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Bewerbung : Souverän durchs Bewerbungsgespräch

  • -Aktualisiert am

No-Go im Bewerbungsgespräch: Die Turnschuhe sollten besser zu Hause bleiben. Bild: Benjamin Courtault/Sepia

Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch gut vorbereitet, hat schon fast gewonnen. Doch welche Fragen sind zu erwarten? Und wie sollte man darauf reagieren?

          Erzählen Sie uns etwas über sich …

          Dies ist oftmals die Einstiegsfrage nach den ersten lockeren Gesprächsminuten. Der Bewerber sollte hier in maximal drei Minuten ein Kurzprofil von sich präsentieren. „Die Selbstbeschreibung sollte dabei mit dem Stellenprofil übereinstimmen. Daher ist es sinnvoll, einige Keywords aus der Jobbeschreibung zu verwenden“, rät Iris Kadenbach von Kadenbach Coaching. Zur Vorbereitung gilt es, mit Blick auf den Lebenslauf herauszuarbeiten, bei welchen Gelegenheiten die geforderten Fähigkeiten schon einmal unter Beweis gestellt werden konnten – zum Beispiel in Seminaren, Praktika oder im Rahmen der Bachelorarbeit.

          Warum haben Sie sich bei uns beworben?

          Personaler hören es am liebsten, so die Bewerbungsprofis, wenn der Bewerber einen persönlichen Bezug zum Unternehmen oder zur Branche herstellen kann. Wer im Vorstellungsgespräch bei einem Automobilunternehmen ist, könnte zum Beispiel davon erzählen, wie er schon als Kind mit dem Vater am Auto oder der eigenen Seifenkiste gebastelt hat. Von Vorteil ist außerdem, wenn man einen Zusammenhang zwischen den Unternehmenswerten und den eigenen Werten herstellen kann. Beispielsweise kann man sagen: „Ich finde es wichtig, dass ein Unternehmen auf die Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter achtet. Sie sind ein solcher Arbeitgeber für mich.“

          Was, glauben Sie, erwartet Sie in der Position?

          Bei dieser Frage erwarten Recruiter eine realistische Tätigkeitsvorausschau, so Christian Püttjer, Geschäftsführer von karriereakademie.de. Zur Vorbereitung sollte man im Internet nach Erfahrungsberichten von Young Professionals suchen oder allgemeine Jobbeschreibungen sichten. In diesem Zusammenhang kann auch die Frage nach der Gehaltsvorstellung kommen. Auch hier sollte man sich vorher erkundigen, etwa auf Vergleichsportalen im Internet, welche Gehälter in der jeweiligen Position üblich sind. „Bei der Antwort sollte man auch darauf hinweisen, dass und wo man sich über Gehälter erkundigt hat“, rät Kadenbach. Damit nicht der Eindruck entsteht, man habe die Antwort aus dem Bauch heraus getroffen.

          Welche Tätigkeiten liegen Ihnen, welche weniger?

          Hier geht es um die Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen im Hinblick auf die zukünftige Tätigkeit. An erster Stelle sollte man die Stärken nennen und sie stets mit einer persönlichen Entwicklung verbinden. Etwa so: Wer gut im Präsentieren ist, kann sagen, dass er bereits viel positives Feedback für seine Präsentationen bekommen hat und sich dadurch sogar noch verbessern konnte. Erfolge wie beispielsweise die Anfrage eines Kommilitonen, ob man für ihn die Präsentation hält, kann man einbringen. Aber auch eine Schwäche, wie beispielsweise das Schreiben von Protokollen, sollte man ansprechen, diese aber gut verpacken. Etwa, dass man hier noch an sich arbeite und schon Fortschritte machen konnte.

          Wie würden Freunde, Kollegen oder Professoren Sie beschreiben?

          Laut Püttjer handelt es sich hier um eine von verschiedenen Checkfragen, mit denen Personaler vorher gestellte Fragen auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüfen wollen – hier sollen die Stärken und Schwächen nachgeprüft werden. Das heißt gleichzeitig, die Antwort auf diese Frage sollte ähnlich ausfallen wie die auf die Stärken-Schwächen-Frage. „Man sollte stets in den Vordergrund stellen, was andere gut an einem finden“, so Püttjer. Zum Beispiel: Meine Freunde kennen mich als sehr zuverlässigen und pünktlichen Menschen.

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