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Assessment-Center : Richtiges Verhalten im Assessment-Center

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Im Assessment-Center warten vielfältige Aufgaben. Doch wie sollten sich Bewerber dort am besten verhalten? Bild: Dolgachov/Thinkstock/Getty Images

Tipps zu den Übungen im Assessment-Center gibt es viele. Doch auf welches Verhalten achten eigentlich die Personaler?

          Ein beliebtes Bewerbungsverfahren ist in vielen Firmen das Assessment-Center (AC). Je nach Arbeitgeber, Branche oder auch der zu besetzenden Stelle fallen die Aufgaben für die Bewerber unterschiedlich aus. Meist wird jedoch in drei verschiedenen Aufgabenbereichen geprüft: „Bewerber allein“, „Bewerber mit anderen“ und „Bewerber vor anderen“.

          Tipps zur Lösung der typischsten Aufgabentypen gibt es viele. Aber worauf achten die Personaler? Und welches Verhalten ist bei welchem Aufgabentyp angebracht? Franz-Josef Rosemeyer ist Vorstand der Wirtschaftsberatung A.S.I. und gibt Tipps für das Verhalten im Assessment-Center.

          Souverän in der Selbstpräsentation

          Im Aufgabenbereich „Bewerber allein“ müssen sich die Bewerber zunächst einem Auswahlgremium vorstellen. Die Intelligenz und die Stressresistenz des jeweiligen Kandidaten werden in verschiedenen Übungen auf die Probe gestellt. Hierbei achten Personaler vor allem auf den Auftritt und das Verhalten des Bewerbers. „In dieser Phase wollen die Prüfer Souveränität, Selbstbewusstsein und Leistungsbereitschaft sehen. Hierfür sind eine positive, ruhige Körpersprache und die richtige Mischung aus Leistungswillen und Gelassenheit wichtige Anhaltspunkte“, sagt Franz-Josef Rosemeyer. Wer eher schüchtern oder nervös ist, sollte die eigene Selbstpräsentation im Vorfeld üben und sich auch während der Einzelaufgaben regelmäßig daran erinnern, eine ruhige Körpersprache auszustrahlen. „Ein paar Mal tief ein- und wieder auszuatmen kann helfen. Wer schon in der Testsituation mit den Füssen wippt oder hektisch wirkt, erscheint für verantwortungsvolle Aufgaben nicht gut geeignet“, erklärt Rosemeyer.

          Strukturiert und kontaktfreudig in Gruppenübungen

          Auch in den Gruppenübungen erwarten die Personaler Selbstbewusstsein und Leistungsbereitschaft von den Bewerbern. Allerdings achten die Personaler hier verstärkt darauf, wie stark sich die Kandidaten im Interesse der Gruppe engagieren, wie strukturiert sie dabei vorgehen und natürlich wie die Bewerber Kritik üben bzw. auf sie reagieren. „Wer sich nach wenigen Minuten bereits als Chef der Gruppe fühlt, schneidet in den Bewertungen gewöhnlich nicht gut ab. Was bei der Selbstpräsentation noch als gesundes Selbstbewusstsein interpretiert wird, kann hier nämlich als Rücksichtslosigkeit und Egozentrik aufgefasst werden. Man sollte also aktiv teilnehmen und eigene Stärken einbringen, aber nicht dominant oder sogar aggressiv auftreten“, so Rosemeyer.

          Mit Kreativität und Einfühlungsvermögen vor die Gruppe treten

          In der dritten Aufgabenkategorie sind Präsentationen von Diskussionsthemen vor der Bewerbergruppe vorgesehen. Die Prüfer achten hier auf Überzeugungskraft, Vortragstechnik und Strukturiertheit. Dabei wollen sie auch ein Gespür für das vorgegebene Thema und die Interessen der Zuhörer erkennen. „Es geht hierbei nicht nur darum, einen Sachverhalt korrekt wiederzugeben und die eigene Meinung zu vertreten. Es ist auch wichtig, das Publikum abzuholen und einzubeziehen“, rät Rosemeyer.

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          Quelle: F.A.Z.

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