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Karriere im Consulting : Bewerbungsverfahren im Consulting - Tipps vom Karrierecoach

  • -Aktualisiert am

Johannes Stärk ist Karrierecoach und gibt Tipps für die Bewerbungstests der Consultants. Bild: Marcel Salland

Ob Case-Study, Brainteaser oder Analytiktest – der HOCHSCHULANZEIGER zeigt im Rahmen des Themen-Specials „Karriere im Consulting“, wie der Bewerbungsprozess bei den Consultingfirmen abläuft. Im zweiten Teil gibt Karrierecoach Johannes Stärk im Interview Tipps für einen erfolgreichen Bewerbungsprozess.

          Herr Stärk, auf welche Auswahlverfahren setzen Consultingfirmen?

          Die meisten Consultingfirmen wählen interviewbasierte Verfahren. Hierfür gibt es keine einheitlichen Bezeichnungen, oft werden diese Auswahlverfahren jedoch Bewerber- oder Interviewtage genannt. Vereinzelt wird außerdem auch in der Consultingbranche auf Assessment-Center zurückgegriffen. Diese basieren auf dem Simulationsprinzip. Das bedeutet, bestimmte Situationen aus dem Arbeitsalltag werden simuliert und müssen von den Bewerbern gemeistert werden.

          Was sind die wichtigsten Bestandteile der Bewerbertage?
          An diesen Tagen durchlaufen die Bewerber Interviews mit Personalern oder Partnern der Consultingfirma. Dabei stehen einerseits der Lebenslauf und die persönlichen Erfahrungen des Bewerbers im Vordergrund. Andererseits werden in den Gesprächen aber auch mündlich Aufgaben wie Case Studies oder Brainteaser gestellt. In vielen Fällen ist der Einladung zum Auswahltag außerdem ein Online-Analytiktest vorgeschaltet.

          Was sind Case Studies?
          In Case Studies werden meist realistische Beratungsfälle geschildert, die der Bewerber im Interview lösen soll. Die Informationen, die dem Bewerber dabei an die Hand gegeben werden, sind oft sehr knapp oder unvollständig.

          Wie löst ein Bewerber eine Case Study am besten?
          Es geht nicht darum, den Gesprächspartnern eine fertige Lösung zu präsentieren. Vielmehr kommt es darauf an, den Fall zu strukturieren, die richtigen Rückfragen zu stellen und schließlich „laut zu denken“. Das bedeutet, den Interviewer an der Lösungsfindung teilhaben zu lassen.

          Was sind Brainteaser?

          Brainteaser sind Knobel- oder Denksportaufgaben. Im Gegensatz zur Case Study sind die Aufgabenstellungen dabei meist nicht realistisch, sondern fiktiv. Hierbei sollen die kognitiven Fähigkeiten sowie die Kreativität des Bewerbers getestet werden.

          Wie kann sich ein Bewerber am besten auf solche Aufgaben vorbereiten?
          Im Internet kursieren zahlreiche Beispiele zu Case Studies und Brainteasern, die zur Vorbereitung genutzt werden können. Es ist hilfreich, die Aufgaben im Dialog mit einem Freund oder einem Kommilitonen zu besprechen. Außerdem sollte sich ein Bewerber auf der Website des jeweiligen Beratungsunternehmens über aktuelle Informationen und Besonderheiten im Bewerbungsprozess informieren.

          Wie viel Zeit sollte für die Vorbereitung eingeplant werden?
          So viel wie möglich. Sobald die schriftliche Bewerbung abgeschickt ist, sollte die Vorbereitungszeit beginnen. Die Einladung zum Interview erfolgt oft schon nach sehr kurzer Zeit.

          Auf welche Fragen sollte ein Bewerber im Gespräch mit einem Partner besonders vorbereitet sein?
          Oft ist ein Interview mit einem der Partner die letzte Hürde vor einer Einstellung. Hier wird geprüft, ob der Bewerber den Job wirklich machen möchte und weiß, worauf er sich einlässt. Man sollte sich in der Vorbereitung noch einmal bewusst machen, dass ein Job in der Beratung zwar oftmals mit hohem Gehalt und anderen Annehmlichkeiten verbunden ist, dafür aber ein überdurchschnittlicher Leistungs- und Erfolgswille gefordert wird.
           

          Über den Interviewpartner: Johannes Stärk ist Karrierecoach und Autor des Buches „Assessment-Center erfolgreich bestehen“.

          Tipps von Karrierecoach Johannes Stärk fürs Bewerbungsgespräch

          Dinge, die man tun sollte
          + Selbstbewusst sein
          + Persönliche Stärken, Erfahrungen und Teamfähigkeit kommunizieren
          + Erfolgs- und Leistungswillen zeigen
          + Sich dem Dresscode der Branche anpassen. Für Männer: Anzug, für Frauen: Kostüm oder Hosenanzug

           

          Dinge, die man lassen sollte
          - Überheblich sein
          - Unsicher und zurückhaltend sein
          - Sich nur des Gehalts und der Annehmlichkeiten bewusst sein
          - Sich zu leger kleiden

          Quelle: F.A.Z.

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