http://www.faz.net/-i7g-8b393

Die perfekte Bewerbung : Die 7 wichtigsten Bewerbungsmythen

  • Aktualisiert am

Massenbewerbungen sind ein Fehler. Kandidaten sollten sich für ihre Bewerbungen Zeit nehmen. Bild: Michaelpuche/Thinkstock/Gettyimages

Wie bewerbe ich mich richtig? Wie muss eine gute Bewerbung aussehen? Diese Fragen stellen sich immer noch sehr viele Absolventen. Noch immer ranken sich aber auch viele Mythen rund um die Bewerbung. Die Online-Jobbörse Stepstone hat in einer aktuellen Studie über 1.000 Recruiter befragt und aus den Ergebnissen die sieben wichtigsten Bewerbungsirrtümer zusammengestellt.

          Mythos 1: Der wichtigste Bestandteil der Bewerbung ist das Anschreiben

          Ein individuelles Anschreiben ist ganz sicher ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung. Doch: Noch wichtiger ist der Lebenslauf, finden 91 Prozent der Recruiter. Arbeitszeugnisse nennen nur 66 Prozent, das Anschreiben nur 63 Prozent der Personalverantwortlichen. Kein Wunder, dass sich der Lebenslauf auch als zentrales Element der mobilen Bewerbung per Smartphone durchsetzt.

          Mythos 2: Wenn ich keine persönliche Ansprache verwende, ist meine Bewerbung generell chancenlos

          Nur 16 Prozent der Recruiter halten eine persönliche Anrede für unverzichtbar. Dennoch ist ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ die schlechtere Alternative. Zu einer individuellen Bewerbung gehört im Idealfall auch eine individuelle Ansprache. Wenn Sie auch auf Nachfrage keinen Kontakt ermitteln können, sollte dies aber kein Grund sein, auf eine Bewerbung zu verzichten.

          Mythos 3: Eine Bewerbung per Smartphone wirkt unprofessionell

          Den Studienergebnissen zufolge würde schon heute knapp die Hälfte der Personalverantwortlichen eine mobile Kurzbewerbung bevorzugen, wenn sie dadurch mehr Bewerbungen erhielten. Der Grund: Der Kontakt zwischen Bewerber und Unternehmen wird so schneller und einfacher. Im Wettbewerb um die besten Fachkräfte ist die Bewerbung per Smartphone für viele schon heute ein nützliches Werkzeug – und gilt keineswegs als unprofessionell.

          Mythos 4: Es kommt nur auf den Inhalt an

          Eine inhaltlich gut strukturierte Bewerbung ist eine wichtige Voraussetzung für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Doch: Der Inhalt allein reicht oft nicht aus, um zu überzeugen. Knapp jeder vierte Personalverantwortliche identifiziert unordentliche und ungepflegte Unterlagen als einen häufigen Fehler von Jobsuchenden. Egal ob online oder klassisch – eine gute Struktur sowie eine aktuelle und saubere Darstellung der eigenen Vorzüge sind ein Muss.

          Mythos 5: Mit möglichst vielen Bewerbungen sind die Chancen auf einen neuen Job am größten

          Die Recruiter in Unternehmen sind der Meinung, dass Massenbewerbungen, denen es an Individualität mangelt, der häufigste Fehler beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen sind. Auch wenn es verlockend ist, eine einmal erstellte Bewerbung mehrfach zu nutzen, widerstehen Sie der Fließbandfalle!

          Mythos 6: Ich sollte möglichst viele Unterlagen schicken

          Wer sicher sein möchte, dass die Bewerbung überhaupt gelesen wird, sollte darauf achten, im Zweifel lieber ein Dokument weniger bereitzustellen. Wenn weitere Unterlagen nötig sind, lassen sie sich meist unkompliziert nachreichen. Hinzu kommt: Nur 29 Prozent der in der Studie befragten Recruiter nehmen E-Mail-Anhänge in unbegrenzter Höhe an. 14 Prozent akzeptieren bis zu 10 Megabyte, 37 Prozent bis zu 5 MB und 15 Prozent nur 2 MB.

          Mythos 7: Personaler prüfen nur die Bewerbung und entscheiden direkt im Anschluss

          56 Prozent aller Personalverantwortlichen nutzen weitere Informationsquellen, um sich ein besseres Bild von den Kandidaten zu machen. 28 Prozent holen dazu externe und in der Bewerbung angegebene Referenzen ein, 13 Prozent nutzen das Internet. 11 Prozent setzen sogar auf das Feedback von gemeinsamen persönlichen Kontakten. (ds)

          Quelle: F.A.Z.

          Topmeldungen

          Suche nach U-Boot : Flugzeug entdeckt Objekt auf Meeresgrund

          Bei der Suche nach dem vermissten argentinischen U-Boot sind die Retter laut Medienberichten auf eine Wärmequelle in 70 Metern Tiefe gestoßen. Wegen des Sauerstoffmangels spricht die Marine von einer „kritischen Phase“.

          F.A.Z. exklusiv : Lindner: Wir fühlten uns gedemütigt

          Im Interview mit der F.A.Z. spricht der FDP-Vorsitzende über die Gründe für den Ausstieg aus den Jamaika-Sondierungen. Vor allem einer Partei wirft Christian Lindner fehlende Kompromissbereitschaft vor.
          Der Jeep des Überläufers bleibt stecken.

          Korea-Konflikt : Video zeigt Jagd auf nordkoreanischen Soldaten

          Das Kommando der Vereinten Nationen in Südkorea wirft dem Norden vor, bei der Jagd auf einen Überläufer den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Zum Beweis veröffentlicht es Videoaufnahmen, die an einen Actionfilm erinnern.
          Die Runde von Sandra Maischberger

          Talk-Kritiken : Im Beichtstuhl des Bundespräsidenten

          Nach dem vorläufigen Scheitern von Jamaika ist der Bundespräsident Herr des Verfahrens. Die Debatten in Talkshows zeigen: Auf das Staatsoberhaupt wartet keine leichte Aufgabe.