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Wie geht Karriere im Handel? : Lebensmittelbranche: Karriere bei Aldi, Rewe, Lidl & Co.

Isabelle Kurz, Rewe Bild: Rewe

Wie geht Karriere im Handel? Wir haben uns bei den beliebtesten Arbeitgebern umgehört. Der erste Teil der Serie beschäftigt sich mit dem stationären Lebensmittelhandel. Fünf Ein- und Aufsteiger bei Aldi Nord, Rewe, Lidl und Edeka berichten von ihrem Arbeitsalltag.

          Job Nr. 1 - Karriere bei Aldi Nord:
           

          Interviewpartner: Caroline Grabellus, 23, Junior-IT-Projektmanagerin, Aldi Nord

          Caroline Grabellus, Aldi Nord
          Caroline Grabellus, Aldi Nord : Bild: Aldi Nord

          Studium und Abschluss: Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik, Frankfurt School of Finance and Management (2014)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Bei Aldi Nord bin ich als Junior-IT-Projektmanagerin eingestiegen. Nach meinem ausbildungsintegrierten Studium der Wirtschaftsinformatik wollte ich die Mischung aus BWL und IT auch beruflich fortführen.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Im Vorstellungsgespräch wurde sehr viel Wert auf die Persönlichkeit der Bewerber gelegt. Neben Fachkenntnissen war es zudem wichtig, sich motiviert und lernwillig zu präsentieren.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          2010 habe ich ein ausbildungsintegriertes Studium begonnen. Das bedeutet, ich habe eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung absolviert und gleichzeitig Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik studiert. Nach meinem Abschluss habe ich 2014 bei Aldi Nord als Junior-IT-Projektmanagerin angefangen.

          4. Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
          Den „typischen“ Arbeitstag gibt es bei mir nicht, da ich immer an verschiedenen Projekten beteiligt bin. Zurzeit arbeite ich zum Beispiel in einem großen Projekt zur Umsetzung der digitalen Zeiterfassung in den Verkaufsstellen. Von der Prüfung gesetzlicher Bestimmungen über die Planung von Schulungskonzepten für die Mitarbeiter bis hin zur Auswahl eines geeigneten Zeiterfassungsterminals bin ich in alle Prozesse eingebunden. Als IT-Projektmanagerin übernehme ich eine Vermittlerrolle zwischen den wirtschaftlichen Anforderungen auf der Kundenseite und den informationstechnischen Aufträgen für die Dienstleister. Über ein Firmen-Smartphone oder einen -Laptop verfüge ich nicht. Das bedeutet, am Wochenende und nach Feierabend beschäftige ich mich nicht mehr mit der Arbeit. Durch diese gesunde Work-Life-Balance kann ich es mir leisten, derzeit berufsbegleitend noch ein Masterstudium zu absolvieren.

          5. Was raten Sie Studierenden, die eine Karriere im Handel anstreben?
          Bringt man die Kerneigenschaften wie Motivation, Spaß am Lernen und eine Affinität für den Handel mit, sollte man sich einfach bewerben.

          Isabelle Kurz, Rewe
          Isabelle Kurz, Rewe : Bild: Rewe

          Interviewpartner: Isabelle Kurz, 28, Trainee Bezirksmanagerin, Rewe
          Studium und Abschluss: Bachelor Wirtschaftswissenschaften, Universität Hohenheim (2012)

          1. Welchen Berufseinstieg in den Handel haben Sie gewählt?
          Zurzeit absolviere ich ein Traineeprogramm zur Bezirksmanagerin. In diesem Programm lernt man in 18 Monaten alle Bereiche des Unternehmens kennen und ist viel unterwegs. Ich wollte keinen klassischen Schreibtischjob.

          2. Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Meine Ansprechpartner haben besonders viel Wert auf Praxiserfahrung im Handel gelegt. Ich habe als Schülerin bereits in Supermärkten gejobbt. Aber auch ein Praktikum im Handel ist ein Pluspunkt. Außerdem ist es wichtig, belastbar zu sein und über ein gewisses Organisationstalent zu verfügen. Der häufige Kundenkontakt erfordert zudem Kommunikationsfähigkeit, Freundlichkeit und Flexibilität.

          3. Welche Jobpositionen haben Sie durchlaufen?
          Ich habe das Traineeprogramm im April 2014 begonnen. Zunächst habe ich die Märkte kennengelernt. Das bedeutet, ich habe kassiert, Regale eingeräumt und Aktionen zur Verkaufsförderung umgesetzt, aber auch den Marktmanager bei seinen Aufgaben unterstützt und die Personaleinsatzplanung gemacht. In der Zentrale habe ich zusätzlich diejenigen Abteilungen durchlaufen, die meine spätere Arbeit als Bezirksmanagerin tangieren. Dazu gehören beispielsweise die Personalabteilung oder das Category-Management. Die Stationen sind sehr individuell und abhängig von der jeweiligen Zielfunktion im Unternehmen.

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