abwechslung“ - so lautet ein gängiges Klischee. Agnes Köglmayr, 31, Wirtschaftsprüferin bei Rödl & Partner, bewertet es.

          Klischee: „Wirtschaftsprüfer arbeiten meistens für sich im stillen Kämmerlein und haben wenig Abwechslung“

          Agnes Köglmayr, 31, Wirtschaftsprüferin bei Rödl & Partner:

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch mir ist dieses Klischee nur allzu gut bekannt. Gerade im privaten Bereich muss ich dieses Vorurteil oftmals richtigstellen. Wir als Wirtschaftsprüfer genießen ein enormes Vertrauen in der Geschäftswelt. Wir müssen zwar auch jede Menge Verantwortung übernehmen, aber dafür wird unser Job auch nie langweilig. Jeder Mandant wartet mit neuen Themen und Problemen auf, die es gemeinsam zu lösen gilt.

          Unsere Praxis entwickelt sich vom vergangenheits- und zahlenorientierten Ansatz hin zur spannenden Prüfung von Systemen und Prozessen in Echtzeit. Hierfür analysieren wir komplexe Geschäftsmodelle. In Familienunternehmen agieren wir häufig als der „Kümmerer“ für alle wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Fragen. Kein Wunder: Niemand kennt die „Innereien“ besser als wir. Wir unterstützen und steuern die wichtigen Projekte wie beispielsweise Auslandsexpansionen oder Unternehmensnachfolgen. 

           Wir sind somit mitten im Geschehen und pflegen intensiven Mandantenkontakt, so dass die Arbeit im „stillen Kämmerlein“ keineswegs auf uns zutrifft. Wir präsentieren unsere Ergebnisse vor Vorständen, Geschäftsführern, Aufsichtsräten und Gesellschaftern. Wirtschaftsprüfer zu sein heißt, in Teams zu arbeiten, die mit unterschiedlichen Professionen besetzt sind. Von uns erwartet man deshalb Projektsteuerungs- und Führungskompetenz. Wir müssen ständig mit der Zeit gehen und uns den aktuellen Entwicklungen anpassen. Abwechslungsreich ist unser Job also allemal.“

           
          Das sagt die Redaktion:

          Das Klischee ist nicht mehr aktuell. Wirtschaftsprüfer haben engen Kundenkontakt und deshalb aufgrund der Themen, mit denen sie in Kontakt kommen, einen abwechslungsreichen Beruf – so abwechslungsreich wie die Mandanten selbst. „Wirtschaftsprüfer müssen gut mit Menschen umgehen können“, sagt Reiner Veith, Geschäftsführer der Wirtschaftsprüferkammer. „Während der Prüfung muss auf unterschiedlichsten Ebenen kommuniziert werden.“ Da Wirtschaftsprüfer vor Ort in den jeweiligen Unternehmen arbeiten, sollten Interessierte auf jeden Fall Reisebereitschaft mitbringen.

          Quelle: F.A.Z.

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