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Von A bis Z : Von A wie Arten bis Z wie Zertifikate

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Bild: F.A.Z.

Projektmanagement, Programmiersprachen, Präsentations-Skills: Was ist bei der Nennung von Zusatzqualifikationen in der Bewerbung zu beachten?

          Arten

          Unter Zusatzqualifikationen notiert man nicht nur Sprach- und EDV-Kenntnisse, sondern zum Beispiel auch für den Job interessante absolvierte E-Learning-Kurse. Unter diesem Punkt können Bewerber also mit Fähigkeiten punkten, die vielleicht sogar eine Wissenslücke an anderer Stelle ausgleichen und das Profil abrunden. Die Anordnung ist dabei Geschmacksache: Übersichtlich ist zum Beispiel eine Auflistung, die zunächst Sprachen und IT-Skills, dann für die konkrete Stelle nützliche Qualifikationen und zum Schluss den Führerschein aufführt.

          Entscheidung

          Bei der Entscheidung, welche Zusatzqualifikation einen beruflich weiterbringt, kann man sich an folgenden Fragen orientieren: Welche zusätzlichen Kenntnisse können mein Wissen ergänzen – und in welchem Bereich: wirtschaftlich, kommunikativ, rechtlich, sprachlich? Ist die Zusatzqualifikation zertifiziert und der Anbieter renommiert? Hilft sie auch im Joballtag in dem Unternehmen, bei dem ich mich bewerbe? Oder hilft sie dabei, mich von anderen Bewerbern abzuheben, weil sie bisherige Kompetenzen so ergänzt, dass ich innerhalb meines Berufsfeldes neue Wege einschlagen kann?

          Formen

          Neben sinnvollen Angeboten des Studium Generale als Student kommen bei einer Weiterbildung außerdem Kurse der IHK, von Branchenverbänden oder Volkshochschulen in Frage. Aber auch renommierte E-Learning-Kurse, etwa von Fernschulen, sind relevant oder – besonders in Berufen, in denen Maschinen- oder IT-Wissen elementar ist – Kurse der jeweiligen Hersteller.

          Geht immer

          Skills, die jeden in jedem Job weiterbringen, sind: Kenntnisse in Projekt- oder Qualitätsmanagement, Kommunikationsfähigkeit und grundlegendes BWL-Wissen. Denn einfach jeder Arbeitgeber schätzt Bewerber, die auch wirtschaftlich mitdenken und Optimierungspotentiale erkennen, gut im Team arbeiten oder als Führungskraft motivierend leiten und sich selbst und ihre Arbeit organisieren können. Ebenfalls wichtig: Arbeitsergebnisse verständlich und ansprechend präsentieren zu können. Ob mit Powerpoint, Prezi oder einem anderen Programm – das ist Geschmackssache. Wichtiger: Dabei überzeugend auftreten, was man ebenfalls lernen kann.

          IT-Skills

          Es ist sinnvoll anzugeben, welche Software und Programmier­sprachen man wie gut beherrscht – am besten unterteilt in die Kate­gorien Betriebssysteme, Präsentationsprogramme, Grafik- und Bildbearbeitung, Programmiersprachen und Datenbanken. Auch digitale Qualifikationen, zum Beispiel im Bereich Social Media, sind je nach Jobprofil interessant. Spielen EDV-Kenntnisse für die Stelle eine wichtige Rolle, können Bewerber zusätzlich schreiben, seit wann, wie oft und wofür sie Programme und Co. nutzen.

          Lebenslanges Lernen

          Wer abseits seiner Sprachkenntnisse bisher kaum Zusatzqualifikationen vorweisen kann, erklärt kurz, weshalb er bislang keine Zeit oder Option für Weiterbildung hatte und welche Bereiche einem im Hinblick auf lebenslanges Lernen künftig interessieren. Das zeigt, dass der Bewerber offen dafür ist und bereits über passende Möglichkeiten nachgedacht hat. Darüber hinaus kann eine solche Erklärung ein gutes Stichwort für das Vorstellungsgespräch sein.

          Sprachen

          Verhandlungssicheres Wirtschaftsenglisch, das außerdem befähigt, sich ohne Probleme in internationalen Teams zu verständigen, ist in Konzernen unabdingbar. Wer auf diesem Gebiet Defizite hat, sollte unbedingt Weiterbildungsmaßnahmen anstreben. Mit einer Zweit- oder sogar Drittsprache neben Englisch kann man besonders punkten – je nach Branche kämen die Weltsprachen Französisch, Spanisch oder Chinesisch in Betracht. Kenntnisse verifiziert man am besten mit Verweisen auf Sprachtests, die dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen unterliegen. Er gliedert das Sprachniveau in sechs Kompetenzstufen von Anfänger (A1) bis Experte (C2).

          Zertifikate

          Wir Deutschen stehen in dem Ruf, besonders urkundentreu zu sein. In diesem Fall ist das sinnvoll, denn anerkannte Zertifikate machen Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen vergleichbar. Die Website des Bundesinstituts für Berufsbildung bietet eine gute Übersicht zur Anerkennung beruflicher Weiterbildung. Das entsprechende Zertifikat sollte man in der Bewerbung stets in Klammern hinter der jeweiligen Qualifikation angeben.

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